Samstag, 22. Juli 2017

[Buchrezension] Die Stadt der Maschinenmagie #1: Die Seelenlosen - Tanja Meurer

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Leseprobe

"Valvermont war einst die Heimat des Kriegsveteranen Gwenael Chabod, der zum Commandanten über die Garnisonen der Stadt berufen ist. Sein Geliebter Orin, ein ehrwürdiger Priester orcischer Abstammung, ist an seiner Seite, als sich vor Gwenaels Augen ein Mann in eine seelenlose Kreatur verwandelt.
Kurz darauf wird eine junge Frau getötet. Einziger Augenzeuge ist der Dieb Jaleel. Sein Bericht deckt Grauenvolles auf – und bringt sein eigenes Leben in Gefahr.
Gemeinsam mit neuen Freunden und Verbündeten jagt Gwenael den finsteren Geist, der von Valvermont Besitz ergriffen hat. Nicht ahnend, wie nah ihm die Dunkelheit bereits ist. An seiner Seite Jaleel, der in ihm die widersprüchlichsten Gefühle hervorruft."
Quelle


"Als der Säbel gegen Schwert und Parierdolch prallte, schoss scharfer Schmerz durch Gwenaels Handgelenke und explodierte in den Ellbogen."

Das Cover ist wirklich gut gelungen. Genau wie der Inhalt erinnert es stark an Steam Punk mit den ganzen Zahnrädern und der Robotermaus. Die übrigens auch keine geringe Rolle im Buch spielt.
"Die Seelenlosen" ist ein wirklich zutreffender Titel, der zuerst scheinbar viel verrät, im Nachhinein aber doch tiefsinniger ist als man anfangs denkt.

Hier kann ich direkt sagen: Das Buch ist ein absoluter Page-Turner! 
Die knapp 700 Seiten mögen anfangs vielleicht abschrecken, aber beim Lesen merkt man gar nicht, wie schnell man voran kommt. 

Das liegt einerseits an dem super Schreibstil: Die Autorin schreibt sehr eingängig, ihre Sätze sind weder zu kompliziert noch zu einfach, sodass man gut durchkommt, aber nicht unterfordert wird. 

Dadurch kann man sich hervorragend in die fremde Welt hineinversetzen - oftmals habe ich vergessen, wo ich beim Lesen eigentlich war; ich bin so in die Geschichte versunken, dass ich die Zeit und meine Umwelt vollständig vergessen habe. Darüber war ich sehr froh, denn die Bücher, die ich davor gelesen habe, haben mir eher das Gegenteil vermittelt, und Die Seelenlosen hat es geschafft, meinen Glauben an Büchern wieder herzustellen. 

Aber nicht nur der Schreibstil macht das Buch sehr lesenswert. Ich war durchgehend gefesselt, auch wenn mir hin und wieder einige unvorhersehbare Plottwists gefehlt haben. Manches war durchaus überraschend, aber vieles eben auch nicht, was ein wenig schade ist, da sich das Buch dadurch ein wenig zieht. Das hat aber trotzdem keine Auswirkungen auf die Qualität, wie gesagt, ich war nichtsdestotrotz durchgehend gefesselt. 

Auch zum Ende hin wird es wieder sehr spannend und der Abschluss selber ist wirklich superfies. Mit superfies meine ich wirklich SUPERfies. Boah. Ein richtig fieses Ende. Das endet einfach mittendrin, richtig fies. 

Die Figuren sind ebenfalls hervorragend. Alle vielschichtig und sympathisch (außer Orin, der ist doof). Sie machen alle ihre eigene schöne Entwicklung durch, was mir sehr gut gefallen hat. Was ich nämlich gar nicht leiden kann, sind langweilige, oberflächliche Charaktere, die sich über die Geschichte hinweg gar nicht entwickeln. Das hat man ja leider allzu oft, hier ist es jedoch nicht der Fall; man kann sich sehr gut in Gwenael und Jaleel hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen. 

Zwischendurch werden die Fälle in der Geschichte immer verwirrender und verworrener, sodass man als Leser kaum noch durchblicken kann. Dennoch ist es nicht so, dass man vor lauter Verwirrung gar nichts mehr versteht, vielmehr wird dadurch die Spannung gesteigert. 

Am Ende läuft dann alles zusammen und es macht wieder Sinn, keine wichtigen Fragen bleiben offen. 

Daran sieht man, wie gut durchdacht die ganze Geschichte ist; man hat keine Unterplots die im Laufe der Handlung ins Leere verlaufen, genauso wenig trifft man auf irgendwelche Unstimmigkeiten. 

Joa. Jetzt weiß ich auch gar nicht mehr, was ich noch sagen soll. Es gibt an diesem Buch einfach nichts mehr auszusetzen! An solchen Rezensionen wie diese hier sitze ich übrigens auch länger als an solchen, in denen ich quasi nur am Meckern bin, da ich ehrlich nicht weiß, was ich, außer "Das Buch ist wundertoll", schreiben soll.


Toller Schreibstil, tolle Charaktere, durchgehend Spannung, wenn auch nicht alles unvorhersehbar ist. 
Kurz: Das Buch ist wundertoll. Fucking read it.
5/5 Lesehasen.


"Tanja Meurer wurde 1973 in Wiesbaden geboren. Sie ist gelernte Bauzeichnerin aus dem Hochbau, arbeitet allerdings seit 2001 nur noch in bauverwandten Berufen und ist seit 2004 bei einem französischen Großkonzern als Dokumentations-/Projektassistenz beschäftigt. In den für die Baukonjuktur besonders schlechten Jahren nahm sie Stellen als Kurier- und Behindertenbusfahrerin an. Nebenberuflich arbeitet sie seit 1997 bis heute als Autorin und freie Illustratorin für verschiedene Magazine, Internetseiten und Verlage"



Vielen lieben Dank an
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


GLG ♥♥♥

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