Sonntag, 31. Mai 2015

[Buchrezension] Cayms Pakt der Liebe - Melanie Limbertz

Seiten: 284
Genre: Fantasy
Teil einer Reihe? Ja, Teil 1 der Chroniken der Gefallenen
ISBN: 9781506137339
Preis: Taschenbuch: €9,95
Kindle Version: €2,99
Verlag: Selfpublished

Erster Satz:

Der Boden knirschte unter den Hufen seines Rosses.

Inhalt:

Carolin greift, aus Verzweiflung und Trauer um ihre verstorbene Großmutter zu einem Buch aus ihrer Sammlung. Obwohl sie nicht an Hokuspokus glaubt, probiert sie einen der Zaubersprüche aus. Nicht wissend, auf was sie sich eigentlich einlässt, beschwört sie einen todbringenden Dämon, der ihr Blut in Wallungen bringt und ihre Gefühlswelt ins Chaos stürzt.

Caym, verraten von der Frau seines Herzens, ist für ewig dazu verbannt den Menschen zu dienen. Einzig die wahre Liebe kann die Bestrafung aufheben. Den Glauben daran hat er vor langer Zeit verloren. Aber Carolin weckt in ihm Gefühle, die er längst vergessen glaubte. Leider will sie das Herz eines anderen für sich gewinnen und Caym muss eine Entscheidung fällen. Sie gehen lassen oder um ihr Herz kämpfen? Quelle

Aufmachung:

Mir gefallen die Farben des Buches, allerdings habe ich mir Carolin gar nicht so vorgestellt wie die Frau auf dem Cover.
Auch das Format ist ungewöhnlich, was aber weiter nicht stört, anders als der Zeilenabstand im Text. Der ist so groß wie die Schrift selber, sodass das Buch irgendwie nicht wie eine Geschichte sondern eher wie ein Drehbuch oder so wirkt.
Dieser große Zeilenabstand hat mich beim Lesen eher behindert.
Der Titel passt zwar zur Geschichte, allerdings finde ich ihn irgendwie schnöde und auch recht einfallslos.

Meine Meinung:

Also, eigentlich habe ich mich auf das Buch gefreut, da es ja doch schon recht vielversprechend klingt. Umso enttäuschter war ich dann, als ich angefangen habe zu lesen...
Der größte Minuspunkt geht dabei an die Protagonistin Carolin, mit der ich mich gar nicht anfreunden konnte. Sie will stark und selbstbewusst wirken, ist aber gar nichts davon. Sie hat ständig nur gejammert und gesagt, was sie gerne hätte, aber was dagegen unternommen hat sie nicht. Das lässt sie ziemlich schwach aussehen und nervt den Leser natürlich.
Auch wirkt die Handlung ziemlich aufgesetzt und nicht nachvollziehbar beziehungsweise unrealistisch. So findet die Protagonistin das Zauberbuch, probiert nach einigem Hin und Her (was auch sehr unglaubwürdig beschrieben ist, so als würde sie sich gar nicht wirklich gegen die Existenz von Magie wehren, was man ja normalerweise erwarten würde) den Zauber aus und ist dann auch wenig überrascht, als er tatsächlich passiert.
Zwar bin ich kein Freund von unnötigen Lückenfüllern, allerdings hätte ich mir hier gewünscht, dass die Autorin das ein wenig mehr ausschmückt und die Protagonistin vielleicht etwas skeptischer gegenüber der Magie gestaltet, da man ja nicht jeden Tag einem Zauberbuch, das auch noch funktioniert, begegnet. Damit will ich nicht sagen, dass Carolin das alles sofort akzeptiert so wie es ist, aber der Protest, den sie aufbringt, wirkt irgendwie nicht aufrichtig und zu aufgesetzt.
Des Weiteren hat mich sehr gestört, dass die gesamte Geschichte so vorhersehbar ist. "Cayms Pakt der Liebe" ist ziemlich klischeereich, sodass ich natürlich genau wusste, was als nächstes passiert. Selbst, wie das Buch ausgeht wusste ich schon nach den ersten paar Kapiteln.
So finde ich persönlich es schon ziemlich "ausgelutscht", dass Carolin in ihren Chef verliebt ist, der in Wahrheit gar nicht so toll ist, wie sie glaubt (welch eine Überraschung!) und sie doof findet. Dass Caym sich in Carolin verliebt, weiß man auch schon ab der ersten Seite und ist so gar nicht überrascht davon, dass sie ihm mehr oder weniger die kalte Schulter zeigt.
Naja, und, wie gesagt, das Ende lässt sich auch schon sofort erraten.
So fehlt es dem Buch natürlich gehörig an Spannung und der "Höhepunkt" am Schluss ist gar kein richtiger Höhepunkt, da alles superschnell vorbei ist, und kaum etwas passiert, sodass der Leser das Gefühl bekommt, die Autorin hätte keine Lust mehr gehabt, das Buch vernünftig zu Ende zu bringen.
Aber weil ich fair bin, muss ich sagen, dass es vereinzelt ganz kleine Passagen gab, die ein bisschen spannend waren, aber eben auch nur ein bisschen, weil die Geschichte ja ziemlich vorhersehbar ist.
Der Schreibstil allerdings war auch nicht so das Non-plus-ultra; die Sätze waren meistens recht kurz, was teilweise den Lesefluss stoppt, und der Sprachstil ist auch nicht soo besonders.

Fazit:

Ein vielversprechender Klappentext, jedoch keine wirklich ansprechende Geschichte.
Die Protagonistin ist nervig, der Plot vorhersehbar und das Buch besteht quasi aus Klischees, sodass "Cayms Pakt der Liebe" sehr schnell sehr langweilig wird.
Die vereinzelte, kleine Spannung ist zwar ein Pluspunkt, geht aber unter all den negativen Punkten so ziemlich unter.
Das Buch würde ich wirklich nur denen empfehlen, die auf Klischees stehen und gerne vorher schon einmal die letzte Seite lesen, weil sie wissen wollen, wie das Buch ausgeht. Das kann man sich hier nämlich ersparen.
1/5 Lesehasen.


Über die Autorin:

Melanie Limbertz lebt und arbeitet in Bonn. Ihre Zeit verbringt sie jedoch lieber in ländlicher Gegend mit ihren Freunden und ihren zwei Pferden. Sie schreibt am liebsten Fantasyromane mit einem Hauch Romantik.
Ihr erster Fantasyroman "Cayms Pakt der Liebe" erschien im Februar 2015 als Print und Ebook bei Amazon.
Zur Zeit arbeitet sie abends nach der Arbeit an einem weiteren Roman aus der Welt der Dämonen und Engel.
Quelle

Vielen lieben Dank an

Melanie Limbertz

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


GLG


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