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Donnerstag, 30. Juli 2015

[Buchrezension] Irrlichter: Das Licht zwischen den Welten - Pia Hepke

Bevor es zur Rezi kommt, noch mal etwas in eigener Sache: 
Ihr habt noch genau 7 Stunden Zeit für das Gewinnspiel!!! ;)


 
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"Irrlichter
Was sind eigentlich Irrlichter?
Sie bezeichnen ein Phänomen seltsamer Lichter, die zumeist im Moor oder auf Friedhöfen beobachtet werden. Doch was wäre, wenn sich hinter diesem Phänomen mehr verbirgt?
Was wäre, wenn diese Lichter in Wahrheit verstorbene Seelen sind? Wenn sie zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten mit ihrem Licht verhindern, dass verlorene Seelen aus dem Jenseits ins Diesseits wechseln?
Normalerweise bekommen die Menschen davon nichts mit. Nicole jedoch kommt hinter das Geheimnis, als sie eines Nachts dem Irrlicht Wrin in seiner menschlichen Gestalt auf dem Friedhof begegnet und gerät dadurch mitten hinein in den Kampf zwischen Licht und Schatten. "
Quelle

Samstag, 20. Juni 2015

[Buchrezension] Kuss der Wölfin - Katja Piel

Seiten: 716
Genre: Fantasy
Teil einer Reihe? Ist die ganze Kuss der Wölfin-Trilogie

ASIN: B00IYTFSAQ
ISBN: 978-1496062574
Preis: 
Kindle Edition: € 3,49
Taschenbuch: € 18,90
Verlag: Selfpublishing

Lieblingszitate:

So lange Zeit war ich nun schon hier, hatte die Menschheit dabei beobachtet, wie sie sich selbst im Weg stand, sich gegenseitig vernichtete, [...]. (Pos. 3303)
Wenn man bedachte, was Menschen einander antaten, nur weil jemand die falsche Hautfarbe hatte, dann wollte man auf ihre Toleranz Wandlern gegenüber nicht vertrauen. (Pos. 3305)
Dinge passieren. Und egal, wie sehr du versuchst, sie zu ändern, es wird früher oder später trotzdem so eintreten, wie es soll. (Pos. 4673)
Ich verstand nur Bahnhof, es hörte sich aber nach einem logischen Bahnhof an. (Pos. 6885)

Erster Satz:

Mein Name ist Anna Stubbe.

 Inhalt:

Mein Name ist Anna Stubbe. Ich bin 422 Jahre alt und eine Gestaltwandlerin. Werwolf, würdest Du vielleicht denken, wenn Du um meine wahre Natur wüsstest, aber Werwölfe sind anders, und ich hoffe für Dich, dass Du nie einen treffen wirst.
Ich will Dir meine Geschichte erzählen, vom Sommer 2012 an, als ich Samuel kennenlernte. Und auch aus den Jahren zuvor will ich Dir erzählen, damit Du begreifst:

Ich bin kein Monster
 Quelle


Sonntag, 31. Mai 2015

[Buchrezension] May Bee - Tomas Maidan

Seiten: 300
Genre: irgendwas zwischen Kriminalroman, humoristischer Roman und Fantasy
Teil einer Reihe? Ja, Teil 3 der Anoje-Trilogie,
lässt sich jedoch unabhängig voneinander lesen
ISBN: 978-3734782299
Preis: Taschenbuch: €9,99
Kindle Edition: €1,99
Verlag: Books on Demand

Lieblingszitat:

Schiff heißt rückwärts Fisch. Sieh es einfach mal so. Eine Frage der Perspektive! Das Schiff ist eine Illusion. Nur eine Schale. Ein Gefängnis für deinen Geist. Du musst aber die feinstoffliche Wirkung sehen." (Tuh zu May - Pos. 1317)

Erster Satz:

"So ein Wahnsinn", schrie May, "ein Kater darf doch nicht vorne auf die Straße raus!"

Inhalt:

Mays Leben ist verzwickt: Erst haut ihr Kater ab, dann rettet sie den falschen Mann - und zu allem Unglück arbeitet sie auch noch bei der Polizei von Kujai. Ein Paralleluniversum voller Hektik, Irrsinn, Korruption. Und sie bekommt die saure Gurke unter den klebrigen Fällen: Sie muss Konsul Bolaire finden - draußen auf Schloss Taubenschlag. Man sagt, dort würde eine Drogenbaronin ihre Pillen an die Bienen verfüttern. Mysteriös. May bricht mit ihrer Freundin Tuh auf, einer durchgeknallten Kioskbesitzerin, die mit der Laune einer rollenden Zitrone den Fall zum bunten Trip macht. Hinter Mauern aus Honig und zwischen magischen Pilzen entdecken die beiden Entsetzliches. MAY BEE ist Märchen, Krimi, Rock and Roll - und erzählt von der Magie des Ausreißens. In einer Welt voller Bullen machen May und Tuh die Fliege - und entdecken, dass man auch im Alleingang die Richtigen retten kann. Kafkaeskes Pop-Abenteuer mit schrägen Bienen.
Quelle

Aufmachung:

 Das Cover gefällt mir ganz gut, sieht irgendwie lustig aus mit der Biene. So gesehen passt es also auch zum Inhalt, der lustig sein soll.
Der Titel passt insofern, als dass es um May und um Bienen (deshalb Bee) geht. Allerdings ist es auch eine Anspielung auf das englische Wort für vielleicht maybe, da May ein recht unsicherer Charakter ist.

Meine Meinung:

Tja, also ich hatte mir von "May Bee" eine lustige Kriminalparodie mit mystischen Elementen (Was hat es mit den Bienen auf sich?) erhofft, wie es der Klappentext vermuten lässt, jedoch wurde ich ein wenig enttäuscht.
Ein Grund dafür ist, dass man als Leser irgendwie gar nicht weiß, in welches Genre man dieses Buch einordnen soll.
Ist es nun ein etwas anderer Kriminalroman? Ein humoristischer Roman? Wahrscheinlich eine Mischung aus so ziemlich allem, aber vermutlich doch eher so etwas wie eine Kriminalparodie, wie ich schon sagte, die jedoch mehr Parodie als Kriminal ist.
Für einen Kriminalroman fehlte es meiner Meinung nach gehörig an ermittlerischen Aspekten, denn alles, was May herausfindet, passiert dann doch eher durch Zufall oder auch mal aufgrund ihrer Tollpatschigkeit. Demnach häufen sich die Zufälle in "May Bee" wie in kaum einem anderen Buch.
May an sich ist allerdings nicht nur tollpatschig, sondern auch extrem naiv, was sie so nervig macht.
Sie weiß eigentlich kaum, wie sie den Fall lösen soll, hat aber auch nicht wirklich Mumm, sondern beschwert sich meistens nur darüber, wie unfähig ihre Kollegen sind (gut, die sind wirklich EXTREM unfähig, aber das hat der Leser beim ersten Mal auch schon bemerkt).
Naja, und weil May halt so naiv und tollpatschig - was an sich ja lustig sein könnte, hier aber doch etwas übertrieben wurde und in Kombination mit ihrer Naivität eher nervig wirkt - ist, wird der Leser nicht wirklich warm mit ihr.
Tja, und dann ist da noch das, was ich eben schon angeschnitten habe: Die anfangs fehlende Ermittlungsarbeit.
Man wird erst einmal sehr lang in Mays Leben eingeführt und es dauert eine ganze Weile, bis man herausfindet, was denn jetzt nun der Fall ist, und ob sie daran arbeiten wird und so weiter. Und als es dann endlich so weit ist, ermittelt May nicht wirklich, sondern stolpert, wie schon gesagt, nur über ihre Hinweise.
Auch an Spannung fehlt es "May Bee"; zwar ist es hin und wieder schon interessant, aber wirklich der Knaller ist das Buch hier nicht. 
Enttäuschend finde ich hier ebenso, dass vieles ungeklärt bleibt, und das Buch dann so im Nachhinein immer noch merkwürdig wirkt und vieles keinen Sinn ergibt.
Und wie ebenfalls schon erwähnt, soll das Buch wohl lustig sein, allerdings wirkt der Humor meistens nur aufgesetzt, einzig Tusnelda oder Tuh hat es mir angetan.
Die ein bisschen verrückte Pyromanin war dann doch für den einen oder anderen Lacher bei mir verantwortlich und wahrscheinlich wäre das Buch um einiges besser gewesen, wenn sie die Protagonistin gewesen wäre.
Dass das Buch bereits der letzte Teil der Trilogie ist, habe ich allerdings auch erst gemerkt, als ich das gelesen habe. Es lässt sich also ziemlich unabhängig von den anderen Bänden lesen, wobei man dann doch vielleicht einige Startschwierigkeiten hat, da die Geschichte in der Fantasiewelt "Kujai" spielt, in der so einiges anders ist als in der realen Welt.

Fazit:

Ein vielversprechender Klappentext, der auf ein lustiges Buch hoffen lässt. Leider trifft es der Humor nicht so ganz und durch einige offene Fragen am Ende wirkt die Geschichte ein bisschen seltsam.
Die Protagonistin ist sehr nervig, wohingegen ihre Freundin Tuh sich beim Leser beliebt machen kann.
Trotz einigen kleinen Stellen, an denen es mal ein bisschen spannend wird, lässt das Buch in diesem Punkt doch eher zu wünschen übrig.
2,5/5 Lesehasen.


Weitere Teile:

1.: Im Kessel
2.: Taubenschlag

Über den Autor:

Tomas Maidan beschäftigte sich den größten Teil seines Lebens mit der Gestaltung von Bühnenlicht. Licht und Schatten, elektrische Blitze auf der Bühne und menschliche Dramen in den Kantinen bilden seine künstlerische Heimat. An seinem 40. Geburtstag wandte er sich dem Schreiben zu und zog nach Bremen. Tomas Maidan interessiert sich für die Frage, wer William Shakespeare war, woher die dunklen Träume stammen, und warum Frauen so attraktiv erscheinen, wenn sie sich nicht alles gefallen lassen.


Vielen lieben Dank an

Tomas Maidan

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


GLG

[Buchrezension] Cayms Pakt der Liebe - Melanie Limbertz

Seiten: 284
Genre: Fantasy
Teil einer Reihe? Ja, Teil 1 der Chroniken der Gefallenen
ISBN: 9781506137339
Preis: Taschenbuch: €9,95
Kindle Version: €2,99
Verlag: Selfpublished

Erster Satz:

Der Boden knirschte unter den Hufen seines Rosses.

Inhalt:

Carolin greift, aus Verzweiflung und Trauer um ihre verstorbene Großmutter zu einem Buch aus ihrer Sammlung. Obwohl sie nicht an Hokuspokus glaubt, probiert sie einen der Zaubersprüche aus. Nicht wissend, auf was sie sich eigentlich einlässt, beschwört sie einen todbringenden Dämon, der ihr Blut in Wallungen bringt und ihre Gefühlswelt ins Chaos stürzt.

Caym, verraten von der Frau seines Herzens, ist für ewig dazu verbannt den Menschen zu dienen. Einzig die wahre Liebe kann die Bestrafung aufheben. Den Glauben daran hat er vor langer Zeit verloren. Aber Carolin weckt in ihm Gefühle, die er längst vergessen glaubte. Leider will sie das Herz eines anderen für sich gewinnen und Caym muss eine Entscheidung fällen. Sie gehen lassen oder um ihr Herz kämpfen? Quelle

Aufmachung:

Mir gefallen die Farben des Buches, allerdings habe ich mir Carolin gar nicht so vorgestellt wie die Frau auf dem Cover.
Auch das Format ist ungewöhnlich, was aber weiter nicht stört, anders als der Zeilenabstand im Text. Der ist so groß wie die Schrift selber, sodass das Buch irgendwie nicht wie eine Geschichte sondern eher wie ein Drehbuch oder so wirkt.
Dieser große Zeilenabstand hat mich beim Lesen eher behindert.
Der Titel passt zwar zur Geschichte, allerdings finde ich ihn irgendwie schnöde und auch recht einfallslos.

Meine Meinung:

Also, eigentlich habe ich mich auf das Buch gefreut, da es ja doch schon recht vielversprechend klingt. Umso enttäuschter war ich dann, als ich angefangen habe zu lesen...
Der größte Minuspunkt geht dabei an die Protagonistin Carolin, mit der ich mich gar nicht anfreunden konnte. Sie will stark und selbstbewusst wirken, ist aber gar nichts davon. Sie hat ständig nur gejammert und gesagt, was sie gerne hätte, aber was dagegen unternommen hat sie nicht. Das lässt sie ziemlich schwach aussehen und nervt den Leser natürlich.
Auch wirkt die Handlung ziemlich aufgesetzt und nicht nachvollziehbar beziehungsweise unrealistisch. So findet die Protagonistin das Zauberbuch, probiert nach einigem Hin und Her (was auch sehr unglaubwürdig beschrieben ist, so als würde sie sich gar nicht wirklich gegen die Existenz von Magie wehren, was man ja normalerweise erwarten würde) den Zauber aus und ist dann auch wenig überrascht, als er tatsächlich passiert.
Zwar bin ich kein Freund von unnötigen Lückenfüllern, allerdings hätte ich mir hier gewünscht, dass die Autorin das ein wenig mehr ausschmückt und die Protagonistin vielleicht etwas skeptischer gegenüber der Magie gestaltet, da man ja nicht jeden Tag einem Zauberbuch, das auch noch funktioniert, begegnet. Damit will ich nicht sagen, dass Carolin das alles sofort akzeptiert so wie es ist, aber der Protest, den sie aufbringt, wirkt irgendwie nicht aufrichtig und zu aufgesetzt.
Des Weiteren hat mich sehr gestört, dass die gesamte Geschichte so vorhersehbar ist. "Cayms Pakt der Liebe" ist ziemlich klischeereich, sodass ich natürlich genau wusste, was als nächstes passiert. Selbst, wie das Buch ausgeht wusste ich schon nach den ersten paar Kapiteln.
So finde ich persönlich es schon ziemlich "ausgelutscht", dass Carolin in ihren Chef verliebt ist, der in Wahrheit gar nicht so toll ist, wie sie glaubt (welch eine Überraschung!) und sie doof findet. Dass Caym sich in Carolin verliebt, weiß man auch schon ab der ersten Seite und ist so gar nicht überrascht davon, dass sie ihm mehr oder weniger die kalte Schulter zeigt.
Naja, und, wie gesagt, das Ende lässt sich auch schon sofort erraten.
So fehlt es dem Buch natürlich gehörig an Spannung und der "Höhepunkt" am Schluss ist gar kein richtiger Höhepunkt, da alles superschnell vorbei ist, und kaum etwas passiert, sodass der Leser das Gefühl bekommt, die Autorin hätte keine Lust mehr gehabt, das Buch vernünftig zu Ende zu bringen.
Aber weil ich fair bin, muss ich sagen, dass es vereinzelt ganz kleine Passagen gab, die ein bisschen spannend waren, aber eben auch nur ein bisschen, weil die Geschichte ja ziemlich vorhersehbar ist.
Der Schreibstil allerdings war auch nicht so das Non-plus-ultra; die Sätze waren meistens recht kurz, was teilweise den Lesefluss stoppt, und der Sprachstil ist auch nicht soo besonders.

Fazit:

Ein vielversprechender Klappentext, jedoch keine wirklich ansprechende Geschichte.
Die Protagonistin ist nervig, der Plot vorhersehbar und das Buch besteht quasi aus Klischees, sodass "Cayms Pakt der Liebe" sehr schnell sehr langweilig wird.
Die vereinzelte, kleine Spannung ist zwar ein Pluspunkt, geht aber unter all den negativen Punkten so ziemlich unter.
Das Buch würde ich wirklich nur denen empfehlen, die auf Klischees stehen und gerne vorher schon einmal die letzte Seite lesen, weil sie wissen wollen, wie das Buch ausgeht. Das kann man sich hier nämlich ersparen.
1/5 Lesehasen.


Über die Autorin:

Melanie Limbertz lebt und arbeitet in Bonn. Ihre Zeit verbringt sie jedoch lieber in ländlicher Gegend mit ihren Freunden und ihren zwei Pferden. Sie schreibt am liebsten Fantasyromane mit einem Hauch Romantik.
Ihr erster Fantasyroman "Cayms Pakt der Liebe" erschien im Februar 2015 als Print und Ebook bei Amazon.
Zur Zeit arbeitet sie abends nach der Arbeit an einem weiteren Roman aus der Welt der Dämonen und Engel.
Quelle

Vielen lieben Dank an

Melanie Limbertz

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


GLG


Montag, 7. Juli 2014

[Buchrezension] Wanderer durch die Zeiten - Anja Buchmann

Seiten: 197
Genre: Fantasy
Teil einer Reihe? Nein.
ISBN: 9783847683568
Preis: € 2,99

Erster Satz:

"Gideon, komm essen."

Lieblingszitat:

Die Bosheit der Menschen war unendlich, dessen war Alexander sich sicher. (Pos. 1820 auf Kindle Fire)

 Inhalt:

Wünscht sich nicht jeder bisweilen, in der Zeit zurückzureisen und vergangenes Unrecht ungeschehen zu machen? Doch was, wenn Zeitreise einander bekämpfen und die Welt dabei in den Abgrund reißen?

Die Bruderschaft aller Zeitenwanderer sieht sich erstmals mit einer weiblichen Zeitreisenden konfrontiert, der Studentin Marie, die im Berlin der Gegenwart lebt. Viel Zeit bleibt ihr nicht, sich mit ihrer Gabe vertraut zu machen, denn schon findet sie sich in einem Kampf um die Zukunft der Welt wieder. Welche Opfer ist sie bereit, für die Menschheit zu bringen?

Buchgestaltung:

Auf dem Cover sieht man im Hintergrund eine Sanduhr, was ja zum Thema Zeit ganz gut passt. 
Trotzdem gefällt mir das Cover eher nicht... :/
Der Titel passt auch, wobei ich finde, dass Wanderer durch die Zeiten recht einfallslos ist. ;)

Meine Meinung:

Zuerst habe ich mich sehr schwer getan dieses Buch zu lesen.
Zum Einen ist die Sprache recht ungewöhnlich; die Protagonisten drücken sich alle sehr gestelzt aus, was besonders bei Marie, die ja im gegenwärtigen Berlin lebt, extrem unnatürlich und gezwungen rüberkommt.
Das nervt am Anfang ziemlich, weil das erstmal gar nicht passt. Liest man etwas länger in dem Buch (und zwischendurch auch keine anderen Bücher), gewöhnt man sich jedoch an diesen Schreibstil.
Zum Anderen - und das finde ich weitaus schlimmer - sind die vielen Rechtschreib- oder Ausdrucksfehler. Wären diese nur vereinzelt, könnte der Leser vielleicht darüber hinweg sehen, aber in Wanderer durch die Zeiten kommen die Fehler extrem gehäuft vor. Manchmal führte das sogar dazu, dass ich gar nicht so richtig verstanden habe, was eigentlich gemeint ist, wie hier:
Aber wie kommst du auf drei Ziel vor China." (Pos. 2188)
 Ich weiß immer noch nicht wirklich, was das heißen soll. Vielleicht haben sich früher ja auch ein paar Menschen so ausgedrückt, und ich hab davon nur noch nie gehört...
Naja, und solche Sachen kommen in dem Buch halt viel zu häufig vor, und ich glaube, ihr könnt nachvollziehen, dass mich das ziemlich gestört hat. ;)
Was mir hingegen gut gefallen hat, war die Idee, die hinter dem Buch steckt.
Das Zeitenwandern, die Bruderschaft und alles, was dazu gehört, scheint am Anfang vielleicht ein wenig unlogisch und auf jeden Fall sehr verwirrend, mit der Zeit wird aber immer mehr erklärt und dann erscheint es auch sinnvoller.
Dabei weiß man selten mehr als die beiden Protagonisten Marie und James, und wenn dem doch so ist, erhöht das nur noch weiter die Spannung, genommen wird sie dadurch nicht.
Die Spannung ist am Anfang ebenfalls eher weniger vorhanden, gegen Ende aber dafür umso mehr, wobei ich sagen muss, dass ich dann auch recht schnell wusste, wie das Buch ausgeht. Generell konnte ich schnell erraten, was als nächstes passiert.
Die Protagonisten waren jetzt auch nicht gerade so meine Lieblinge. Marie ist ein richtiger Moralapostel, was man besonders am Ende merkt, und James ist zwar ganz lieb und so, aber irgendwie langweilig. Beide Figuren und auch die Nebenfiguren sind eher oberflächlich gehalten, weshalb man als Leser keine richtige Beziehung zu ihnen aufbauen kann.
Die einzige Figur, die ich interessant fand, ist Gideon. Wieso, sag ich euch allerdings nicht! ;P (Spoiler...)
Trotzdem hat es - zum Schluss - Spaß gemacht, Wanderer durch die Zeiten zu lesen, was wohl hauptsächlich an der Idee der Autorin und an Gideon liegt.

Fazit:

Die Idee, die hinter dem Buch steckt und Gideon sind wirklich interessant und zum Ende hin macht es auch Spaß, das Buch zu lesen.
Trotzdem gebe ich Wanderer durch die Zeiten nur 3/5 Lesehasen, da der Anfang zu schlecht ist, das Buch viel zu viele Fehler enthält, als dass man über sie hinwegsehen könnte und der Leser einfach zu leicht den Ablauf erraten kann.


Vielen lieben Dank an

Anja Buchmann

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


GLG ;***