Donnerstag, 2. April 2015

[Buchrezension] Tagebuch eines Vampirs 12: Im Bann der Ewigkeit - Lisa J. Smith

!!!Achtung, Spoilergefahr!!!
Dies ist bereits der 12. Teil der Tagebuch-eines-Vampirs-Reihe!
Originaltitel: The Vampire Diaries: The Salvation: Unspoken
Seiten: 320
Genre: Urban Fantasy
Teil einer Reihe? Ja, Teil 12 der TEV-Reihe.
ISBN: 978-3-570-38053-6
Preis: € 9,99
Verlag: cbt

Erster Satz:

Meredith wehrte sich verzweifelt gegen die stählernen Fesseln, die ihre Arme und Beine auf dem Operationstisch fixierten.

Inhalt:

Elena und Damon auf der Jagd nach Stefanos Mörder

Nach Stefanos Tod beherrscht Elena nur noch ein Gedanke: Rache an Jack und seinen Vampirkreaturen. Gemeinsam mit Damon setzt sie alles daran, die Mörder ihrer großen Liebe zur Strecke zu bringen. Ein schier aussichtsloses Unterfangen, denn die Macht des Gegners scheint unbezwingbar – ebenso wie Elenas Gefühle ... Entschlossen stürzt Elena sich in einen atemberaubenden Wettlauf gegen die Zeit, denn dieser Kampf entscheidet nicht nur über ihr eigenes Schicksal, sondern über das der ganzen Welt …

Buchgestaltung:

Das Cover ist ja so ähnlich, wie der Rest der Serie, wobei das zu denen zählt, das mir weniger gefällt.
Was ich aber gar nicht ausstehen kann, ist, dass der Buchrücken, seitdem cbt sein Logo geändert hat, total anders ist. Alle anderen Bücher der Reihe haben so einen bläulichen Rücken, aber der hier ist komplett schwarz. Das sieht im Regal ziemlich dämlich aus. :(

Meine Meinung:

Ich liebe, LIEBE diese Serie (sowohl als Buch als auch im TV :D)!!!!
Teil 12 ist wie zu erwarten wieder unbeschreiblich toll und nachdem Teil 11 so KRASS geendet hat, konnte ich natürlich kaum abwarten, weiterzulesen. Glücklicherweise - und wie man es bei TEV gewohnt ist - knüpft die Geschichte direkt an seinen Vorgänger an, sodass man sich als Leser auch nicht mit lästigem Geplänkel aufhalten muss.
Was mir an diesem Band besonders gut gefallen hat, ist, dass man jetzt auch softere Seiten und nicht nur immer die toughe Jägerin von Meredith kennenlernt. Der Leser sieht so, dass auch sie Schwächen hat und das macht sie noch sympathischer.
Ansonsten haben sich die Figuren im Vergleich zu Bd. 10 und 11 nur wenig verändert. Vergleicht man das jedoch mit den ersten Bänden, erkennt man besonders bei Elena große Unterschiede, aber auch bei Damon. Früher war er ziemlich kalt, mittlerweile zeigt er aber auch seine Gefühle und Zuneigung, besonders wenn es um Meredith und Bonnie (-> "Rotkäppchen") geht. Mir hat auch gut gefallen, dass man ihm seinen Schmerz über den Verlust seines Bruders anmerkt. Bei TEV geht es mir nämlich weder um Stelena noch um Delena, sondern um die Bromance zwischen Damon und Stefan, sowohl in der Serie als auch in den Büchern! Defan! Stamon! Woohoo! xD
Aber natürlich kommt auch in Teil 12 die Spannung nicht zu kurz, die ganze Zeit sitzt einem die Bedrohung im Nacken und man weiß nie, wer gut und wer böse ist. Wie man´s halt von L. J. Smith (oder deren Ghostwriter) kennt. ^^
Dazu kommt noch, dass man die ganze Zeit leugnet, das Stefan wirklich tot ist. Man will das einfach nicht glauben! D:
Naja, und wie man es sich dann denken kann, gibt´s noch einmal einen RIESIGEN und WIRKLICH FIESEN Cliffhangen. Und Teil 13 kommt erst im Juni!

Fazit:

Ich liebe diese Reihe. Und wenn das letzte Buch erschienen ist, werde ich sie immer und immer wieder lesen und niemand kann mich aufhalten. Das solltet ihr auch machen. Egal, ob ihr die Serie mögt oder nicht. Die hat kaum noch was damit zu tun. LEST DIE REIHE!!!! Sonst komm ich in der Nacht zu euch und ersetze alle eure Bücher heimlich durch diese. I´m serious.


Weitere Teile:

1.: Im Zwielicht
2.: Bei Dämmerung
3.: In der Dunkelheit
4.: In der Schattenwelt
5.: Rückkehr bei Nacht
6.: Seelen der Finsternis
7.: Schwarze Mitternacht
8.: Jagd im Abendrot
9.: Jagd im Mondlicht
13.: Im Licht der Ewigkeit (erscheint am 15. Juni)

Über die Autorin:

(c) Lisa J. Smith
Lisa J. Smith hat schon früh mit dem Schreiben begonnen. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie bereits während ihres Studiums. Sie lebt mit einem Hund, einer Katze und ungefähr 10.000 Büchern im Norden Kaliforniens.


GLG ♥

Sonntag, 1. März 2015

[Buchrezension] Open Road Summer - Emery Lord

Originaltitel: Open Road Summer
Seiten: 378
Genre: YA
Teil einer Reihe? Nein.
ISBN: 978-3-407-74524-8

Lieblingszitat:

Dees Eltern haben ihre Tochter nie zu einer Musikerkarriere gedrängt, doch ihre DNA-Stränge bilden nun mal keine Doppelhelix, sondern Notenlinien. (S. 10)

Erster Satz: 

Die Fans schreien ihren Namen, dabei kennen sie das Mädchen von den Titelseiten der Zeitschriften eigentlich gar nicht - das Mädchen mit der Gitarre und dem fröhlichen Lächeln. 

Inhalt:

»Wenn man eine beste Freundin hat, mit der man lachen kann, und dazu ein bisschen gute Musik, ist das schon mal die halbe Miete.«

Es soll der Sommer ihres Lebens werden: Reagan hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und will endlich ihr Leben in den Griff kriegen. Sie begleitet ihre beste Freundin, den Country-Star Lilah Montgomery, auf einer ausverkauften Tour durch die USA. Lilah hat selbst mit Liebeskummer zu kämpfen und die beiden Mädchen vertrauen auf ihre unendliche Freundschaft. Bis der charismatische Matt Finch als Opening Act angeheuert wird und nicht nur Reagans Gefühle komplett durcheinanderbringt ...
Ein Roman zum Wohlfühlen – voller Liebe und Musik, und darüber, dass das Herz den richtigen Weg weist, wenn man nur auf es hört.

Buchgestaltung:

Ich liebe dieses Cover, das ist soo schön! :D
Der Verlag hat´s, was Covergestaltung angeht, echt drauf! :D 
Es transportiert durch die Farbgebung meiner Meinung nach einfach den Sommer richtig gut. Mir gefällt auch, dass - anders als beim OC - hier Reagan und Dee zu sehen sind (auch wenn sie im Buch beide schulterlange Haare haben, aber wir wollen ja nicht allzu kleinkariert werden... :D) und nicht Reagan und Matt, weil es in dem Buch vordergründig um Freundschaft statt Liebe geht (finde ich).
Allgemein gefällt mir das Deutsche auch besser.

Meine Meiunung:

Also, wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt, war das Cover mit der Hauptgrund, weshalb ich auf "Blogg ich" geklickt habe. Aber auch der Klappentext hat mich angesprochen, ist mal was anderes als das, was ich sonst lese. 
Naja, und der Anfang hat mir auch ganz gut gefallen. Der Einstieg in die Geschichte ist leicht, ebenso der Schreibstil.
Die Charaktere sind alle sympathisch und authentisch, wenn auch etwas klischeehaft, was bei dem Klappentext allerdings auch zu erwarten war.
Reagan ist ein typisches "Bad Girl", die versucht, ihr Leben zu verändern. Ein bisschen hat sie mich an Ronnie aus "Mit dir an meiner Seite" von Nicholas Sparks erinnert. 
Sie ist scheinbar rebellisch, man merkt als Leser jedoch, dass hinter ihrer harten Schale auch ein weicher Kern steckt, der besonders in Situationen, in denen es um ihre beste Freundin Dee geht, zum Vorschein kommt. Reagan ist kein perfektes Mädchen, dem alles gelingt, und genau das macht sie sympathisch und realistisch. 
Der Leser kann ihre Handlungen und Gefühle nachvollziehen und sich dadurch gut in sie hineinversetzen. Besonders ihre Loyalität Dee gegenüber hat mir an ihr gefallen (auch wenn der Leser im Laufe der Handlung hin und wieder daran zweifelt.. :D).
"Open Road Summer" ist direkt zu Anfang spannend: Dee ist in einen Skandal verwickelt, der ihre Karriere bedroht und einer Katastrophe nahe kommt. 
Lord stellt diese Situation wirklich realistisch dar und man fühlt mit ihr mit.
Als Matt - der selber auch der Inbegriff eines Klischeejungens ist: Sunnyboy, dem alle Mädchen zu Füßen liegen, was er auch weiß und sich zu Nutze führt - dann allerdings erscheint, fangen auch die ganzen anderen Klischees an. Zuerst ist das noch nicht ganz so schlimm, aber besonders gegen Ende ist aus der schönen Geschichte, die es am Anfang wirklich war, ein klischeeüberladener Roman geworden. 
Bereits 150 Seiten vorher wusste ich, wie das Buch ausgeht und das hat dann endgültig den schönen Anfang zerstört. Wäre das Ende vielleicht ein bisschen anders gewesen, wären die Klischees auch nicht so negativ aufgefallen und mir hätte vermutlich sogar das ganze Buch gut gefallen und nicht nur der Anfang. 
Schade fand ich auch, dass am Ende die Freundschaft zwischen Reagan und Dee am Ende kaum noch eine Rolle gespielt hat und nun Matt im Vordergrund war. Gerade die Freundschaft der beiden macht den Start so schön.

Fazit:

Der Anfang ist wirklich schön und macht auch sehr viel Spaß zu lesen. Dazu kommen die sympathische Protagonistin, ihre Freundin und deren tolle Freundschaft, die mir an dem Buch sehr gefallen haben. Mit Matt wird das Buch aber heruntergezogen und vor allem das Ende fand ich ziemlich doof.
Daher auch nur 3/5 Lesehasen.

Über die Autorin:

Emery Lord ist Mitte 20 und schreibt Geschichten über die High School, beste Freunde/innen, schräge Familien und die wunderbare, verwirrende und einzigartige Kraft der Liebe. Emery Lord lebt in Cincinnati. "Open Road Summer" ist ihr erstes Jugendbuch.

Vielen lieben Dank an

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


GLG ;***

[Buchrezension] Heat Wave - Richard Castle

Deutscher Titel: Heat Wave - Hitzewelle
Seiten: 198 (inkl. Danksagung, auch wenn bei Amazon 208 steht)
Genre: Mystery, Krimi
Teil einer Reihe? Ja, Teil 1 der Nikki-Heat-Reihe (Fälle hängen nicht zusammen)
ISBN: 978-1401323820
Verlag: Kingswell

Lieblingszitat:

"Somebody asked him once if the perfect crime had ever been committed. He said yes. And when the interviewer asked him what it was, Hitchcock said, 'We don´t know, that´s what makes it perfect.'" (S. 186)

Erster Satz:

It was always the same for her when she arrived to meet the body. 

 Inhalt:

HEAT WAVE is a tie-in to the ABC primetime show, CASTLE, that premiered in March 2009. The main character of the show, Richard Castle, is a bestselling mystery writer. HEAT WAVE is his next book: Mystery sensation Richard Castle, blockbuster author of the wildly best-selling Derrick Storm novels, introduces his newest character, NYPD Homicide Detective Nikki Heat. Tough, sexy, professional, Nikki Heat carries a passion for justice as she leads one of New York City's top homicide squads. She's hit with an unexpected challenge when the commissioner assigns superstar magazine journalist Jameson Rook to ride along with her to research an article on New York's Finest. Pulitzer Prize-winning Rook is as much a handful as he is handsome. His wise-cracking and meddling aren't her only problems. As she works to unravel the secrets of the murdered real estate tycoon, she must also confront the spark between them.
Quelle: http://www.amazon.de/Heat-Wave-Richard-Castle/dp/1401323820/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1425134352&sr=8-2&keywords=heat+wave

Buchgestaltung:

Natürlich so, wie in der Serie auch gezeigt.
Ist jetzt nicht mein Lieblingscover aber es gehört halt dazu.. :D

Meine Meinung:

Also, ich bin ja seit etwas weniger als einem halben Jahr ein totaler Castle-Freak. Ehrlich, ich liebe diese Serie! :D
Und seitdem ich weiß, dass es die Nikki-Heat-Bücher wirklich gibt, war von Anfang an klar, dass ich die Bücher lesen MUSS. :D
Naja, und ich hatte halt noch was von meinem Amazon-Gutschein übrig, also habe ich mir kurzerhand den ersten Teil gekauft und dann auch sofort angefangen zu lesen.
Und ich war alles Andere als enttäuscht, voll begeistert trifft es eher - obwohl ich meine Erwartungen ganz schön runtergeschraubt habe (naja, sooo hoch waren sie nicht, ist halt nur ein Gag für die Fans), weil ich so viele wirklich schlechte Rezensionen gelesen habe.
Aber mal ehrlich: Es ist halt nur, wie gesagt, ein Werbegag für die Fans, um die Figur Castle realer zu gestalten. Niemand hat beabsichtigt, mit diesem Buch einen New-York-Times-Bestseller zu schreiben, auch wenn die Bücher genau das in der Serie sind. Von daher war es also vollkommen klar, dass das Buch kein besonders hochwertiger Krimi ist. 
Der Schwerpunkt in Heat Wave liegt auch eher auf den Charakteren anstelle des Falles. Der ist nämlich nichts Besonderes und ich wusste auch schon recht schnell, wer der Mörder ist. 
Aber mir hat besonders gut gefallen, dass die Charaktere einfach genau so sind, wie die in der Serie, nur halt mit anderen Namen. Lustig ist auch, dass einige Namen EXTREM nah an den Seriennamen sind, bspw. Lauren Perry die auf Lanie Parish basiert, Capt. Montrose als Capt. Montgomery oder Det. Riley als Det, Ryan. Coincidence? I think not. :D
Auch einige Szenen und Insiderwitze sind aus der Serie übernommen, wie z. B. als Castle die beiden Jungs fragt, wie sie die Bösen denn nennen. 
Daher empfiehlt es sich übrigens auch, die OV zu lesen, weil die Serie natürlich auch in der OV besser ist (wobei die deutsche Synchronisation im Vergleich zu anderen Serien sogar sehr gut ist - aber original ist halt immer besser :P). Das Englisch ist nämlich wirklich einfach, selbst, wenn man im Alltag eher wenig Englisch spricht, versteht man Heat Wave sehr leicht.
Ist also auch ein schönes Buch für zwischendurch. :)
Was mir als Fan übrigens auch sehr gefallen hat, waren erstens die Widmung, die in der Serie auch erwähnt wird, und die Danksagung! :D

Fazit:

Das Buch macht vermutlich weniger Spaß, wenn man kein Castle-Fan ist und die Serie noch nie gesehen hat, eben wegen der ganzen Figuren und Insider. Wenn man die Serie allerdings mag, lohnt es sich auf alle Fälle, das Buch zu lesen.
Der Zweck des Buches ist erfüllt, da ich es aber doch schon etwas schade fand, dass ich den Mörder so schnell entlarven konnte und das Buch auch allgemein sehr kurz gefasst ist, gibt´s einen halben Punkt Abzug. Aber eben auch nur einen halben, weil es, wie gesagt, seinen Zweck als Werbegag für die Fans mehr als nur zufriedenstellend erfüllt. ^^ (Den zweiten Teil habe ich schon im Regal stehen :D)
4,5/5 Lesehasen.


Über den "Autor":

Richard Castle is the best-selling author of the Derrick Storm novels. He is played by actor Nathan Fillion. Tom Straw is an Emmy-nominated TV writer and producer. He has written and produced for the television shows COSBY, WHOOPI, GRACE UNDER FIRE, and more, and is currently writing for THE LATE LATE SHOW WITH CRAIG FERGUSON. He is the author of the mystery THE TRIGGER EPISODE.


Sonntag, 15. Februar 2015

[Buchrezension] Liv, Forever - Amy Talkington

Originaltitel: Liv, forever
Seiten: 316
Genre: Urban Fantasy, Young Adult
Teil einer Reihe? Nein.
ISBN: 978-3-407-74487-6
Verlag: Gulliver (Beltz Verlagsgruppe)
Hier bestellen!
Leseprobe

Lieblingszitate:

Mach eine Riesensauerei. Zeichne mit der linken Hand. Verlier die Kontrolle. Hauche deinen Arbeiten Leben ein. (S. 51 - Ms. Benson zu Liv)
Wir sind keine Sterne. Und wenn wir welche wären, wären wir weit voneinander entfernt, körperlos. Allein. (S. 101 - Liv zu Malcolm)

Inhalt:

Eine Liebe für die Ewigkeit …

Liv spürt augenblicklich, dass es im Internat »Wickham Hall« nicht mit rechten Dingen zugeht: Wer oder was verbirgt sich in dem alten Gemäuer? Weiß der scheinbar unnahbare Malcolm etwas darüber? Liv verliebt sich in ihn. Unsterblich. Doch dann wird Liv hinterrücks ermordet. Aber sie ist nicht tot, sondern geistert mit den Seelen vieler anderer verstorbener Mädchen durch die Schule. Ist sie verflucht? Wie lässt sich der Bann brechen? Kann Liv zu Malcolm zurückkehren? Bald stößt sie auf das dunkle Geheimnis von »Wickham Hall« ...

Buchgestaltung:

Ich liiiiiiiiiiiiieeebe dieses Cover!!! Das ist einfach so wunderschön! *-*
Und es passt sogar zum Inhalt: Genau wie bei der Blume wird der Hauch des Lebens aus Liv gezogen. Sehr poetisch.
Und der Titel erst. Der passt unglaublich gut: Liv ist ein Geist, also für immer. Und sie lebt für immer: live forever.

Meine Meinung:

Und nicht nur das Cover ist wunderschön, der Inhalt genauso! :D
Das Buch beginnt mit einer von vielen Rückblenden, die in "Liv, Forever" auftauchen. Zuerst weiß man also nicht wirklich, was das alles zu bedeuten hat. Dennoch ist der Einstieg in das Buch sehr einfach.
Das liegt unter Anderem am superleichten Schreibstil Talkingtons. Sie benutzt Jugendsprache, da die Geschichte aus Livs Sicht geschildert wird. Allerdings wirkt die Jugendsprache keinesfalls aufgesetzt, die Autorin schreibt mit gekonnter Leichtigkeit. 
Aber auch die sympathische Protagonistin macht das Lesen sehr einfach. Sie ist sehr klug, ist aber dennoch bodenständig. Auch wenn sie vielleicht etwas schüchtern ist und sich am liebsten im Schrank versteckt (wie sie selber sagt), weiß sie, was sie will. Man kann sich leicht mir ihr identifizieren, da sie sehr authentisch wirkt; ihre Handlungen und Gefühle sind nachvollziehbar.
Die beiden Nebencharaktere Gabe und Malcolm sind zwar recht klischeehaft - Gabe ist der seltsame Außenseiter, während Malcolm der beliebte "Sunnyboy" ist -, trotzdem sind auch sie beide sympathisch.
Die Liebe zwischen Liv und Malcolm ist authentisch dargestellt, jedoch finde ich, dass sie besser zu Gabe passt. Das ist übrigens nicht so eine typische Dreiergeschichte, Liv steht nur auf Malcolm! ;)
Natürlich punktet "Liv, Forever" nicht nur mit einem tollen Schreibstil und sympathischen Charakteren, auch die Spannung kommt nicht zu kurz.
Zuerst einmal weiß man nie, ob die Geister gut oder böse sind und wem man denn jetzt wirklich trauen kann, selbst bei Malcolm ist man sich manchmal nicht sicher. Dazu kommt, dass man bis kurz vor Schluss keine Ahnung hat, was genau es jetzt mit "Wickham Hall" auf sich hat. 
Genau wie Liv verzweifelt man fast an dieser Unwissenheit, weil alles so aussichtslos scheint. 
Gemeinsam mit ihr erfährt man nach und nach jedoch mehr darüber, wobei die einzelnen "Geisterkapitel" dem Leser immer kleine Brotkrumen hinwerfen. Dabei ist es dennoch schwierig, hinter das Geheimnis von "Wickham Hall" zu kommen, die Autorin verrät nie so viel, dass man einen Verdacht schöpfen kann. Man tappt trotz allem also ständig im Dunkeln.
All dies steigert die Spannung natürlich enorm, genau wie die Plottwists, die die Geschichte unvorhersehbar machen.
Zuletzt haben mir auch die ganzen Bezüge zur Kunst gefallen. Ich hab zwar nicht wirklich Ahnung von Kunst, aber sie zog sich wie ein Roter Faden durch das Buch und hilft dem Leser bei der Verbildlichung. 
Das Ende ist sehr überraschend. "Liv, Forever" findet einen abgerundeten Abschluss.

Fazit:

Ein wirklich schönes Jugendbuch voller Geheimnisse. Der Inhalt ist mindestens so schön wie das Cover! :D
5/5 Lesehasen.


Über die Autorin:

Amy Talkington ist eine preisgekrönte Drehbuchautorin und Regisseurin und lebt in Los Angeles. Sie hat u.a. Kunstgeschichte studiert und für Musikmagazine wie Spin Ray Gun, Interview und Seventeen geschrieben (hauptsächlich, um mit Rockstars abhängen zu können). Als Jugendliche malte Amy unzählige angsteinflößende Selbstportraits, hörte The Velvet Underground und war so anstrengend, dass ihre Eltern sie schließlich auf eine Schule an der Ostküste schickten. "Liv, Forever" ist ihr erster Roman und sie arbeitet derzeit an einem neuen Roman für junge Erwachsene.

Vielen lieben Dank an

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


GLG ♥

[Buchrezension] Die Zerrissenen - Stephanie Fey

Seiten: 495
Genre: Thriller
Teil einer Reihe? Ja, Teil 3 der Carina-Kyreleis-Reihe
kann man aber auch lesen, wenn man die ersten beiden Teile nicht gelesen hat :D
ISBN: 978-3-453-41760-1
Verlag: Heyne

Lieblingszitat:

So wie sich andere in ein Buch vertieften und dabei die Welt um sich herum vergaßen, liebte sie es, sich auf Knochen zu konzentrieren. (S. 122)

Erster Satz:

Die erste Nacht mit einer Neuen war immer etwas Besonderes. 

Inhalt:

Der dritte Thriller rund um die Münchner Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin Carina Kyreleis

Bevor die Münchner Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin Carina Kyreleis auf einen Unbekannten stößt, der Frauenleichen ausgräbt, obduziert sie den Ex-Kollegen ihres Vaters, der erhängt in seiner Zelle aufgefunden wurde. Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis glaubt fest daran, dass Kurt Krallinger ermordet worden ist, und sieht Parallelen zu RAF-Terroristen, deren angebliche Selbstmorde ähnliche Ungereimtheiten aufweisen. Unter dessen kämpft Carina gegen Panikattacken und fühlt sich verfolgt. Zu recht, denn jemand will unbedingt verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Buchgestaltung:

Bei Thrillern mag ich es ja besonders, wenn die Cover irgendwie so aussehen, als hätte der Tod seine Finger da drin.
Hier sieht man die untere Gesichtshälfte einer Frau, die augenscheinlich tot ist. Da man ihre Augen nicht sieht, hat es etwas Anonymes an sich, was, auf Grund der skelettierten Leiche, die am Anfang gefunden wird, ja auch zum Inhalt passt.

Meine Meinung:

Oha. 
Also, zuerst einmal muss ich sagen, dass ich keine Ahnung hatte, dass dies der dritte Teil der Reihe ist, obwohl das ja da steht... :D
Auf jeden Fall bin ich trotzdem leicht reingekommen, und obwohl ich nicht alles wusste, hab ich doch irgendwie erfahren, was in den vorheringen Bänden passiert ist. Man kommt also trotzdem mit, wenn man genauso dusselig ist wie ich und den dritten Teil zuerst liest. ;)
Die Protagonistin war mir auf Anhieb sympathisch, sie ist zwar klug, weiß allerdings auch nicht alles. Sie zeigt außerdem ihre Ängste und ist keine knallharte Superwoman. Das macht sie authentisch und bringt sie dem Leser näher.
Auch die Nebencharaktere sind realistisch dargestellt, so geht ihr ihre Schwester und vor allem ihr Vater ziemlich auf die Nerven, man merkt aber trotzdem, dass sie beide liebt.
Peter ist ebenfalls sympathisch, auch er hat seine Ecken und Kanten und ist keineswegs perfekt.
In "Die Zerrissenen" spielt Fey mit der Unwissenheit des Lesers:
Die einzelnen Kapitel werden aus drei verschiedenen Sichtweisen berichtet, Iris, Till und natürlich Carina.
Man weiß, dass das alles miteinander zu tun haben muss, zumindest mit Carina, hat jedoch ÜBERHAUPT keine Ahnung, inwiefern. 
Till scheint Wahrnehmungsstörungen zu haben, was jedoch niemals explizit genannt wird, sondern lediglich aus dem Kontext geschlossen werden kann. Dies hat die Autorin sehr geschickt gemacht, da man vermutet, dass er psychisch krank zu sein scheint, steigt die Spannung natürlich enorm.
Den gleichen Effekt hat Iris: Ihre Kapitel enden nämlich immer mitten in einem Wort und bis zum Ende hat man keine Ahnung, weshalb. 
Dazu kommt noch, dass die Gefahr einen ständig im Nacken sitzt; man weiß nie, wem man wirklich trauen kann oder wann bzw. ob die "Bösen" wieder zuschlagen.
Außerdem schildert die Autorin die Umstände mit der RAF recht realistisch - das heißt natürlich, soweit ich das beurteilen kann, war vor meiner Zeit.. :D
Jedenfalls hat es mir gefallen, dass Fey (relativ?) reale Umstände mit einbezogen hat, so wirkt die ganze Geschichte näher.
Die Zitate zwischen den Kapiteln haben auch fast alle sehr gut auf das Folgende gepasst. Da waren auch einige dabei, die ich wirklich gut fand, beispielsweise das hier:
Alles, woran man glaubt, beginnt zu existieren. (Ilse Aichinger, "Gesammelte Werke", 2010, S. Fischer Verlag)
Die Sekundenangaben vor jedem Zitat sorgen zusätzlich für steigende Spannung, auch wenn ich nicht so richtig verstanden habe, wofür sie stehen. 
Zuletzt hat mir ihr Schreibstil sehr gut gefallen, einfache Sätze und leicht zu lesen. 
Und das "Oha" am Anfang dieser Rezension steht für das Ende. Das ist wirklich oha.

Fazit:

Ein wirklich gelungener Thriller! Werde auf jeden Fall auch die anderen Teile lesen. ;) (Dann weiß ich auch noch besser, worum es geht.. x'D)
5/5 Lesehasen.


Weitere Teile:

1.: Die Gesichtslosen
2.: Die Verstummten

(c) Wilhelm Heyne Verlag
Verlagsgruppe Randomhouse GmbH

Über die Autorin:

Stephanie Fey, geboren 1967, arbeitete viele Jahre als Illustratorin und Malerin, bevor sie Schriftstellerin wurde. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie am Starnberger See.



Vielen lieben Dank an

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


GLG ♥