Samstag, 22. Juli 2017

[Buchrezension] Wir waren keine Helden - Candy Bukowski

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Leseprobe


 "„Wir waren keine Helden“ ist ein Coming of Age Roman, startend in den 80ern am „Arsch der Welt“, wo für Sugar mit dem Punker Pete, später auch mit Luke und Silver, Beziehungen für ein ganzes Leben beginnen.Eine rasante Reise durch das Reifen, Erwachsenwerden und Erwachsensein in vielen Etappen, oft im Grenzgang, immer auf der Suche nach stimmigen Antworten ...
Candy Bukowski legt mit ihrem Romandebüt das Leben und Lieben auf den Seziertisch. Wild, mutig und schonungslos setzt sie das Messer an und bringt dabei mit leichter Hand und geschliffener Sprache eine Menge Tiefe zum Vorschein."

Quelle

"Wir waren Helden."

Das Cover gefällt mir wirklich gut. Tiger sind zwar nicht unbedingt meine Lieblingstiere, aber der Kubismus hier kommt gut.
Der Titel passt zum Inhalt, auch wenn er ein wenig pathetisch klingt in meinen Augen.

Hm, ja, an dieses Buch erinnere ich mich eigentlich eher ungerne zurück. 

Es gibt nicht nur Schlechtes über das Buch zu sagen. Man hat es sehr schnell durchgelesen, da es hauptsächlich aus extrem kurzen, einfachen Sätzen und unkomplizierter Sprache besteht. 

Teilweise ist es auch lustig, denn manches hat mich daran erinnert, was Mama mir von früher erzählt hat. Allerdings findet jemand aus entsprechender Altersgruppe bestimmt noch mehr Ähnlichkeiten und dann ist das Buch wahrscheinlich auch wesentlich unterhaltsamer. 

Das war es allerdings auch schon, was mir Positives einfällt, der Rest hat mir eher weniger gefallen. 

Zum Beispiel hab ich die Darstellung der heutigen Jugend, also meine Generation, extrem übertrieben empfunden. Ich weiß nicht, ob Erwachsene uns tatsächlich so wahrnehmen, aber ich finde uns nicht besonders gut getroffen, meiner Meinung nach hat die Autorin vor allem, was Klischees bezüglich dem Sprachgebrauch angeht, die Situation um einiges überspitzt dargestellt. 

Was mich ebenfalls etwas irritiert hat: Im anschließenden Interview hat die Autorin gesagt, die Protagonistin sei nicht mit ihr gleichzusetzen, allerdings sind die Namen doch auffallend ähnlich... Ich habe ja nichts gegen einige autobiografische Elemente, aber dann sollte man entweder dazu stehen oder es nicht ganz so offensichtlich machen, oder? 

Wenn das Buch autobiografisch gefärbt wäre, würde zumindest ansatzweise erklärt werden, dass ich die ganze Zeit über keinen wirklichen Plot, geschweige denn einen roten Faden erkennen konnte. Alles wirkt vielmehr wie eine Aneinanderreihung von unterschiedlichen Anekdoten. 

Obwohl man gut vorankommt, bewirkt dieses Fehlen eines Sinns, dass einem als Leser schnell langweilig wird. Man verliert rasch die Geduld und ist froh, wenn man durch ist. 

Was mir dann am Ende doch noch gut gefallen hat, ist dass die Frage nach einem Helden (vielleicht kann man das als kleinen roten Faden betrachten, auch wenn die einzelnen Anekdoten dadurch mehr schlecht als recht verbunden werden) zum Schluss schön beantwortet wurde. Die Playlist ist ebenfalls eine gute Idee, auch wenn ich gestehen muss, dass ich nicht reingehört habe, weil mich die Titel nicht ansprechen.


Kurzum vermisse ich bei diesem Buch also etwas einen Sinn oder eine zusammenhängende Geschichte. Einige Stellen sind vielleicht etwas lustig, aber größtenteils langweilt man sich doch. 
Vielleicht ist das Buch eher etwas für einen "Zeitgenossen", der die einzelnen Situationen noch besser nachvollziehen kann als ich. Mich konnte es nicht fesseln.
2/5 Lesehasen.


"Candy Bukowski, geb. 1967, gelernte Buchhändlerin, Verlagsfrau und alleinerziehende Mutter eines Wilden Wesens, lebt in Hamburg und schreibt. Das eine authentisch, das andere oftmals autobiografisch, beides intensiv und bevorzugt rasiermesserscharf geschnitten, anstatt gediegen vom Stück. Oft wortgewaltig, manchmal leise die Sequenz im Bild findend, die uns auf den Punkt schmerzlich berührt, aber immer auch versöhnt."


Vielen lieben Dank an
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


GLG ♥♥♥

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