Freitag, 3. April 2015

[Kurzrezi] 3 meiner Lieblingsbücher


Huhu! ^^

Zuerst einmal: Wie findet ihr das Bild oben und meinen Namen unten? Hab mal ein bisschen mit GIMP gespielt, ich bin ziemlich stolz drauf! :D

Und jetzt zum Thema:
Ich hab mir überlegt, dass es ein bisschen langweilig ist, ständig Rezensionen nach dem gleichen Schema zu posten. Damit ich aber trotzdem meinen Senf zu den Büchern geben kann, dachte ich mir: Warum nicht in Form von Kurzrezis? Und dann dachte ich mir, dass ich ja mehrere Bücher in einem Post zusammenfassen kann, so á la "Die gehören zu meinen Lieblingsbüchern" (so wie hier) oder "Die waren echt nicht so toll" oder "Dystopien" oder was auch immer. So hab ich weniger Arbeit und ihr habt mehrere Bücher auf einen Blick. Gute Idee oder nicht?

Wie ihr schon an dem Bild oben erkennen könnt, geht es heute um John Greens Das Schicksal ist ein mieser Verräter, The Selection von Keira Cass und den 2. Teil der Bestimmung - Tödliche Wahrheit von Veronica Roth, alles drei Bücher, die mir besonders gut gefallen haben.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Manchmal liest man ein Buch, und es erfüllt einen mit diesem seltsamen Missionstrieb, und du bist überzeugt, dass die kaputte Welt nur geheilt werden kann, wenn alle Menschen dieser Erde dieses eine Buch gelesen haben. (S. 36)
Ich dachte über das Wort ertragen nach und an all die unerträglichen Dinge, die trotzdem getragen werden müssen. (S. 59) 
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod. 

Wunderschön und absolutes Gefühlschaos zugleich!
Hazel ist eine sympathische Protagonistin, die sowohl vor Energie aber auch mehr als genug Galgenhumor strotzt, und genau das macht sie authentisch und beim Leser so beliebt.
Aber auch Gus, der ebenfalls super sympathisch ist, und Isaac sorgen beim Leser öfters für den einen oder anderen Lacher.
Doch natürlich lacht man hier nicht nur.
Man kann sich gut in Hazel hineinversetzen und ärgert und freut sich oder leidet mit ihr, insbesondere das Ende rührt den Leser zu Tränen.
Man kann zu Das Schicksal ist ein mieser Verräter gar nicht besonders viel sagen, nur, dass wahrscheinlich jeder, der es gelesen hat, bestätigen kann, dass es ein wirklich schöner Jugendroman gefüllt mit lustigen, traurigen und zum Nachdenken anregenden Passagen ist.
Das Buch muss man einfach gelesen haben!


The Selection

"I'm not changing everything about me to cater to some guy I don't even know" (S. 90)
For thirty-five girls, the Selection is the chance of a lifetime. The opportunity to escape the life laid out for them since birth. To be swept up in a world of glittering gowns and priceless jewels. To live in a palace and compete for the heart of gorgeous Prince Maxon.
But for America Singer, being Selected is a nightmare. It means turning her back on her secret love with Aspen, who is a caste below her. Leaving her home to enter a fierce competition for a crown she doesn't want. Living in a palace that is constantly threatened by violent rebel attacks.
Then America meets Prince Maxon. Gradually, she starts to question all the plans she's made for herself—and realizes that the life she's always dreamed of may not compare to a future she never imagined.
 Auch bei The Selection handelt es sich um eine Liebesgeschichte, natürlich jedoch ganz anders als TFIOS.
Das Buch spielt in der Zukunft, wo America, eine authentische, sympathische Protagonistin die Chance hat, Prinzessin zu werden - also genau das was jedes Mädchen will (außer Mer...)! xD
Wie so oft gibt es auch hier eine Dreiecksgeschichte, was in dem Fall meiner Meinung nach allerdings passt. Trotzdem finde ich Aspen unsympathisch und besonders im späteren Verlauf ziemlich nervig. Ich bin ganz klar Team Maxon! :D
Trotz allem muss ich sagen, dass Aspen später verantwortlich für ein wenig Spannung ist.
Maxon hingegen ist ziemlich toll; er ist gar nicht so der Prinz, sondern relativ bodenständig, charmant und keinesfalls arrogant.
Grob betrachtet ist The Selection mit Klischees vollbeladen - Dreiecksbeziehung, armer Junge, reicher Prinz, doofe Zicke, gute Freundin -, jedoch ist das alles in so einer schönen Märchen- und Mädchenwelt verpackt, dass es schon wieder toll ist. Ein kleiner Cliffhanger macht Lust auf den zweiten Band The Elite.
+ Man kann das Buch selbst mit noch nicht ganz so fortgeschrittenem Schulenglisch super verstehen und auch der Schreibstil ist genau richtig, für ein leichtes Buch "mal eben so". ;)


Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit (2)

Hier die Rezi zu Teil 1
[...], dass es schön wäre, wenn es bei den Menschen auch so leicht ginge und man den Schmutz aus unserem Leben wegwaschen und uns wieder sauber in die Welt hinausschicken könnte. Aber es gibt Schutz, der für immer an einem haften bleibt. (S. 47)

Der Aufstand hat begonnen ...
In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will…
Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris' Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden...
 Ja, da mir Teil 1 ja super gefallen hat und ich ja in naher Zukunft auch den Film sehen möchte, musste ich das Buch natürlich lesen.
Der Einstieg fiel mir sehr leicht, da ich noch genau wusste, wie das letzte Buch endete (was auch ein Wunder ist xD), und Tödliche Wahrheit direkt daran anknüpft.
Genau wie sein Vorgänger mangelt es auch hier nicht an Spannung. Zwar gibt es einige Stellen, an denen nicht so viel passiert, aber über die liest man Dank des einfachen Schreibstils einfach hinweg.
Auch hier waren die Protagonisten mir sympathisch, besonders hat mir gefallen, dass Tris wegen des Mordes an Will so starke Schuldgefühle hat, dass sie nicht mal eine Waffe in der Hand halten konnte. Das macht sie menschlich und authentisch. Schließlich ist sie ein 16-jähriges Mädchen und keine kaltblütige Killermaschine.
Einzig nicht so gefallen hat mir, dass sie Four in diesem Teil Tobias nennt. Ich mag Four lieber, klingt cooler. :D
Das Ende ist übrigens richtig RICHTIG fies.


Und, was sagt ihr?
Gefällt euch das? Soll ich das öfters machen?
Oder findet ihr das doof - bzw. - gefällt euch das Prinzip, aber meine Umsetzung nicht? Dann gebt mir Tipps, was ich besser machen kann! ;)

Und jetzt.... TADAAAAA:


[Buchrezension] Liberty 9: Sicherheitszone - Rainer M. Schröder

Seiten: 496
Genre: Dystopie
Teil einer Reihe: Ja, Teil 1 der Liberty 9-Dilogie
ISBN: 978-3-570-15464-9
Preis: € 18,99
Verlag: cbj


Lieblingszitat:

"Du hast recht, es gibt nur wenige Dinge, für die es sich lohnt, das eigene Leben einzusetzen. Aber ich habe jetzt sogar zwei davon..." [...] "Die Freiheit und die Liebe" (S. 346, Dante zu Kendira)

Erster Satz:

Kendira schreckte aus dem Schlaf und richtete sich mit einem Ruck im Bett auf.

Inhalt:

Die Zukunft hat schon begonnen

Kendira beherrscht die Regeln. Liberty 9, das riesige Valley samt der beeindruckenden Lichtburg, in der 200 junge Auserwählte leben, ist ihr Zuhause. In völliger Abgeschiedenheit und umgeben von undurchdringlichen Schutzanlagen, leben die so genannten Electoren nach einem vorgegebenen Tagesrhythmus: Morgenappell, Unterricht, hochkonzentrierte computeranimierte Trainings. Kendira glaubt zu wissen, warum. Sie trainiert für einen höheren Zweck – doch nicht alle in Liberty 9 sind so privilegiert wie sie. Der junge Dante ist kaum mehr als ein Sklave. Kendira darf er sich eigentlich gar nicht nähern, doch eine unwiderstehliche Anziehungskraft bringt die beiden zusammen. Dantes Zweifel am grausamen System machen auch Kendira misstrauisch – und bringen beide in größte Gefahr. Denn Liberty 9 ist sicher – todsicher.

Buchgestaltung:

Das Cover ist ganz nett. Nicht besonders hübsch, aber auch nicht allzu hässlich, hab schon schlimmere gesehen. :D
Und mit dem 2. Teil daneben sieht das sogar ganz gut aus im Regal. ^^
Der Titel passt auch zum Inhalt, obwohl er nicht besonders einfallsreich ist.

Meine Meinung:

Ich hatte mir eigentlich mehr versprochen, da der Klappentext ja doch ganz gut klingt.
Bereits nach den ersten paar Seiten ist mir der Schreibstil Schröders irgendwie auf die Nerven gegangen. Er schreibt in seltsamen, kurzen Sätzen, die das Lesen nur erschweren.
Auch wird dadurch der Einstieg in das Buch schwieriger, erst recht, wenn man vorher ein Buch mit leichterem Stil gelesen hat, so wie ich. Man gewöhnt sich allerdings auch nicht daran, was eigentlich schade ist, da so das Niveau des Buches heruntergezogen wird.
Ebenfalls gar nicht haben mir die ganzen Videospiele gefallen. Es ist zwar eine gute Idee, und an sich aufgrund des technischen Fortschritts auch nicht allzu abwegig, dass alles Technik ist, und demzufolge auch in Simulationen und Videospielen trainiert wird, allerdings hat der Autor meiner Meinung nach viel zu viel Energie auf den Spielen verschwendet. Er beschränkt sich in "Liberty 9" eher auf die Beschreibung der ganzen Spiele, als auf die Hintergründe von Liberty 9, was bewirkt, dass der Leser schnell gelangweilt ist und sich leichter ablenken lässt.
Aber nicht nur die Videospiele sind mir irgendwann auf die Nerven gegangen, auch die Protagonistin hat mich ziemlich gestört.
Kendira hält sich für perfekt, was sie auch mehrmals erwähnt, und kann alles. Egal vor welchem Problem sie steht, sie löst es mal eben so mit links. Die Protagonistin hat keinerlei Fehler und wirkt selber wie ein perfekt programmierter Roboter, was den Leser auf Distanz hält und sie weniger authentisch macht.
Genauso merkwürdig fand ich die Entwicklung der Beziehungen der Figuren, bei der man kaum etwas mitbekommen hat, weil einfach kaum Gefühle im Spiel waren, oder wie schnell Kendira was das Geheimnis von Liberty 9 angeht, überzeugt wird. Generell trifft sie sehr schnell ihre Entscheidungen, und muss nicht einmal überlegen. An sich ist das ja nicht so schlimm, nerviger wäre es glaube ich, wenn sich der Protagonist gar nicht entscheiden könnte, aber das Lustige ist ja, dass ihre Entscheidungen immer richtig sind und kaum Probleme mit sich ziehen. Wie gesagt, sie ist "perfekt".
Auch wenn - vor allem aufgrund der Videospiele und der perfekten Protagonistin -, einige Passagen wirklich langatmig sind, war doch ausreichend Spannung vorhanden. 
"Liberty 9" wirkt auf den Leser wie eine Sekte - besonders schlimm finde ich, dass Bücher als "Seelengift" gelten! Also wir müssen echt verhindern, dass die Gesellschaft einmal so weit ist, dass fast alle Bücher verboten werden! 
Der Autor hat sich also etwas ausgedacht, was ich so noch nicht gelesen habe. Allerdings wünsche ich mir, im zweiten Teil weniger Videospiele zu lesen, sondern etwas über die Welt zu erfahren, und wie es zu der "Sicherheitszone" etc. kam. Das und ein winziger Cliffhanger sind der Grund, weshalb ich den 2. Teil trotz Kendira wohl irgendwann lesen werde.

Fazit:

An sich eine wirklich gute Idee, wobei jedoch leider zu viel Energie auf Unnötiges (Videospiele) verschwendet wurde und die Protagonistin Miss Perfect ist.
3/5 Lesehasen.


Weitere Teile:

2.: Liberty 9 - Todeszone

Über den Autor:

(c) Leane Hasberg

Rainer M. Schröder, 1951 in Rostock geboren, ist einer der profiliertesten deutschsprachigen Jugendbuchautoren. Mit seinen bis ins kleinste Detail exakt recherchierten und spannend erzählten historischen Jugendromanen begeistert er seit mehr als zehn Jahren seine Leserschaft. Nachdem er viele Jahre ein wahres Nomadenleben mit zahlreichen Abenteuerreisen in alle Erdteile führte, lebt er heute mit seiner Frau in den USA.




GLG ♥

[Buchrezension] Mit dir an meiner Seite - Nicholas Sparks


Originaltitel: The Last Song
Seiten: 559
Genre: Liebesroman
Teil einer Reihe? Nein.
ISBN: 978-3-453-40847-0
Preis: € 9,99

Verlag: Heyne

Lieblingszitat:

wenn man etwas dermaßen hasst, muss man es vorher geliebt haben. (S. 304 - Will zu Ronnie)

Erster Satz:

Durchs Schlafzimmer schaute sie hinaus auf die Wellen, die sich am Strand brachen. 

Inhalt:

Ronnie ist entsetzt: Sie soll die gesamten Sommerferien bei ihrem Vater verbringen, der von der Familie getrennt im langweiligen North Carolina lebt. Die 17-Jährige lässt ihn den Zorn deutlich spüren. Dann aber tritt der junge Will in ihr Leben und verändert alles: Zum ersten Mal verliebt sich Ronnie wirklich und wahrhaftig. Die beiden verleben eine wunderbare Zeit. Gleichzeitig nähert Ronnie sich ihrem Vater wieder an. Doch dann droht ein schreckliches Geheimnis ihr ganzes Glück zu zerstören.
OC

Buchgestaltung:

Ich find das Cover wirklich schön, wobei mir auch das OC gefällt. Das Deutsche legt denke ich mehr Gewicht auf die Beziehung zwischen Ronnie und Will als zwischen Ronnie und ihrem Vater, auch was den Titel angeht.
Auf dem OC sieht man nämlich auch ein Stück von einem Notenblatt und auch der Titel The Last Song deutet auf die Musik hin. Das passt meiner Meinung nach besser zum Inhalt, vor allem der Titel ist richtig gut getroffen. Das finde ich beim Deutschen jetzt nicht so...

Meine Meinung:

"Mit dir an meiner Seite" ist sooo schön! Und überhaupt nicht langweilig, obwohl ich den Film vorher bereits gesehen hatte und daher wusste, was passiert.
Bei Nicholas Sparks gefallen mir sein Schreibstil - der wirklich leicht zu lesen ist, perfekt für den Strand :D - und die Figuren so gut, letztere, weil sie wirklich ausnahmslos alle authentisch sind, sodass sich der Leser leichter in die Welt hineinversetzen kann.
Die Protagonistin Ronnie ist sympathisch, da sie nicht das perfekte Mädchen von nebenan ist, dem alles gelingt, sondern Ecken und Kanten hat. Sie gibt sich rebellisch, jedoch erkennt der Leser auch ihren eigentlichen weichen Wesenskern, insbesondere, wenn es um ihren kleinen Bruder Jonah geht, fällt es auf, dass sie eigentlich ganz anders ist als sie sich gibt.
Der Leser lernt sie kennen und weiß, dass sie eigentlich nur Anerkennung will - nicht auf die nervige Art -, und als ihr Vater ihr diese gibt und ihre Art respektiert, kann man schön beobachten, wie ihre Mauern fallen und sie das Mädchen nach außen hin zeigt, das sie eigentlich ist. Jedoch verliert sie nicht alles Rebellische, was auch für amüsante Momente sorgt, da Ronnie doch schon ziemlich schlagfertig ist.
Dabei hat Sparks sich nicht an Teenager-Klischees, wie man sie leider nur allzu oft liest, bedient, ihr Verhalten ist authentisch und nachvollziehbar. 
Auch ihr Vater, Steve, ist sympathisch. Anders als ihre Mutter versteht er sie; er versucht nicht, unter Zwang etwas bei Ronnie zu erreichen, sondern bringt ihr Vertrauen entgegen. Dies macht ihm beim Leser sympathisch und sorgt für Überraschung bei Ronnie. Während sich die beiden näher kommen, erlebt der Leser deren Entwicklung hautnah mit .
Nach und nach erfährt man mehr von Steve, der dadurch Authentizität und Tiefe erhält, sodass er dem Leser richtig ans Herz wächst.
Jonah, Ronnies kleiner Bruder, ist ebenfalls authentisch. Oft erlebt man ja, dass Kinder in seinem Alter viel zu übertrieben kindisch dargestellt werden, dies ist hier (zum Glück) nicht der Fall.
Er ist ziemlich klug, dennoch ist er noch naiv, was ihn süß wirken lässt und den Leser öfters zum Lachen bringt. 
Jonah ist eben wie ein "echter" 10-jähriger dargestellt. ^^
Besonders haben mir die Szenen mit Jonah und Ronnie sowie Jonah und Will gefallen.
Will selber ist zwar auch authentisch dargestellt, jedoch hat er meiner Meinung nach nicht die gleiche Tiefe wie Ronnie und ihr Vater, was ja auch nicht verwunderlich ist, da die beiden ja die wichtigeren Figuren sind.
Will ist sympathisch, obwohl man zwischendurch nicht weiß, ob man ihm wirklich vertrauen kann, da er ein Geheimnis zu haben scheint.
Des Weiteren kommt hier, wie schon erwähnt, auch nicht die Spannung zu kurz. Marcus, der hier den Antagonist darstellt, stellt eine ständige Bedrohung dar, da man als Leser durch seine Kapitel weiß, wozu er in seiner Skrupellosigkeit im Stande ist. Man kann bei ihm schon fast von einem Soziopathen reden, da er ohne mit der Wimper zu zucken alles macht, um seinen Willen zu bekommen und dabei kein Mitgefühl für seine Mitmenschen zeigt.
Aber auch die vielen unerwarteten Plottwists sorgen für Spannung.
Das Ende von "Mit dir an meiner Seite" ist zuerst hochspannend und dann herzzerreißend. Hätte ich durch den Film nicht die ganze Zeit gewusst, was am Ende passiert, hätte ich wohl geheult wie ein Schlosshund. So hatte ich nur ein paar Tränen in den Augen. :D

Fazit:

Ein wunderschöner Roman, der sowohl von Familie als auch von Freundschaft und Liebe handelt, und keinerlei Klischees beinhaltet.
Die Figuren sind wunderbar dargestellt und das Ende rührt den Leser zu Tränen.
5/5 Lesehasen.


Filmtrailer:



Über den Autor:

(c) Nina Subin
Nicholas Sparks, 1965 in Nebraska geboren, lebt in North Carolina. Mit seinen Romanen, die ausnahmslos die Bestsellerlisten eroberten und weltweit in 47 Ländern erscheinen, gilt Sparks als einer der meistgelesenen Autoren der Welt. Mehrere seiner Bestseller wurden erfolgreich verfilmt. Alle seine Bücher sind bei Heyne erschienen, zuletzt „Kein Ort ohne dich”.




GLG ♥

Donnerstag, 2. April 2015

[Buchrezension] Ich sehe was, was niemand sieht - Tim O'Rourke

Originaltitel: Flashes
Seiten: 368
Genre: Mystery, Thriller
Teil einer Reihe? Nein, aber die ebooks sind dreigeteilt.
ISBN: 978-3-551-52074-6
Preis: € 14,99
Verlag: Chicken House



Erster Satz:

Ich wandte mich vom Grab meiner besten Freundin ab, um das sich ihre Familie versammelt hatte.

 Inhalt:

Charley sieht Dinge, die sonst niemand sieht. Ihre Visionen sind wie Blitze, kurz und intensiv – ein Mädchen, Schreie, das Rattern eines Zugs. Charley ist felsenfest davon überzeugt, dass sie Verbrechen sieht, bevor sie geschehen. Niemand glaubt ihr, bis auf Tom. Der attraktive junge Police Officer bearbeitet gerade seinen ersten Fall: ein totes Mädchen, das auf Bahngleisen gefunden wurde.
Während die Polizei noch nach der Todesursache sucht, hat Charley wieder Visionen: ein anderes Mädchen, Schreie, das Rattern eines Zugs ...
Ein packender Mystery-Thriller!
Quelle: http://www.carlsen.de/softcover/ich-sehe-was-was-niemand-sieht/57998

Buchgestaltung:

Mir gefällt das Cover ganz gut, hat so was Mysteriöses. :D
Ich finde das ja lustig, dass man den Titel von oben nach unten lesen muss. Jeder, der das Buch gesehen hat, als ich gelesen habe, hat "Sieht niemand was was, sehe ich" gelesen. xD

Meine Meinung:

Ich habe mich eigentlich recht gefreut, als das Buch dann endlich ankam, da ich mit Chicken House doch bis jetzt immer gute Erfahrungen hatte.
Und ich wurde auch nicht allzu sehr enttäuscht.
Die Geschichte fängt schon rasant an: Man wird direkt in das Geschehen geworfen und weiß zuerst nicht wirklich, was mit Charley los ist. Dadurch ist die Spannung direkt am Anfang schon ganz weit oben, und O'Rourke schafft es mithilfe seines leicht zu lesenden Schreibstils auch, bis zum Ende die Spannung zu halten.
Des Weiteren finde ich die "Blitze" eine gute Idee, so etwas ist mir bis jetzt noch nicht über den Weg gelaufen. Allerdings fand ich persönlich deren Schilderung manchmal etwas langweilig, das hätte man noch mit mehr Drumherum gestalten können, da der Schwerpunkt des Buches ja in Charleys "Blitzen" liegt. Dennoch haben sie mir recht gut gefallen.
Jedoch war die gesamte Geschichte - trotz der Spannung - sehr vorhersehbar, bereits nach den ersten Auftritten einer gewissen Figur wusste ich, dass sie der Mörder ist. Das ist recht offensichtlich und insbesondere für Thriller-Fans wie mich nichts Neues, von daher kann man uns damit nicht überraschen. 
Dazu kommt, dass die ganze Erzählung meiner Meinung nach etwas distanziert wirkte, sodass der Leser gar nicht mit der Welt und deren Figuren warm werden konnte. Das beste Beispiel dafür ist die Beziehung zwischen Charley und Tom. Es ist von Anfang an klar, dass sich zwischen den beiden etwas entwickeln wird (apropos Vorhersehbarkeit), man fühlt als Leser jedoch keinerlei Spannungen oder ähnliches zwischen ihnen. Als es dann z. B. zu ihrem ersten Kuss kommt, geht alles so super schnell und vor allem auch recht gefühllos, dass ich mir dachte: "Wie jetzt? Das ist alles?".
Diese Distanziertheit zwischen dem Leser und der Welt aus "Ich sehe was, was niemand sieht" liegt aber auch zu einem großen Teil daran, dass die beiden Protagonisten keine wirkliche Tiefe haben und eher oberflächlich beschrieben werden. So sind sowohl Charley als auch Tom für den Leser nicht greifbar, was sie zudem auch noch unsympathisch wirken lässt. 
Das liegt aber auch daran, dass beide mich im Laufe der Handlung immer mehr genervt haben. Charley ist meiner Meinung nach ein eher schwacher Charakter. Ich kann mir vorstellen, dass es nervenaufreibend ist, wenn man etwas sieht, aber niemand einem glaubt und ich bin oft mit Charley verzweifelt. Jedoch ist sie irgendwie so eine "Schubladen-Heldin", wenn ihr wisst, was ich meine. Sie will unbedingt die Welt retten, egal ob sie in Gefahr gerät und so weiter. Zwar ist das an sich nichts Schlechtes an einer Protagonistin, aber darauf beschränkt sich Charley auch. Sie wird eben nicht weiter beschrieben, was ihre Gefühle etc. angeht, kratzt der Autor nur an der Oberfläche.
Das gleiche bei Tom: Auch er ist etwas "ganz Besonderes", weil er der jüngste ist, der die Polizeiakademie abgeschlossen hat und bei der Mordkommission arbeitet, aber das ist auch schon alles, was ihn ausmacht. Obwohl viele Kapitel auch aus seiner Sicht geschrieben sind, erhält Tom keine wirkliche Tiefe und das ist Schade, da der Leser so keine Bindung zu den Protagonisten aufbauen kann...
Zuletzt ist mir im Klappentext noch etwas aufgefallen: "[...] Tom. Der attraktive junge Police Officer [...]". Der Autor heißt Tim und ist auch Police Officer...
Das wollte ich nur mal so erwähnen, fand diesen kleinen "Zufall" ganz lustig... xD

Fazit:

An sich hat "Ich sehe was, was niemand sieht" großes Potenzial zum Thriller. Das wird jedoch von der durchgehenden Vorhersehbarkeit, besonders, was den Täter angeht, sowie der Oberflächlichkeit nicht nur bei den Protagonisten sondern der ganzen Welt des Buches gedämpft. 
Deshalb auch nur 3/5 Lesehasen.

Über den Autor:

(c) Tim O'Rourke
Tim O’Rourke ist vom Schreiben besessen. Wenn er nicht als Police Officer im Einsatz ist, verbringt er jede freie Minute über seinen Laptop gebeugt, vollkommen versunken in die Welten, die er erfindet. Mehr als 30 Romane hat er als Selfpublisher bereits veröffentlicht, darunter Erfolgsserien wie Kiera Hudson und Samantha Carter, die in über 50 Ländern gelesen werden und zusammen tausende begeisterte Bewertungen auf einschlägigen Online-Plattformen erhalten haben. Mit seiner Frau, drei Söhnen und einer Katze lebt Tim O‘Rourke in Buckinghamshire.


Vielen lieben Dank an

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


GLG ♥

[Buchrezension] Die Maybachs: Mädchenspiele - Annegrit Arens

Seiten: 293
Genre: ?
Teil einer Reihe? Ja, Teil 1 der Maybachs-Trilogie
ISBN: 978-3-944607-10-8
Preis: €9,99
Verlag: edition fredebold

Achtung: Nur als ebook erhältlich!

Erster Satz:

Eigentlich bin ich schön, sogar ziemlich schön.

Inhalt:

Die Maybachs: Eine Ur-Kölner Familie, stolz auf ihre Stadt und sich selbst, behütet und bürgerlich, geprägt vom Krieg und beschwingt vom Wirtschaftswunder der 60er-Jahre. Regina Maybach, Lenas Mutter, lebt und liebt ihr Leben in vollen Zügen.
Für Lena ist Regina schön, eigentlich zu schön und unschlagbar.
Lenas Vater, August Maybach, der Inbegriff eines „herzallerliebsten Daddys“, wie sie ihn nennt. Er nennt sie Prinzessin, wenn er am Herd steht und die weltbesten Reibekuchen* mit Rübenkraut und Schwarzbrot macht. Wer hätte diesen „staatse Kääl**“ nicht gerne als Daddy, geschweige denn als Mann?

Doch dann scheint Lenas Familienbild zusammenzubrechen. Und das auch noch in der Vorweihnachtszeit, als Regina mehr als einen heißen Flirt anfängt. Ausgerechnet mit einem Kunden ihres Vaters, einem Fleischgroßhändler. Warum nur? Tut Daddy nicht alles für sie?

Lena beschließt in ihrer pubertären und naiven Art, sich lieber selbst zu „opfern“ und Daddy zu rächen. Sie inszeniert eine Verführung in Etappen, bei der sie die typisch weiblichen Waffen mit den ersten amourösen „Gehversuchen“ einer Heranwachsenden kombiniert. Es ist wie ein Rausch. Plötzlich fühlt sie sich mächtig und als Heldin. Und bald wird sie Daddys Nebenbuhler ebenso in der Hand haben wie ihre schöne Mutter. Lenas Plan scheint aufzugehen …

Buchgestaltung:

Naja, besonders schön finde ich das Cover eigentlich nicht. Und ich kann beim besten Willen nicht sagen, was das Gummi-Krokodil da soll...
Das Einzige, das mir gefällt, ist das Pink. Ich mag pink. Ansonsten ist das Cover nichts Besonderes.

Meine Meinung:

Puuuh, naja.
Also, ich wollte mal was Neues ausprobieren und dieses Buch klang irgendwie lustig, also dachte ich mir "Wieso nicht?". Jetzt denke ich mir "Wieso nur?!"...
An sich hätte das Buch auch das Potenzial gehabt, lustig zu sein, aber das wird größtenteils von der Protagonistin zerstört.
Bereits beim ersten Satz habe ich geahnt, dass ich sie nicht würde leiden können, und ich habe recht behalten. Lena ist, glaube ich, in meinem Alter, allerdings verhält sie sich dermaßen kindisch, dass sie auch genauso gut fünf sein könnte. Dazu kommt noch, dass sie super viele Minderwertigkeitskomplexe hat - wirklich, in jedem zweiten Satz kommt so etwas, wie "Ich bin fett, aber meine Mutter ist hübsch". Das nervt! Generell kann ich es nicht leiden, wenn Menschen, die sich für zu dick halten, immer nur rumjammern und nichts dagegen machen. Entweder hat man etwas Speck auf den Rippen - was, nebenbei bemerkt, überhaupt keine Schande ist! - und ist stolz drauf (oder es ist einem zumindest egal) oder man ist unzufrieden, aber macht auch etwas dagegen. Sicher, das ständige sich Beklagen mag vielleicht anstrengend sein, aber mit Sicherheit nicht so, dass man Fett verbrennt. 
Und Lena hat wirklich nichts anderes gemacht: Ständig hat sie sich darüber beklagt, wie dick sie doch ist, aber das einzige, was sie macht, ist, sich mit ihrer Mutter zu vergleichen (was ich, abgesehen davon, sowieso nicht wirklich verstanden habe...), und das NERVT!!! 
Ich meine, ich versteh das, wenn jemand vollkommen unsicher ist und so, aber Lena ist einfach nur nervig. 
Dazu kommt nämlich auch noch, dass sie - was eigentlich ein Widerspruch ist -, denkt, es drehe sich alles nur um sie und sie ist das Zentrum unseres Sonnensystems.
Zuletzt trifft sie ständig irgendwelche dummen Entscheidungen, die an sich lustig sein könnten und auch zu etwas Lustigem führen könnten, es aber nicht tun, weshalb das auch nur nervt, genauso wie die meiner Meinung nach vollkommen übertrieben dargestellte Vergötterung ihres Vaters. Ernsthaft, Lena liebt ihn nicht nur, er ist Superman, Ironman, Batman und Spiderman gleichzeitig für sie.
Wenn Lena nur das einzig schlechte an diesem Buch wäre, wäre das alles ja nicht ganz so schlimm, aber auch die anderen Figuren glänzen nicht besonders mit Sympathie..
Naja, und wie ich eben schon erwähnt habe, ist alles, was an sich lustig sein könnte, einfach nur total unglaubwürdig und übertrieben dargestellt, was auf mich gezwungen gewirkt hat.
Der Plot an sich ist auch nichts Besonderes, weshalb eigentlich schon von Anfang an klar ist, was passiert und daher auch keine Spannung zustande kommt - worüber man aber hinwegsehen könnte, wenn das Buch wenigstens lustig wäre.
Zuletzt hat mir der Schreibstil gar nicht gefallen, viele Sätze sind teilweise so komisch abgehackt, was das Lesen schwierig macht. 

Fazit:

Das Buch kann ich wirklich keinem Empfehlen. Daran habe ich mir wirklich die Finger verbrannt und jetzt bin ich etwas vorsichtiger, wenn ich mal "was Neues ausprobieren" möchte. Das waren die gruseligsten 293 Seiten, die ich seit längerem gelesen habe (sogar William Bellman würde ich noch einmal lesen, nur um dieses Buch zu vergessen!).
Ganz schön harte Kritik, das weiß ich, aber mir hat das Buch einfach gar nicht gefallen, weshalb es eigentlich nicht einmal den einen Lesehasen verdient hat..
1/5 Lesehasen.


Weitere Teile:

2.: ??? (erscheint im Frühjahr)
3,; ???

Über die Autorin:

(c) edition fredebolt
Annegrit Arens, in Köln geboren, ist eine deutsche Schriftstellerin und zugleich Drehbuchautorin.
Nach dem zweiten Staatsexamen arbeitete sie mehrere Jahre als Lehrerin. In dieser Zeit heiratete sie und bekam ihr erstes Kind. Nach der Geburt des zweiten Sohns erkrankte sie an einem Tropenvirus und musste aus dem Schuldienst ausscheiden. Es folgten die Trennung von ihrem Mann und ein neuer Partner.
Als mittlerweile vierfache Mutter erprobte sie sich in verschiedenen neuen Berufsbereichen. Ihr Examen in Psychologie qualifizierte sie für die Arbeit in der Paartherapie. Danach sammelte sie bei der Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen für die Deutz AG neue Erfahrungen. Ihre ersten Veröffentlichungen waren Unterrichtsreihen für die gymnasiale Oberstufe.
1993 erschien ihr autobiografisch inspirierter erster Roman „Mom schafft das mit links“. Ihr Spektrum reicht vom Familien- und Frauenroman bis hin zu Melodram, Thriller und Erotik.
Vier Romane wurden für die ARD verfilmt. „Männer aus zweiter Hand“, TV-Spielfilm (ARD) mit Simone Thomalla, Dorkas Kiefer, Ralf Richter u.a. (1999); „Herz oder Knete“, TV-Spielfilm (ARD) mit Gudrun Landgrebe, Günther Maria Halmer, Marie Zielcke u.a. (2001); „Aus lauter Liebe zu Dir“, TV-Spielfilm (ARD) mit Claudia Wilde, Michael Roll u.a. (2002); „Die Schokoladenkönigin“, TV-Spielfilm (ARD) mit Hardy Krüger, Christine Neubauer u.a. (2005)
Im Auftrag des ZDF entwickelte Annegrit Arens mit Bele Nord als Co-Autorin das Drehbuch zu ihrem Roman „Ich liebe alle meine Männer“.
Annegrit Arens lebt mit ihrer Familie heute immer noch, heimatverbunden, in ihrer Geburtsstadt Köln, in unmittelbarer Nähe des Rheins.
Mit „Mädchenspiele“ veröffentlicht die Autorin Ende November den ersten Teil ihrer teilautobiographischen Maybach-Trilogie bei editionfredebold.

Vielen lieben Dank an

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥