Donnerstag, 30. Juli 2015

[Buchrezension] Irrlichter: Das Licht zwischen den Welten - Pia Hepke

Bevor es zur Rezi kommt, noch mal etwas in eigener Sache: 
Ihr habt noch genau 7 Stunden Zeit für das Gewinnspiel!!! ;)


 
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"Irrlichter
Was sind eigentlich Irrlichter?
Sie bezeichnen ein Phänomen seltsamer Lichter, die zumeist im Moor oder auf Friedhöfen beobachtet werden. Doch was wäre, wenn sich hinter diesem Phänomen mehr verbirgt?
Was wäre, wenn diese Lichter in Wahrheit verstorbene Seelen sind? Wenn sie zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten mit ihrem Licht verhindern, dass verlorene Seelen aus dem Jenseits ins Diesseits wechseln?
Normalerweise bekommen die Menschen davon nichts mit. Nicole jedoch kommt hinter das Geheimnis, als sie eines Nachts dem Irrlicht Wrin in seiner menschlichen Gestalt auf dem Friedhof begegnet und gerät dadurch mitten hinein in den Kampf zwischen Licht und Schatten. "
Quelle





"Nicole schaute sich in dem dämmrigen Licht um."
 



Ich finde das Cover einfach sooo wunderschön!!!*_*
Also, generell finde ich dunkelblaue Cover ja hübsch, aber hier finde ich es besonders toll, wie durch die einzelnen helleren Highlight die Irrlichter quasi simuliert werden. Dadurch, dass das Cover so "leuchtet", wirkt das alles sehr mystisch und zauberhaft.
Der Titel passt gut, auch wenn ich den jetzt nicht besonders einfallsreich finde, aber er ist gut.
Die Kapitel sind alle mittellang.



Bereits auf der ersten Seite beginnt die Geschichte. Somit hat man einen schnellen Einstieg, was angesichts der geringen Seitenanzahl des Buches auch gut so ist.
Was mir dann jedoch recht schnell aufgefallen ist, sind die vielen sehr kurzen Sätze, die, einmal aufgefallen, den Lesefluss ja doch ein wenig stören, wobei ich hier dann auch sagen würde, dass das etwas nebensächlicher ist.
Was allerdings weniger nebensächlich ist, ist, dass ich mir relativ oft bewusst war, dass ich nur ein Buch lese. Wenn man liest, dann, um in fremde Welten abzutauchen, um also die Realität für einen Moment zu vergessen. Man möchte sich fühlen, als wäre man der Protagonist, und als wäre die fiktive Welt die Welt, in der man wirklich lebt.
Hier war das leider nicht immer der Fall. Wie gesagt, war mir oft bewusst, dass das alles nur Fiktion ist; ich habe mich also nicht durchgehend so gefühlt, als wäre ich Nicole und würde die Irrlichter kennenlernen.
Dies liegt zum einen daran, dass die Gedankengänge der Protagonistin und auch die Gespräche zwischen ihr und Wrin meiner Meinung nach zu stark gewollt sind. Es wirkt oft nicht natürlich, sondern fingiert. Das kann allerdings auch auf die vielen kurzen Sätze zurückzuführen sein, wobei ich den Zusammenhang da eher nicht so stark sehe. Ich habe schon viele Bücher gelesen, in denen die Sätze kurz waren, die Geschichte jedoch trotzdem realistisch wirkte.
Den Grund dafür, dass dies bei Irrlichter  nicht so der Fall ist, sehe ich eher darin, dass Nicole einfach alles - und nicht nur die Tatsache, dass es Irrlichter gibt - meiner Meinung nach viel zu leicht akzeptiert. Auch Wrin sagt zu (fast) allem, was Nicole vorschlägt Ja und Amen, umgekehrt genauso. Ich persönlich hätte mir da etwas mehr Protest gewünscht. Beispielsweise fand ich es doch etwas komisch, dass Wrin es einfach so akzeptiert, dass Nicole von seiner Existenz weiß, was, wie ich finde, im Widerspruch dazu steht, dass die Menschen die Irrlichter normalerweise nicht so wahrnehmen, sondern nur Lichter sehen.
An sich noch nicht so ein großes Drama, allerdings ist Wrin anfangs sehr abweisend Nicole gegenüber, jedoch legt sich das wortwörtlich von heute auf morgen. Es ist also keine Entwicklung zu sehen, was das Ganze so unrealistisch macht. 
Des Weiteren finde ich Nicole an sich auch nicht gerade sonderlich sympathisch, vor allem, weil sie auf mich einen ziemlich egoistischen Eindruck gemacht hat. Das Schicksal Anderer ist ihr anscheinend egal, Hauptsache, sie kann bei ihrem Wrin sein. Klar, jede Protagonistin, von der man mittlerweile liest, ist die selbstlose, mutige Heldin, weshalb man eigentlich natürlich ein bisschen Abwechslung begrüßt. Allerdings möchte man eine so richtig egoistische Protagonistin natürlich auch nicht haben. ;)

"'[...] Wenn es nicht dein freier Wille ist, du nicht voll und ganz hinter dem stehst, was du tust, dann fehlt dir die Kraft. Ohne freien Willen bist du nicht mehr als eine Maschine. Etwas, das funktioniert, mehr nicht.'"
(56 % - Shela zu Nicole)

So, obwohl das jetzt alles so klingt, als wäre dieses Buch die reine Tortur gewesen, habe ich auch positive Dinge anzumerken:
Zuerst einmal ist Irrlichter  die ganze Zeit über unvorhersehbar; nie wusste ich, was als nächstes passiert, was natürlich die Spannung enorm steigert, die im Übrigen auch im ganzen Buch recht präsent war.
Dazu kommt noch, dass das Ende wirklich, wirklich  traurig ist.
Trotz allem hat die Geschichte großes Potenzial zu einer Fortsetzung, nicht nur aufgrund des etwas offenen Endes (das allerdings auch kein Problem darstellen würde, wenn es keine Fortsetzung gibt).
So z. B. würde ich mich über etwas mehr Geschichte über die Irrlichter sehr freuen, oder auch über etwas mehr Informationen zu den Nebenfiguren, bspw. Shela. Falls ich mir das nicht eingebildet habe, weil ich doch hin und wieder zu Paranoia neige, wird an einer Stelle nämlich etwas angedeutet, über das ich gerne mehr erfahren würde.
Generell haben die Figuren es alle verdient, noch mehr ausgebaut zu werden. ;)



Eine hin und wieder etwas fingiert wirkende Urban-Fantasy-Geschichte mit einer nervigen Protagonistin, die jedoch mit durchgehender Spannung und einem tollen Hintergrund punktet, der den Grundstein für eine tolle Fortsetzung bilden könnte.
Also ein solider Möglicherweise-Auftakt, der zwar seine Mängel hat, aber trotzdem noch lesenswert ist. ;)
3,5/5 Lesehasen.




"Ich liebe es, mir Geschichten auszudenken und in andere Welten abtauchen zu können. Das Schreiben gehört für mich mittlerweile genauso zu meinem Alltag wie das Lesen, Malen, Fotografieren oder die lieben Tiere. Es ist eine wunderbare Möglichkeit sich auszudrücken und andere mit seinem Tun zu begeistern. Emotionen herbeirufen, die man nicht kennt, oder die eigenen dem Leser näher bringen. All das gehört dazu und ich hoffe, dass ich Dich mit meinem Buch eine kleine Weile aus Deinem Alltag holen und in eine fremde Welt entführen konnte."
Quelle


Vielen lieben Dank an

Pia Hepke

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


Hab mal das Design der Lesehasen verändert. Jetzt sieht man den Unterschied zwischen grauen und bunten bzw. halben Hasen besser und den weiß-grauen Hintergrund habe ich auch mal entfernt.
Wie gefällt euch das?

Kennt ihr das Buch? Was denkt ihr?


GLG

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