Mittwoch, 30. April 2014

[Neuzugänge #20] Rezensionsexemplar + Ich brauche eure Hilfe!

Hallu! ^^

Heute ist bei mir wieder Buchpost eingetrudelt, diesmal aus dem Dressler-Verlag!
Es ist der 2. Teil der Für immer-Trilogie von Cynthia J. Omololu, auf den ich mich schon lange freue! :)


""Das Faszinierende als Akhet ist, dass man sich an alles erinnert. Das Schlimme ist, das man nichts vergessen kann."

Seit die sechzehnjährige Cole weiß, dass sie einMensch ist, der sich an seine früheren Leben erinnert, hat sich einfach alles verändert. Sie ist zum ersten Mal in diesem Leben verliebt. Griffon macht sie überglücklichund sie möchte nie wieder ohne ihn sein. Doch dann drängt sich Drew in Coles Leben, und plötzlich weiß sie nur noch eines - nämlich, dass sie nichts mehr weiß! Sie liebt Griffon doch, oder? Warum bloß übt Drew dann so eine Anziehung auf sie aus? Ist es vielleicht ihr Schicksal, mit ihm in die Zukunft zu gehen?"

Hach, ich freu mich schon, tralalaaa! :D

Ich muss euch jetzt aber noch mit ´nem Problem von mir nerven:
Wir müssen bis Mittwoch unsere Kurse in der EF wählen, und eigentlich weiß ich schon ganz gut, was ich will. Allerdings hab ich insgesamt 38 Wochenstunden, obwohl wir maximal 36 sollen. Ich muss mich also von einem Kurs trennen, und da stehen Chemie und Französisch ab EF zur Auswahl.
Mein Problem: Ich kann mich nicht entscheiden! :O
Deshalb frage ich euch: Was würdet ihr mir raten?
Zur Info: Ich kann eigentlich recht gut mit Sprachen umgehen, und ich denke, dass ich durch die 4 Jahre Latein auch einen kleinen Vorteil hätte, da viele Vokabeln ja daher kommen. Aber meine Mutter meint, ich könnte evtl. Probleme damit bekommen, da Französisch eine lebendige Sprache ist, und ich es nicht so mit reden und so hab.
Bei Chemie ist jedoch das Problem, dass da mein Verständnis sehr stark vom Lehrer abhängt, und die Wahrscheinlichkeit, dass ich dann eine Lehrerin bekommen könnte, die eher nicht so mein Fall ist, ist da. Wenn ich das jedoch verstehe, dann macht mir das ziemlich viel Spaß. Und Sprachen mag ich auch total.
Ich möchte vielleicht Psychologie studieren oder später in der Kriminalistik arbeiten, wo Chemie natürlich vorteilhaft wäre (dazu muss ich sagen, dass ich Bio auf jeden Fall wähle).

Ich würde mich total freuen, wenn ihr mir dazu eure Meinung sagt! ;)

GLG ;***

Samstag, 26. April 2014

[Buchrezension] Lady Gaga: Die Biografie - Maureen Callahan

Originaltitel: Poker Face: The Rise and Rise of Lady Gaga
Seiten: 279
Genre: Biografie
Teil einer Reihe? Nein.
ISBN: 9783453640474
Preis: € 8,99
Verlag: Heyne

Erster Satz:

Alles läuft schief.

Klappentext/Buchrückseite:

"Baby, there´s no other superstar"

Lady Gaga alias Stefani Joanne Angelina Germanotta ist ein Phänomen: Schon als Kind sang sie die Hits von Michael Jackson und Cyndi Lauper nach und hatte mit vierzehn ihre ersten Auftritte. 2008 gelang ihr mit Just Dance der fulminante Durchbruch. Zahlreiche Nummer-eins-Hits folgten. Aufsehenerregende Outfits und spektakuläre Bühnenshows machten sie zur Queen of Pop.
Maureen Callahan, New Yorker Musikjournalistin, hat Lady Gagas Karriere von Anfang an verfolgt - hautnah enthüllt sie den Menschen hinter dem Superstar.

Buchgestaltung:

Naja, man sieht Lady Gaga auf der oberen Bildhälfte vor vielen Scheinwerfern.
Das passt zum Inhalt, genau wie der Titel, wobei ich den Originaltitel passender finde. ;)

Meine Meinung:
Originalcover

Das ist die erste Biografie, die ich gelesen habe, und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht!
Eigentlich dachte ich immer, Biografien wären langweilig, nur Daten und so, aber so ist das gar nicht.
Callahan hat einen wunderbaren Schreibstil, der das Lesen einfach und flüssig macht.
Außerdem schafft sie es, dass der Leser sich richtig in die Entstehungsgeschichte von Lady Gaga reinversetzt. Die Autorin stellt die Sachverhalte nämlich recht bildlich dar, es sind also nicht alles nur langweilige Daten, sondern eine ganze Geschichte.
Man erfährt, was es mit dem "Mythos" Lady Gaga auf sich hat, ihre Versuche und ihren Weg, ein Popstar zu werden, und schließlich die Ausmaße des Erfolges, den sie erreicht hat.
Dafür, dass ich gedacht habe, Biografien, seien langweilig, war es doch ganz schön spannend, wobei man hier natürlich nicht sagen kann, dass sich die Spannung im Laufe der Handlung steigert und es am Ende einen Höhepunkt gibt, wie bei Romanen. Hier ist es so, dass es immer mal wieder kleine Steigerungen kam, was allerdings nicht seine Wirkung verfehlt! ;)
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, nicht nur, weil ich ein ziemlich großer Fan bin (Little Monster, höhö ;P), sondern auch, weil ich manche Sachen noch gar nicht über sie wusste. Klar, das meiste kannte ich schon, aber trotzdem hab ich Neues erfahren. 
Jetzt weiß ich also noch mehr! ^^

Fazit:

Die Gaga-Biografie von Callahan ist also nicht nur informativ, sondern auch spannend dabei.
Auch wenn man meint, schon viel über Gaga zu wissen, ist hier dennoch die ein oder andere neue Info zu finden. 
Das heißt: Ein Muss für jedes Little Monster! ;)
5/5 Lesehasen.


Über die Autorin:

(c) Dorothy Hong
Maureen Callahan ist eine renommierte New Yorker Musikjournalistin. Sie schreibt u. a. für die New York Post und begleitet das Phänomen Lady Gaga schon seit Jahren. 2009 war sie für ihre journalistische Arbeit für den Pulitzer Preis nominiert. 
Maureen Callahan lebt in New York.


Naja, die längste Rezi ist das jetzt ja nicht... xD
Was denkt ihr eigentlich über Lady Gaga? Oder über die Biografie? Schreibt mir doch eure Meinung in die Kommentare! ;)

GLG ;***

[Buchrezension] Silber: Das erste Buch der Träume - Kerstin Gier

Seiten: 411
Genre: Fantasy
Teil einer Reihe? Ja, Teil 1 der Silber-Trilogie
ISBN: 9783841421050
Preis: € 18,99
Verlag: Fischer FJB

Erster Satz:

Der Hund schnüffelte an meinem Koffer.

Lieblingszitate:

Florence hatte mir besser gefallen, als sie die Contenance verloren hatte. (S. 184)
"Zuhause ist da, wo deine Bücher sind" (Livs Mutter, S. 280)

Klappentext/Buchrückseite:

Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil ... Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. 
Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet. Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich - und noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht - ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat - wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen...

Buchgestaltung:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Man sieht zuerst das große weiße Auge, das einem auf dem schwarzen Hintergrund anstarrt. Weiter auffällig sind die Eidechsen und die Tür unter dem Auge.
All das passt meiner Meinung nach zum Inhalt: Spoiler Liv wird vermutlich von irgendetwas beobachtet, was einem aber erst später auffällt.Damit hat das Auge auf dem Cover die größte Bedeutung.
Außerdem hat ihre Traumtür einen Eidechsenknauf.
Der Titel passt - Liv heißt mit Nachnamen Silber und das Buch handelt von Träumen -, ist aber meiner Meinung nach nicht sonderlich einfallsreich, zumal der vom zweiten Teil sich hiervon nur dadurch unterscheidet, dass das das zweite Buch der Träume ist.

Meine Meinung:

Ich bin immer noch total begeistert!
Am besten gefällt mir ja Giers Schreibstil. Der ist so schön erfrischend! :D 
Sie schreibt mehr oder weniger umgangssprachlich, wodurch das Lesen natürlich erheblich erleichtert wird. Auch baut sie an den passenden Stellen immer wieder ein wenig Sarkasmus ein, was den Leser oft zum Lachen bringt. Das alles wirkt nie aufgesetzt, im Gegenteil: Es wirkt sogar noch authentischer, als wenn sie jetzt weniger umgangssprachlich oder sarkastisch schreibt.
Durch den speziellen Schreibstil erreicht die Autorin jedoch nicht nur, dass der Leser viel Spaß beim Lesen hat, auch die Personen werden sympathischer, als sie es von vornherein schon sind.
Liv ist sehr authentisch, weshalb man sich gut mit ihr identifizieren kann. Ihre Gedankengänge und Gefühle erscheinen sehr logisch.
Am liebsten hatte ich jedoch ihre kleine Schwester Mia, da sie kein Blatt vor den Mund nimmt, und gerade heraus sagt, was sie denkt. Auch sie beherrscht den Sarkasmus hervorragend, meistens sogar noch besser als Liv, und schlagfertig ist sie auch. Als sie darüber reden, dass Lottie, das Kindermädchen, mittlerweile schon 31 und damit als sei, fragt ihre Mutter darauf, was sie denn dann sei. Ohne zu zögern sagt Mia: "Uralt" (S. 106).
Man hat mit ihr also viel Spaß.
Das ist jedoch nicht der einzige Grund, warum mir Silber so gut gefallen hat. 
Die Geschichte ist vereinzelt immer mal wieder spannend, besonders, wenn Liv träumt, aber am Ende wird das alles natürlich noch übertroffen. Das Buch ist mit der richtigen Menge Spannung gewürzt und ganz zum Schluss sorgt ein Cliffhanger noch dafür, dass man den zweiten Teil kaum noch erwarten kann.
Des Weiteren hat die Autorin es geschafft, dass man nichts so leicht herausfindet, und so auch nicht vorausschauen kann, am Ende sind sogar mehrere Wendungen, die man überhaupt nicht erwartet hat.

Fazit:

Insgesamt ist das Buch also ein sehr erfrischender Fantasy-Roman, der aber auch durch genügend Spannung überzeugt.
Mir hat Silber - Das erste Buch der Träume wirklich gut gefallen, und jeder, der Fantasy mag, oder auch nicht (also eigentlich jeder) sollte es gelesen haben! ;)
5/5 Lesehasen.


Weitere Teile:

2.: Silber - Das zweite Buch der Träume - erscheint voraussichtlich am 26.06.2014 (Leseprobe)

Über die Autorin:

(c) privat
Kerstin Gier, Jahrgang 1966, hat als mehr oder weniger arbeitslose Diplompädagogin 1995 ihr erstes Buch veröffentlicht. Mit riesigem Erfolg: Ihre Romane wie die Müttermafia oder Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner sind längst Kult und auf allen Bestseller-Listen zu finden, genauso wie Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün, die auch international zu Bestsellern wurden. Im März 2013 kam mit Rubinrot bereits die zweite Verfilmung eines ihrer Bücher mit Starbesetzung in die Kinos. Silber ist ihre neue phantastische Trilogie. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln.


Buchtrailer:


Weitere Infos:

Den Tittle-Tattle-Blog, der im Buch mehrmals zu lesen ist (auf den ich mich übrigens auch immer gefreut hab :D), gibt es wirklich! ^^
Hier schreibt Secrecy auch weiter Dinge über die Frognal Academy (die es allerdings nicht gibt) und deren Schüler, ist ganz lustig. ^^
Habt ihr eigentlich schon eine Idee, wer Secrecy sein könnte?

GLG ;***

PS: Was meint ihr, schaffen wir in der nächsten Woche die 30.000 Seitenaufrufe? :D

Donnerstag, 24. April 2014

Neuzugänge #19

Hey! :)

Gestern war ja der Welttag des Buches. Und dann ist mir eingefallen, dass ich ja bei der Aktion Blogger schenken Lesefreude mitmachen wollte. Aber dieser Einfall kam dann ja doch etwas zu spät... Naja, nächstes Jahr! ;)

Also, jetzt mal zum Thema:
Vor ein paar Tagen (am Wochenende oder so, das weiß ich nicht mehr...) hat Mama mir bei Weltbild Teil 1 und 2 von Die Bestimmung bestellt, und heute sind die beiden Bücher angekommen (und noch die Deluxe-Version von Artpop, die um 10 € runtergesetzt war, die aber noch nicht da ist).
Tadaa:



""Beatrice", wispert Tori, "du darfst unter keinen Umständen mit jemandem darüber sprechen. Niemals. Egal, was passiert. Eine Unbestimmte zu sein, ist äußerst gefährlich, verstehst du?"

Fünf Fraktionen, fünf verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice sich entscheiden muss, als sie sechzehn wird. Sie weiß: Es ist die wichtigste Wahl ihres Lebens, denn sie entscheidet über ihre Familie, ihre Freunde, ihre Feinde.
Doch der Test, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. 
Sie ist eine Unbestimmte. Die aber gelten in der Welt, in der sie lebt, als hoch gefährlich..."


Und ich werde mit dem 1. Teil sofort anfangen, da ich ja auch den Film sehen möchte! ^^

Was denkt ihr?

GLG ;***

PS: Morgen bekommt ihr wahrscheinlich die Rezi zu Silber und zur Lady GaGa-Biografie ;)

Montag, 21. April 2014

[Buchrezension] Berlin Requiem - Peter Huth

Seiten: 336
Genre: Thriller, Science-Fiction
Teil einer Reihe? Nein.
ISBN: 9783453676664
Preis: € 12,99
Verlag: Heyne

Erster Satz:

Das Wasser war schwarz vor lauter Ölschlieren.

Klappentext/Buchrückseite:

Der Tag, an dem das Ende beginnt ...

Berlin im Oktober: Eine rätselhafte Krankheit ist ausgebrochen. Die Infizierten fallen in ein Koma und erwachen dann wieder - regiert vom rasenden Instinkt zu töten. 
Die Bevölkerung ist verunsichert: Angeblich sind nur Menschen mit Migrationshintergrund betroffen. Kreuzberg und Neukölln gelten als kontaminiert, der Senat errichtet eine Mauer um das betroffene Gebiet.
In diesen dunklen Stunden erhält der Journalist Robert Truhs einen politisch hochbrisanten Hinweis, der die noch bestehende Ordnung endgültig kippen könnte...

Buchgestaltung:

Man sieht einen Teil von Berlin - Mitte und den Fernsehturm. 
Überall an den Häusern ist Rot, es sieht aus wie Blut. Die Stadt bedeckt ein grauer Himmel, darüber noch mehr Rot - noch mehr Blut. Erst über dem Blut ist es blau - das Blut trennt die Stadt also von allem Schönen und macht es sozusagen zu einer Horrorstadt.
Das Cover verbreitet eine sehr triste, traurige aber auch schaurige Stimmung, was den Inhalt wiederspiegelt.
Es passt also ganz gut zum Inhalt.
Der Titel passt insofern auch, da der Begriff Requiem die heilige Totenmesse bzw. die Komposition dafür beschreibt. Es ist also quasi das Lied der Toten in Berlin, um die es hier geht.

Meine Meinung:

Ich glaube, die nächsten Bücher, die ich lese, sind fröhliche, bunte Kinderbücher... o.o
Denn auch wenn ich normalerweise Thriller liebe, bin ich jetzt so ziemlich aus der Bahn geworfen. Vielleicht liegt es daran, dass die Geschichte, die Huth erzählt, gar nicht einmal so realitätsfremd ist... Aber von Anfang an:
Es fängt an mit einem Prolog, in dem zwei kleine Jungs ein Spiel spielen, gefolgt von einem Wikipedia-Eintrag über den Tod. Man weiß zwar nach kurzer Zeit schon, was es mit dem Wikipedia-Eintrag auf sich hat, aber über die Bedeutung der Jungs wird man erst nach ca. 250 Seiten, also schon fast am Ende, aufgeklärt. 
Und das ist eine Sache, die mir an dem Buch sehr gut gefallen hat: Man bekommt Tatsachen und Geschehen vorgeworfen, weiß aber nichts damit anzufangen. Da man ja logischerweise wissen will, was es damit auf sich hat, liest man weiter. Diese Taktik hat Huth oft benutzt, z.B., was mit Robert, Christian und Sarah in Warschau passiert ist, oder sogar die genaue Erklärung des "Lazarus-Virus".
Aber nicht nur deshalb klebt man am Buch. Es ist von vorne bis hinten spannend, wobei man allerspätestens auf den letzten 100 Seiten gar nicht mehr aufhören kann, da sich die Lage enorm zuspitzt. 
Zwar weiß man schon, wie und was passieren wird, aber irgendwie hat man doch keine Ahnung, wie es ausgeht. Und jetzt komme ich zu dem Punkt, weshalb Berlin Requiem meiner Meinung nach einfach nur genial ist:
Es zeigt sehr gut, wie einfach sich die Menschen manipulieren lassen, einfach nur dadurch, dass man ihnen das erzählt, was sie hören wollen. Olaf Sentheim ist in der Geschichte zuerst nur eine Person, die ein "Skandal-Buch" verfasst hat. Jedoch weil alle Angst vor der Krankheit haben, und jeder glaubt, es befalle nur Menschen mit Migrationshintergrund, werden sie schnell zu seinen Anhängern, da er das laut ausspricht, was sie alle denken, aber sich nicht trauen es zu sagen, nämlich, dass das "Türken-Gen" dafür verantwortlich sei. So wird er prompt zum Innensenator, obwohl er vorher ja noch verpönt war. 
Huth macht also deutlich, wie leicht die Menschen zu manipulieren sind, wenn sie sich vor etwas fürchten, wenn da nur jemand ist, der ausspricht, was alle denken. 
Außerdem zeigt das Buch, dass es nur einen einzigen, kleinen Tropfen - in dem Falle der Virus - benötigt, bis es das Fass zum Überlaufen bringt und wir wieder knapp 80 Jahre zurückversetzt werden.
Nur ist es heute nicht die hohe Arbeitslosigkeit, sondern auch die zunehmende Ausländerfeindlichkeit, die unter der Oberfläche brodelt. Sobald so etwas wie der "Lazarus-Virus" - also der letzte, kleine Tropfen - käme, ist auch in der Realität der nächste Krieg nicht weit. 
Das ist also das Erschreckende an Berlin Reqiuem: Die Tatsache, dass deutlich wird, wie nah Deutschland an einer Katastrophe ist. 
Abgerundet wird das Buch noch durch einen Schreibstil, der einen quasi durch das Buch fliegen lässt, und authentische Personen.

Fazit:

Eine Geschichte, die gar nicht mal so fern von der Realität ist und definitiv zum Nachdenken anregt.
Vielleicht gerade weil Berlin Requiem so realitsnah und deshalb auch so erschreckend ist - mal abgesehen von den Zombies - ist das Buch möglicherweise nichts für diejenigen, die eher zarter besaitet sind (oder für 14-jährige Mädchen, die sonst Thriller verschlingen, nach dem Buch aber zurück in eine Welt voller Einhörner und Regenbögen wollen). ;)
Weil es mir aber trotzdem gut gefallen hat, bekommt es 5/5 Lesehasen


Über den Autor:

(c) Ufuk Ucta
Peter Huth, geboren 1969 in Kleve/Niederrhein, arbeitete als Reporter in Köln und Berlin. Ab 2003 hielt er sich für längere Zeit in Marrakesch auf. Er schrieb mehrere Romane und Sachbücher, seit 2008 ist Huth Chefredakteur der BZ. Seine Leidenschaft für Musik lebt er als Teilhaber des Progressive-Rock-Labels Giant Electric Pea sowie als Tourmanager für die irische Band IQ aus. Huth lebt mit Ehefrau, Tochter und Hund in Berlin.


Buchtrailer:




Vielen Dank an

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


GLG ;***