Samstag, 22. Juli 2017

[Buchrezension] Survive the night - Danielle Vega

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Leseprobe

"Wir werden alle sterben ...
Casey hat gerade einen Drogenentzug hinter sich und lässt sich von ihrer Freundin Shana überreden, auf eine der legendären illegalen »Survive the night«-Parties mitzukommen. Die findet in einem stillgelegten U-Bahn-Tunnel statt und die Stimmung ist gigantisch. Bis Julie, ein Mädchen aus ihrer Clique, tot aufgefunden wird. Grausam zugerichtet. Casey, Shana und ihre Freunde sind schockiert. Sie wollen fliehen. Denn der Mörder scheint unter ihnen zu sein. Schon gibt es ein neues Opfer. Die Panik steigt. Wer oder was ist hinter ihnen her? Und wird Casey diese Nacht überleben? 
Ein unfassbar aufwühlender Psycho-Horror-Thriller in bester Stephen King-Tradition! Nervenzerfetzend, überraschend – genial!"

Quelle


"Es stimmt nicht, dass tote Mädchen so aussehen, als würden sie schlafen."

Das Cover gefällt mir echt gut, zum Einen, weil es so aussieht, als wäre "Survive the night" eine geheime Botschaft oder eine Drohung auf einem Zettel, den jemand bekommen und dann zerknüllt hat. Das klingt vielleicht etwas weit hergeholt, aber auf mich wirkt es so, und irgendwie passt es ja auch zum Inhalt.
Der Titel passt ebenfalls, hier finde ich es gut, dass sich der Verlag dazu entschieden hat, den OT zu übernehmen. Oft hat man ja, dass der Originaltitel übersetzt wird - was nicht so schlimm ist -, oder stattdessen einen ganz neuen, teilweise auch englischen Titel erhält, was ich dann schon wieder fragwürdig finde.
Hier ist das nicht so, und das ist auch gut so, denn ich denke, ein anderer Titel hätte nicht so gut gepasst.
Die Kapitel sind alle kurz, sodass man noch schneller durch das Buch kommt als ohnehin schon.

In Survive the night wird man quasi ins Geschehen geworfen. Das Buch fängt damit an, wie Casey nervös ist, als sie zur Pyjamaparty ihrer ehemals besten Freundin fährt. Das alleine ist schon komisch, denn wer ist schon nervös, wenn man zu einer Pyjamaparty fährt? 

Erst einige Seiten später erfährt man, dass sie in einer Entzugsklinik gewesen ist, und es dauert noch mal viel länger, bis man den Grund dafür erfährt (mal vom Offensichtlichen abgesehen). 

Bereits ganz am Anfang ist die Spannung also schon recht hoch, nicht zuletzt, weil vieles noch sehr undurchschaubar ist. 

Ebenso undurchschaubar ist Shana, die anscheinend eine sehr gute Freundin der Protagonistin ist. Allerdings kann man sich nicht wirklich sicher sein, ob man ihr wirklich trauen kann. 

Man merkt also, dass das Buch schon fesselt, bevor das eigentliche "Abenteuer" erst beginnt, denn direkt von Anfang an trifft man auf viele Spannungselemente. 

Selbst wenn also die eigentliche Flucht erst nach ca. 100 Seiten passiert, ist man dennoch nicht gelangweilt, was sehr viel wert ist, da man es ja oft hat, dass die Hinführung zu Beginn eher schleichend ist. Hier ist das jedoch nicht der Fall, man wird durchgehend ans Buch gefesselt und hat gar keine andere Wahl als es direkt in einem Rutsch durchzulesen. 

Es passiert dann also, dass Casey und ihre Freunde auf eine Party gehen und etwas Schlimmes passiert. Oder doch nicht? Tja, das ist die Frage. Man ist sich über eine ganz lange Zeit gar nicht sicher, was passiert ist und was man überhaupt glauben soll, ganz ähnlich wie es zu Anfang bezüglich Shana auch der Fall gewesen ist. 

Die Protagonistin und ihre Freunde flüchten vor etwas, von dem man im Prinzip nichts weiß, nicht einmal, ob es überhaupt das ist, wofür die Freunde es halten. Man sieht keinen Ausweg, wie sie vor der Person oder dem Etwas, das anscheinend hinter ihnen her ist, entkommen soll und sieht sich ständig in einer Zwickmühle. All das erhöht die Spannung natürlich enorm. 

Alles, was man weiß, sind Tentakeln, aber mehr kann man nicht erfahren, da die Protagonistin nicht genug sehen kann. Das ist ein sehr raffinierter Schritt der Autorin, denn was könnte einem mehr Angst einjagen, als eine Gefahr, die man nicht richtig sehen kann? 

Diese Spannung und Unwissenheit hält bis zum Ende an, und selbst nach der Auflösung kann man sich nicht hundertprozentig sicher sein, was jetzt wirklich passiert ist. Das offene Ende lässt gerade genug Spielraum für Fantasie, was mir sehr gut gefallen hat. 


Kurzum: Das Buch ist ein Pageturner und lässt sich sehr schnell in einem Rutsch durchlesen. Wenn man Spannung und Unwissenheit sucht, ist man mit Survive the night bestens bedient. Definitiv lesenswert! 
5/5 Lesehasen


"Danielle Vega verbrachte ihre Kindheit versteckt unter ihrer Bettdecke, während ihre Mutter Geschichten aus Stephen-King-Romanen nacherzählte, anstelle von Märchen über Prinzessinnen und Zwerge. Jetzt, als Erwachsene, kann sie an einer Hand abzählen, wie oft sie wirklich vor etwas Angst hatte. Danielle Vega hat zahlreiche Preise erhalten, für Belletristik wie auch Sachliteratur, darunter die Nominierung für den Pushcart Prize 2009 für ihr Buch "Drive". Sie lebt in Brooklyn. In Deutschland erschien bereits ihr Roman "Die Unbarmherzigen"."


Vielen lieben Dank an
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥



GLG ♥♥♥

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