Freitag, 21. Juli 2017

[Buchrezension] Die Brücke der Gezeiten #1: Ein Sturm zieht auf - David Hair

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Leseprobe

"Auf der Brücke der Gezeiten wird sich das Schicksal der Welt entscheiden …

Die Mondflutbrücke liegt tief unter der Ozeanoberfläche. Aber alle zwölf Jahre erhebt sie sich aus den Fluten und verbindet die beiden Kontinente Yuros und Antiopia. Zweimal schon hat Yuros seine Armeen von Kriegern und Magiern über die Brücke geführt, um das Nachbarreich zu unterwerfen. Jetzt naht die dritte Mondflut, und der Westen rüstet sich zum finalen Schlag. Aber es sind drei unscheinbare Menschen – ein gescheiterter Magie-Schüler, eine Spionin und Mörderin, die ihr Gewissen entdeckt, und ein einfaches Marktmädchen –, die über das Schicksal der Welt entscheiden werden …"
Quelle


 "Was erwartet uns, wenn die Seele den Körper verlässt?"

 Mir gefällt die Covergestaltung wirklich gut. Zum Einen sieht man den Farbverlauf des Blau, den man auch für Wasser halten könnte.
Zum Anderen ist dort die Brücke zu sehen mit einem Reiter, alles nicht unerheblich in der Geschichte. Dass alles nur gezeichnet ist, passt meiner Meinung nach viel besser zu einem Fantasy-Roman als bspw. Fotografien von irgendwelchen Menschen, die man ja auch nicht selten auf ähnlichen Covern findet.
Das Buch selber ist ebenfalls hübsch gestaltet mit einer Karte des Landes, und auch die einzelnen mitellangen Kapitel sind alle schön verziert.

Ich habe mich nach langer Zeit mal wieder auf High Fantasy gefreut, weshalb ich es kaum erwarten konnte, dieses Buch anzufangen. Glücklicherweise wurde ich auch nicht enttäuscht. 

Zwar ist es anfangs etwas verwirrend, sich zu merken, wer jetzt wer ist und welche Rolle spielt, aber im Laufe der Handlung wird alles etwas klarer und man gewähnt sich auch in die Figuren. 

Die Charaktere sind allesamt unterschiedlich und sehr menschlich dargestellt; man kann sich gut in sie hineinversetzen und entwickelt rasch Sympathien, aber auch Antipathien. 

Die Figuren sind keineswegs in irgendeiner Form klischeehaft, sondern sehr komplex, und sie entwickeln sich immer weiter. Ihren Entscheidungen stimmt man mal mehr, mal weniger zu, aber man kann sie immer nachvollziehen. 

Abgesehen von ersten Startschwierigkeiten fällt der Einstieg ansonsten sehr leicht: Der angenehme, weder zu komplizierte noch zu einfache Schreibstil erleichtert es dem Leser ungemein, in die fremde Welt einzutauchen und darin zu versinken. 

Dazu kommt, dass, sobald man alles kennengelernt hat, die Spannung einsetzt. Mit vereinzelten Ausnahmen bleibt diese auch durchgehend und fesselt einen ans Buch. Dadurch, dass die Charaktere sich alle weiterentwickeln und verändern, bleibt das, was als nächstes passiert, immer eine Überraschung. Nur schwer kann man erahnen, wie sich die einzelnen Figuren entscheiden werden oder auf welcher Seite, ob gut oder böse, sie wirklich stehen. 

Das Ende ist noch einmal sehr spannend, allerdings schließt das Buch nicht mit einem allzu fiesen Cliffhanger ab; es bleiben gerade so viele Fragen auf, dass man nicht verrückt wird, aber dennoch neugierig auf den Folgeband bleibt.


Anfangs ist das Buch mit seinen Figuren etwas verwirrend, aber danach entwickelt sich ein wunderbarer High Fantasy-Roman, in dessen Welt man nur zu gerne eintaucht. "Die Brücke der Gezeiten" überzeugt mit einer tollen, neuen Idee, interessanten Figuren und ausreichend Spannung. Man ist ans Buch gefesselt, wenn auch nicht alle Stellen gleich spannend ist.
4,5/5 Lesehasen.


"Der neuseeländische Schriftsteller David Hair wurde für seine Jugendromane bereits mehrfach ausgezeichnet. Die Brücke der Gezeiten ist seine erste Fantasysaga für Erwachsene. Nach Stationen in England, Indien und Neuseeland lebt er nun in Bangkok, Thailand."


Vielen lieben Dank an
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥



GLG ♥♥♥

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