Montag, 23. Februar 2026

Montagsfrage - Zählen Hörbücher zu Büchern?

(c) Sophia von WordWorld

Huhuuuu!!!

Es ist wieder Montag, das heißt, es ist Zeit für die nächste Montagsfrage! Diese Woche kommt die Frage von Kiras kleine Leseecke und lautet:

Zählen für euch Hörbücher zum Medium Buch dazu?

Diese Frage kann ich direkt ganz schnell und leicht mit einem klaren Ja beantworten (bevor ich gleich noch weiter aushole, ihr kennt das). Bücher sind Bücher, Geschichten sind Geschichten, völlig egal, welches Medium man dabei zur Hand nimmt. 🤷🏻‍♀️

Ehrlicherweise verstehe auch nicht, aus welchem Grund man gehörte Bücher nicht zu den (im weiteren Sinne) gelesenen Büchern zählen sollte. Also ja, "gelesen" im Wortsinne hat man ein Hörbuch nicht, aber man hat die Geschichte konsumiert, und darauf kommt es letztlich doch an, oder nicht?

Es ist für mich grundsätzlich erstmal nicht entscheidend, ob ich die Geschichte selber lese, oder ob sie mir jemand anderes vorliest, der Inhalt ist das Wesentliche. Den einzigen relevanten Unterschied, den ich zwischen gelesenem Buch und gehörtem Hörbuch sehe, ist der, dass ich persönlich nicht jede Geschichte als Hörbuch konsumieren kann und gleichzeitig nicht alle Geschichten als Print/ ebook lesen möchte.

Denn beim Hörbuchhören mache ich oft andere Dinge nebenbei: einen Spaziergang, Sport, den Haushalt oder (einfache) Videospiele oder mein aktuelles Strick-/ Häkelprojekt. Gerade Games und stricken/ häkeln erfordern da auch ein wenig mehr Aufmerksamkeit, sodass ich dabei keine "schwierigeren" Geschichten hören kann. Ansonsten würde ich entweder wesentliche Teile der Geschichte verpassen oder mich beim Maschenzählen verzählen. 😅
Dennoch möchte ich bei diesen Tätigkeiten oft auch nebenbei unterhalten werden und nicht immer steht mir der Sinn nach Musik oder einem Podcast. Hörbücher sind da also perfekt! 🙂‍↕️

Auf der anderen Seite konsumiere ich insbesondere Sachbücher lieber als Hörbücher und weniger in geschriebener Form, da ich, wenn ich mich tatsächlich hinsetze und aktiv zu einem Buch greife, lieber vollständig in einer anderen Welt fallenlassen und nicht irgendetwas lernen möchte 🥸 Hin und wieder lese ich Sachbücher auch im Wortsinne, aber dann eben nicht am Stück im Rahmen meiner Lesezeit, sondern mal so eben zwischendurch. Sachbücher am Stück lesen finde ich eben einfach langweilig, dann lasse ich sie mir lieber von jemand anderem vorlesen, während ich meine Wohnung putze. 😄 Dabei kann ich mich dann eher auf den Inhalt konzentrieren und nehme auch etwas davon mit; wenn ich solche Bücher an einem Stück selbst lese, schweifen meine Gedanken irgendwann einfach ab und ich lerne nichts.

Oft will ich außerdem meine aktuelle Geschichte gerne auch dann weiterverfolgen, wenn ich nicht aktiv lesen kann - eben beim Spazierengehen, Sport usw. Dann wechsele ich vom Geschriebenen einfach auf das Hörbuch und muss mich nicht zwischen dem einen oder anderen entscheiden.

Wenn ich diese Differenzierung nicht vornehmen und Hörbücher strikt aus meinem Lesemonat ausschließen würde, weil ich sie nicht "gelesen" (im Wortsinne) habe, dann würde ich ja zum einen entweder auf meinen Sport verzichten oder den Fortschritt in der Geschichte verlangsamen müssen (denn Hörbücher würden ja dann nicht "zählen"), und zum anderen müsste ich meine Statistik verfälschen. Das geht beides gar nicht. 🙂‍↔️
Zwar unterscheide ich in meinen Lesemonaten und in meinen Goodreads-Listen durchaus zwischen den einzelnen Medien. Dies allerdings alleine aus statistischen Gründen und nicht, weil das eine Medium für mich mehr zählt als das andere; ich differenziere genauso auch zwischen Prints und ebooks.


Viel wichtiger finde ich an dieser Stelle im Übrigen, dass Hörbücher auch Menschen, die geschriebene Bücher aus welchen Gründen auch immer nicht lesen können oder wollen, den Zugang zu Geschichten erlaubt. Wer der Ansicht ist, Hörbücher "zählen nicht", ist sich seines Privilegs, das Medium frei aussuchen zu können, nicht bewusst. Zu sagen, Hörbücher hören sei "kein richtiges" Lesen, ist - und das muss hier jetzt einfach so deutlich gesagt werden - ableistisch.

Daher: Hörbücher sind Bücher (steckt ja auch schon so im Wort drin, alleine deshalb also schon haha).


Wie seht ihr das?

Liebe Grüße ♥

8 Kommentare:

  1. Hallo liebe Sofia,
    streng genommen bekommt mein beim Hörbuch ja etwas vorgelesen. Also würde ich nicht sagen, dass es sich um gelesene (sondern eher um vorgelesene) Bücher handelt. ;o)

    Ich finde aber, dass man sie sehr wohl zum Monatsrückblick zählen kann. Da sollte man nicht zu streng mit sich selbst (oder ggf. auch mit anderen) sein. Denn es sollte ja in erster Linie nicht nur um eine Statistik und einen "Wettlauf", sondern um das Hobby gehen. Und das bedeutet für mich, dass es um den Austausch über Geschichten geht. Über die Leidenschaft zum Erzählerischen.

    Letztlich ist natürlich erlaubt, was gefällt. Und wer die Hörbücher nicht aufzählen möchte, der muss das auf seinem Blog ja auch nicht tun. Ich würde, als Leserin, aber gerne erfahren wollen, welche Geschichten du mochtest und welche nicht. Und das würde ich jetzt nicht unbedingt am gelesenen oder am gehörten Buch messen wollen, sondern am Inhalt.

    Natürlich kann man auch noch Zusätze zum Sprecher mit in die Kurzbesprechung mit aufnehmen. Denn ich denke, ein Sprecher verändert natürlich schon etwas daran, wie man vielleicht eine Figur (und damit eben auch die Geschichte selbst) wahrnimmt.

    Ich wünsche dir einen wunderschönen Start ins Wochenende.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Huhu Tanja,

      ja, wenn man nur nach dem Wortsinn geht, hast du natürlich recht :D Es kam mir primär darauf an, dass ein vorgelesenes Buch meiner Meinung nach gleichwertig zum gelesenen Buch ist. Ansonsten bin ich voll bei dir: Wir alle schreiben ja über das Lesen (oder Hören lol), weil wir uns über die *Geschichten* austauschen wollen. :)

      Ich stimme dir natürlich auch dahingehend zu, dass es jeder so handhaben kann, wie er möchte, Hörbücher also aufzuzählen oder eben nicht. Ich mag es nur nicht, wenn Leute sich zur Lesemonatpolizei aufschwingen und anderen vorschreiben wollen, dass Hörbücher eben nicht "zählen", weil sie ja nicht selbst gelesen sondern vorgelesen werden.

      Da hast du vollkommen recht, ein guter Sprecher kann eine Geschichte noch besser machen und gleichzeitig kann ein Sprecher, mit dem man nicht so gut klarkommt, das Hörerlebnis genauso verschlechtern. Beides schon erlebt 😅

      Ich wünsche dir auch einen wunderschönen Start ins Wochenende (auch, wenn dein Wunsch dann jetzt schon ein paar Wochenenden her ist 😂)!

      LG ♥

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  2. Huhu Sofia,

    lustigerweise ist das bei mir genauso: Ich höre auch lieber Sachbücher, Ratgeber, Lyrik, Klassiker oder anderes, was mir zum Lesen irgendwie zu trocken wäre und lese stattdessen gerne Bücher, in die ich richtig abtauchen kann - Fantasy zum Beispiel. :)
    Wie du beschrieben hast, wenn man sich mal hinsetzt zum Lesen, will man dann auch etwas zum Fallenlassen, während neue Informationen während einer stupiden Alltagstätigkeit irgendwie total stimulierend sind?!? :) Kein Wunder ist mein Sachbuchanteil gemeinsam mit meinem Hörbuchanteil im Lesejahr gestiegen, hahaha.

    Liebe Grüße
    Sophia

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    1. Huhu,

      ja, "trockene" Bücher eignen sich als Podcastersatz einfach am besten und Fantasywälzer muss man richtig erleben 😂

      LG ♥

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  3. Hi Sofia,
    beim Gaming bin ich raus. Also dass ich währenddessen ein Hörbuch höre. Es sei denn, Du meinst Tetris :) Aber ja, jeder Mensch liest anders und jeder Mensch hört anders. Es nimmt ja auch jeder aus einer Geschichte etwas anderes mit.
    Viele Grüße
    Frank
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    1. Huhu Frank,

      haha, Tetris ist auch ein Game! 😂 Meinte damit aber tatsächlich ausschließlich Cozy Games ohne viel Dialog, bei denen man nicht so viel nachdenken muss, wie vor allem Animal Crossing oder Little Kitty, Big City oder ähnliche Spiele. Selbst Sims ist mir tatsächlich schon zu "wild", um nebenher noch ein Hörbuch zu hören, obwohl ich das auch noch als Cozy Game zählen würde.

      LG ♥

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  4. Liebe Sofia,

    ich kann Deinen Worten nur zustimmen. In den letzten Monaten verschlinge ich fast nur noch Hörbücher. Zum Lesen von Büchern kann ich mich kaum noch aufraffen, wenn ich ehrlich bin. Aber ich mag es einfach, das Buch unterwegs zu hören oder wenn ich die Wäsche auf dem Boden aufhänge.

    Mich macht es eher traurig, dass diese Frage im Raum steht und das darüber diskutiert bzw. gestritten werden muss. Bei Insta habe ich die Tage schon viele Beiträge zu diesem Thema gesehen. Für mich war nicht klar, dass es "Streitpotential" hat. 😅 Für mich ist jede Form der Geschichte wertvoll, ob nun im Form von Papier, eBook oder Hörbuch. Es geht doch im die Story, die vom Autor oder der Autorin vermittelt werden möchte und die ist in jeder Ausgabe gleich.

    Danke für Deinen wundervollen Beitrag.

    ♥liche Grüße - Lenchen

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    1. Huhu Lenchen,

      richtig gut!!! Genau in solchen Momenten sind Hörbücher ja das perfekte Medium und das ist das perfekte Beispiel für die Situation, die ich versucht habe, mit meinem Beitrag zu verdeutlichen :D

      Ja, es ist verrückt, worüber sich die Leute echauffieren. Lasst die Menschen doch tun, was sie wollen, braucht einen doch nicht zu jucken, ob andere ein Buch lesen oder stattdessen das Hörbuch hören 😅
      Da hast du vollkommen recht!

      LG ♥

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