Montag, 6. Mai 2013

[Buchrezension - Lesechallenge] Tagebuch eines Vampirs: Jagd im Morgengrauen - Lisa J. Smith

Originaltitel: The Vampire Diaries: The Hunters: The Destiny Rising
Autor: Ghostwriter (nach einer Idee von Lisa J. Smith)
Verlag: cbt: dark moon
Seiten: 446
Genre: Fantasy / Jugendbuch
Preis bei Amazon.de:
Taschenbuch: 9.99€
Kindle Edition: 8,99€
ISBN-10: 3570380289
ISBN-13: 978-
3570380284

Klappentext/Buchrückseite:
Showdown auf dem Campus von Dalcrest College: Nicolaus, der älteste und mächtigste aller Vampire, ist wieder zum Leben erwacht - und hat nur eines im Sinn: Elena und ihre Gefährten zu vernichten! Es gibt nur eine Chance, dem Bösen zu entrinnen: Elena muss sich endgültig zwischen Stefano und Damon entscheiden - und sie muss sich ihrem Schicksal stellen, denn als Wächterin hat sie die Macht, Nicolaus zu besiegen. Doch das Geheimnis ihrer Vergangenheit fordert einen folgenschweren Entschluss...

Meine Meinung:
Von den vorigen 9 Büchern war ich absolut begeistert, deshalb musste ich natürlich wissen, wie die ganze Geschichte um Elena und ihre Freunde jetzt ausgeht. Also habe ich sehnsüchtig auf den 10. Teil, der am 09.04. erschien, gewartet, und als das Buch dann endlich bei mir ankam, habe ich natürlich sofort mit dem Lesen angefangen.
Ich hatte natürlich entsprechend hohe Erwartungen, allerdings wurde ich ein wenig enttäuscht.
Wenn man das Buch im Einzelnen betrachtet, war es so gut wie die anderen. Es war schwer, vorherzusehen, was als nächstes passiert, da immer wieder unerwartete Wendungen vorkamen. Die Storyline war doch recht spannend, wenn man, wie gesagt, das Buch im Einzelnen betrachtet. Auch die Charaktere, besonders Damon, entwickeln sich im Laufe der Handlung anders.
Allerdings ist das Buch ja Teil einer ganzen Serie, also werde ich mich darauf beziehen.
Die Geschichte liefert nicht wirklich Neues, vieles wird einfach nur wiederholt, sodass es recht schnell langweilig wird. Nicolaus zum Beispiel, der wieder auferstanden ist und erneut hinter Elena etc. hinterher. Hier fühlte ich mich doch ein wenig in den 2. Teil (oder 1., weiß ich nicht mehr so genau) zurückversetzt, da eigentlich der Großteil gleich geblieben ist, bis auf einige neue Kräfte der Figuren und neue Charaktere (die Werwölfe, Chloe...).
Diese Wiederholung und das ständige Gejammer Elenas, dass sie Stefano doch so sehr liebt, sich aber dennoch zu Damon hingezogen fühlt usw., führte dazu, dass mir zwischendurch langweilig geworden ist. Auch das Ende finde ich ein wenig komisch - es wird gesagt, ~Spoiler~ es werde alles gut, allerdings kommt sich mir da die Frage auf: Woher will Elena das wissen? Was ist, wenn Nicolaus doch nicht endgültig tot ist, oder wieder irgendwelche Kitsune oder Dämonen kommen? ~Spoiler Ende~ Deswegen hätte meiner Meinung nach schon früher Schluss gewesen sein müssen, jetzt hat das auf den Leser die Wirkung, als wollen die Ghostwriter, die seit einschließlich dem 8. Teil hinter der Geschichte stecken, einfach nur Geld aus der ganzen Sache ziehen.
Auch scheinbare Kleinigkeiten, die in allen Büchern vorkommen, wurden nicht richtig beachtet, wie zum Beispiel, dass Bonnie von Damon bisher immer "Rotkäppchen" genannt wurde, im 10. Teil heißt es dann aber plötzlich, Bonnie wäre sein "Rotkehlchen". Das hat mich dann doch schon gestört, da, wie ich finde, bei Buchreihen darauf geachtet werden sollte, dass Dinge, wie solche Spitznamen konstant bleiben, und sich nicht urplötzlich ändern.
Trotz der vielen Wiederholungen etc. kann ich nicht sagen, dass das Buch an vielen Stellen nicht spannend gewesen wäre. Trotz der vielen Wiederholungen ist die Spannungskurve doch relativ weit oben, am Ende kommt es zum Showdown und zu einem Unerwarteten Schluss.
Auch die Figuren entwickeln sich, wie oben schon erwähnt, in unterschiedliche Richtungen, bei denen man oftmals nicht weiß, welche diese sind.
Bei Damon zum Beispiel weiß man nie, ob er jetzt wirklich böse geworden ist, oder es nur sein will bzw. vorgibt, es zu sein. Auch bei Chloe ist man sich nicht sicher, ob man ihr trauen kann, ob sie wirklich ein guter Vampir ist, oder nur so tut, um Matt auszunutzen.
Diese beiden Dinge werten das Buch dann doch wieder auf.


Fazit:
Das Buch ist nicht besonders gut, aber auch nicht wirklich schlecht, es ist also ein Mittelding. "Jagd im Morgengrauen" hat positive Aspekte, wie die, trotz der häufig vorkommenden Wiederholungen, Spannung und die Personen, allerdings auch negative Aspekte, wie die besagten Wiederholungen und Parallelen zu den anderen Teilen, die leider ziemlich häufig vorkommen. Auch Elenas Gejammere und die Missachtung von Dingen, die in den vorigen Teilen gleich waren, in diesem jedoch anders sind, stören.
Dennoch sollte jeder, der die anderen 9 Bücher gelesen hat, auch dieses hier lesen, da es doch ein wenig nach einem Ende aussieht.

Mittwoch, 1. Mai 2013

[Buchrezension] Sayuri - Carina Bargmann

Autor: Carina Bargmann
Verlag: Arena
Seiten: 515
Genre: Fantasy / Jugendbuch
Preis bei Amazon.de:
Gebundene Ausgabe: 5,99€ (Restexemplar)
Broschiert: 9,99€
Kindle Edition: 9,99€
Audiobook: 19,99€
ISBN-10: 3401064460
ISBN-13: 978-3401064468

Klappentext/Buchrückseite:
Eine uralte Prophezeiung. Ein dunkles Geheimnis. Und eine Liebe, die alle Schranken überwinden muss.
Das Wasser des Flusses Shanu droht zu versiegen und der Kaiserstadt den Tod zu bringen. Sayuri und Marje sind gezwungen, in die Wüste zu fliehen. Als sie dem Neffen des verhassten Herrschers begegnen, nimmt ihr Leben eine unvorhergesehene Wendung. Denn Kiyoshi ist auf der Suche, nach der Auserwählten, in deren alleiniger Macht es liegt, das tödliche Schicksal aller Stadtbewohner abzuwenden.

Meine Meinung:
Zu Anfang hatte ich eigentlich keine Lust, das Buch zu lesen. Da mir aber gesagt wurde, dass es verdammt gut sei, und ich es bald zurückgeben musste, hab ich´s dann doch angefangen.
Zuerst kam ich nur schleichend voran. Das lag zum Teil daran, da, ~Spoiler~ bis auf den Einbruch in den Zinaden ~Spoiler Ende~ nicht wirklich viel passiert ist. Aber auch, weil die ganzen Namen, von Menschen, sowie von Tieren oder auch Gegenständen, alle Asiatisch waren, und ich total oft durcheinander gekommen bin. Immer wieder musste ich überlegen, wer oder was denn hier jetzt gemeint war. Allerdings legt sich beides im Laufe der Handlung. Man kann sich merken, wer die Hauptpersonen sind, obwohl es während des ganzen Buches zwei Namen gab, die ich immer wieder vertauscht habe, nämlich Milan und Miro, einfach dadurch, dass die sich so ähnlich anhören.
Die Spannung, die, wie oben schon erwähnt, am Anfang doch recht lapide war, steigt mit der Seitenzahl immer weiter nach oben. Zwischendurch fällt sie dann wieder, nur um gleich noch höher zu steigen. Zusammen mit dem großen Finale, einem WIRKLICH unerwarteten Ende und einer tollen Liebesgeschichte hat Bargmann es geschafft, dass man das Buch nicht so schnell wieder vergisst.
Zu dem Ende muss ich allerdings sagen, dass es mir persönlich nicht so gefallen hat, ich hätte mir ~Spoiler!!!~ ein glücklicheres Ende ~Spoiler Ende~ an der Stelle gewünscht, das würde, meiner Meinung nach, besser passen.

Dennoch hat die Autorin eine wunderbare Fantasiewelt geschaffen, deren Figuren mindestens genauso wunderbar sind.
Da gibt es zum Einen Sayuri, um die sich, wie der Titel schon sagt, das Buch dreht. Sie ist am Anfang einfach nur ein Mädchen, das beschützt werden muss, im Laufe der Handlung jedoch merkt sie, dass auf ihren Schultern noch mehr Verantwortung lastet, als sie sich vorstellen kann. Dabei merkt man, wie sie sich verändert, und dass sie dazu fähig ist, diese Verantwortung auf sich zu nehmen.
Dann gibt es da noch Kiyoshi, der, meiner Meinung nach, die größte Wandlung durchlaufen ist. Zuerst ist er der Erbe des Herrschers, der die Entscheidungen seines Onkels kein bisschen anzweifelt, und alles für richtig hält, was dieser macht. Dann aber beginnt er, nachzudenken, und Stück für Stück ändert er seine Sicht auf die Art, wie Miro herrscht, bis er endgültig die Seiten zu wechseln scheint.
Aber auch die Nebenfiguren sind interessant, wie zum Beispiel das kleine Irrlicht Shio, der mit seiner kindlichen, aufgeregten Art und seinem vielen Gebrabbel einfach nur niedlich ist. Außerdem gibt es Personen, bei denen man immer wieder am Überlegen ist, ob man ihnen vertrauen kann, oder nicht, wie Suieen, der Halbmensch, dem Sayuri in der Wüste begegnet.
Insgesamt hat Carina Bargmann also facettenreiche Figuren geschaffen, die die Handlung noch spannender gestalten.
Durch ihren fabelhafter, flüssiger Schreibstil, der super einfach zu verfolgen ist, macht es noch viel mehr Spaß, das Buch zu lesen. 


Fazit:
Wie schon gesagt bleibt einem das Buch auch nachdem man es durchgelesen hat im Gedächtnis, was an den vielen tollen Figuren, der Liebesgeschichte zwischen Marje und Kiyoshi und natürlich an dem spannenden Handlungsverlauf und den vielen unerwarteten Wendungen liegt. Alles in Allem ist "Sayuri" ein Buch, das jeder Fantasyfan einmal gelesen haben muss.
Einen Punkt abzug gibt es für die verwirrenden Namen und der sich an einigen Stellen streckenden Handlung.

Samstag, 6. April 2013

[Buchrezension] WAKE: Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast - Lisa McMann

Originaltitel: WAKE
Autor: Lisa McMann
Verlag: Baumhaus (Bastei Lübbe)
Seiten: 219 (Gebundene Ausgabe - ohne Danksagung)
Genre: Fantasy
Preis bei Amazon.de:
Taschenbuch: 7,99€
Kindle Edition: 4,99€
ISBN-10: 3843200378
ISBN-13: 978-3843200370
Zitat:
"Trainer Crater sieht Janie böse an. Sie sieht doppelt so böse zurück." S. 66 (Gebundene Ausgabe)

Klappentext/Buchrückseite:
Träume, in denen man nackt durch die Stadt geht? Aus einem Hochhaus stürzt? Die hübsche Nachbarin küsst? Das hat die siebzehnjährige Janie alles schon zur Genüge gesehen - in anderer Menschen Träume. Wann immer jemand in ihrer Umgebung einschläft, kann sie seine Träume sehen. Nur kann sie niemandem davon erzählen, denn keiner würde ihr glauben. Und so lebt sie mit einer Gabe, die sie nicht will und die sie nicht kontrollieren kann. Doch dann wird sie in einen Alptraum gezogen, der ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt. Zum ersten Mal ist Janie mehr als nur die Zuschauerin eines Traums. Sie ist mittendrin...

Meine Meinung:
Als ich mir den Klappentext durchgelesen habe, dachte ich mir, das muss ich unbedingt lesen, wird bestimmt spannend. Leider war es nicht einmal annähernd so, wie ich es mir erhofft hatte.
Am meisten hat mich wohl der Schreibstil der Autorin gestört; ihre Sätze sind kurz und abgehackt und wenig abwechslungsreich geschrieben. Teilweise kam es mir sogar so vor, als würde ich in einem Kinderbuch lesen. Außerdem erzählt McMann ziemlich flach und ohne Gefühle. Zusammen mit den abgehackten Sätzen hat sich das Buch größtenteils angehört wie irgendeine Liste, die jemand runter rattert, gar nicht wie eine Erzählung. Zudem scheint die Zeit in dem Buch eine sehr große Rolle zu spielen, denn über jedem Absatz steht die Uhrzeit und teilweise auch das Datum, was auf den Leser hetzend wirkt, weil die Zeit ziemlich schnell verging. Auch gibt es einige Stellen, an denen die Uhrzeit, dann ein Wort und dann wieder die nächste Uhrzeit - meistens eine Minute später - steht. Das verstärkt das Gefühl, dass hier irgendetwas aufgesagt, statt erzählt wird.
Auch konnte ich keine Beziehung zu den Personen aufbauen, da man zu wenig über sie erfährt, was wohl auf den flachen Schreibstil der Autorin zu führen ist.
Des Weiteren habe ich nicht so ganz verstanden, von welchem Traum im Klappentext die Rede ist, denn auf mich hatte es die Wirkung, dass Janie in allen Träumen mittendrin ist. Auch baut sich während der ganzen 219 Seiten keine Spannung auf, da sich nicht viel an der Situation der Protagonistin ändert. Die flache Erzählung verhindert das ebenfalls.
Obwohl ich an dem Buch so viel zu kritisieren habe, gibt es auch etwas Positives, denn die Idee, dass Janie unfreiwillig in Träume anderer Leute gezogen wird, ist keineswegs eine schlechte Idee. Allein an der Umsetzung hapert es.

Fazit:
Eine gute Idee für ein spannendes Buch, die allerdings mehr als nur schlecht umgesetzt wurde. Wer also keine Lust auf langweilige, herunter geratterte Texte hat, sollte lieber die Finger davon lassen!

Donnerstag, 4. April 2013

[Buchrezension] Tote Mädchen lügen nicht - Jay Asher

Originaltitel: Thirteen Reasons Why
Autor: Jay Asher
Verlag: cbt
Seiten: 283
Genre: Jugendbuch
Preis bei Amazon.de:
Gebundene Ausgabe: 14,95€
Taschenbuch: 8,99€
Kindle Edition: 7,99€
Audiobook: 19,99€
Hörbuch-Download: 13,99€ (Gekürzte Ausgabe)
ISBN-10: 3570160203
ISBN-13: 978-3570160206
 
Zitat:
"Ihr alle wisst nur, wie euer eigenes Leben aussieht. Aber wenn ihr euch in das Leben einer anderen Person einmischt, dann betrifft das nicht nur einen bestimmten Aspekt dieses Lebens. Als würde alles andere davon unberührt bleiben. Wenn ihr euch in das Leben einer anderen Person einmischt, dann berührt das ihre gesamte Existenz." - Hannah Baker, S.199 (Gebundene Ausgabe)


Klappentext/Buchrückseite:
13 Kassetten befinden sich in dem Päckchen, das Clay eines Tages enthält. Sie sind nummeriert, ansonsten jedoch unbeschriftet. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf "Play" - und hört die Stimme seiner ehemaligen Mitschülerin Hannah Baker. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Die Kassetten hat Hannah vor ihrem Tod bespielt und sie an 13 Personen geschickt, die in irgendeiner Weise Anteil an ihrem Selbstmord hatten. Clay ist einer davon...
Mit Hannahs Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Denn erstmals erfährt er, was wirklich geschehen ist, erstmals wird ihm die verhängnisvolle Kette von Ereignissen bewusst, die Hannah am Ende wie eine Lawine überrollten.
Doch was war seine Rolle dabei?
Was hat er sich zuschulden kommen lassen?


Meine Meinung:
Wie schon auf FB gesagt - ich kenne kein vergleichbares Buch!
In "Tote Mädchen lügen nicht" erzählt Jay Asher von einem Mädchen, das die Gründe ihres Selbstmordes auf Kassetten gespielt, und diese an 13 Personen, die für ihren Tod verantwortlich waren, geschickt hat, und das so fesselnd, dass ich das Buch am liebsten in Einem durchgelesen hätte.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht zu verfolgen und dank seiner einfachen Sprache verliert man auch nicht den Faden.
Man kann sich gut in die Stimmung von Clay hineinversetzen, da wahrscheinlich jeder einen totalen Schock bekommen würde, wenn er die Stimme eines toten Mitschülers hört, die obendrein noch ziemlich erschütternde Gründe für den Selbstmord gibt. Außerdem fragt man sich die ganze Zeit, was Clay denn so Schlimmes getan haben soll, dass sich das Mädchen, in das er verliebt ist, unter Anderem wegen IHM umgebracht hat.
Das und die Tatsache, dass man genau wissen will, warum Hannah Selbstmord begangen hat, bewirkt, dass einen das Buch nicht mehr loslässt, und dass man nichts mehr machen kann, ohne sich zu wünschen, weiterzulesen.
Außerdem scheinen die ersten Gründe ziemlich harmlos zu sein und man denkt sich: "Wegen so einer Lappalie hat sie sich ihr Leben genommen?" Im Laufe der Handlung aber wird alles immer erschreckender, und am Ende des Buches weiß man, was mit "wie von einer Lawine überrollt" gemeint ist, und ein wenig kann man ihre Tat dann doch nachvollziehen.
Obwohl Clay in diesem Fall der Protagonist ist, dreht sich das Buch schwerpunktmäßig um Hannah, die auch größtenteils erzählt, was Clay wiederum kommentiert. Das finde ich gut, da man so beide Sichtweisen der Geschichten sehen kann.
Ebenfalls wirklich gut an dem Buch ist, dass Asher ein nicht ganz so ungefährliches Thema so in eine Geschichte verpackt hat, dass es zum Nachdenken anregt, keinesfalls aber den Wunsch des Nachmachens auslöst, was vermutlich nicht jedem Autor, der über Suizide berichtet, gelungen ist.


Fazit:
Ein Buch, das sich jeder einmal durchgelesen haben sollte, da man dadurch sicher mehr auf seine Mitmenschen achten wird. "Tote Mädchen lügen nicht" vermittelt, was passieren kann, wenn man seine Handlungen durchfüht, ohne nachzudenken und zu überlegen, welche Folgen das haben könnte.

Dienstag, 2. April 2013

[Buchrezension] Göttlich verdammt - Josephine Angelini

Originaltitel: Starcrossed
Autor: Josephine Angelini
Verlag: Dressler
Seiten: 494 (ohne Danksagung)
Genre: Fantasy
Preis bei Amazon.de: Gebundene Ausgabe: 19,95€
Broschiert: 9,99€
Kindle Edition: 18,99€
Audiobook: 24,95€
Hörbuch-Download: 17,95€ (Gekürzte Ausgabe)
ISBN-10: 3791526251ISBN-13: 978-3791526256
 
Klappentext/Buchrückseite:
Die 16-Jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket. Auf der Insel ist nicht viel los und in den Sommererien versinkt Helen in Langeweile. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Großfamilie Delos auf die Insel zieht. Alle Familienmitglieder sind ausgesprochen attraktiv und die ganze Insel ist hin und weg von den Neuankömmlingen. Alle außer Helen. Sie spürt von Anfang an großes Misstrauen gegenüber den Unbekannten.
Im Schlaf wird Helen plötzlich von düsteren Albträumen heimgesucht: Es begegnen ihr dort drei unheimliche Frauen, die Rache nehmen wollen - woran, bleibt ihr vorerst ein Rätsel. Als Helen den gleichaltrigen Lucas Delos zum ersten Mal sieht, spürt sie wieder die Gegenwart der drei Frauen, die sie dazu drängen, Lucas anzugreifen. Und Helen geht tatsächlich auf ihn los. Was dahintersteckt, erfährt sie erst nach und nach. Denn Lucas und Helen teilen ein gemeinsames göttliches Schicksal; sie sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf der Mächte auszulösen - und das, indem sie sich ineinander verlieben!


Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf "Göttlich verdammt" gefreut, da ich nur Gutes über das Buch, eigentlich über die ganze Trilogie, gehört habe. Also musste ich es auch lesen, und meine Erwartungen waren natürlich dementsprechend hoch.
Angelini hat einen sehr flüssigen Schreibstil, und sie wählt eine einfache Sprache, folglich ist das Buch auch leicht zu verfolgen. Was allerdings weniger vorteilhaft ist, sind die ganzen griechischen Namen, denn um die Geschichte zu verstehen, muss man sich ein wenig in griechischer Mythologie auskennen, und wissen, wer z.B. die ganzen Götter sind, da nicht immer alles erklärt wird. Trotzdem ist die Idee, griechische Mythologie in eine Jugendstory zu packen mal was Neues, und sicher nichts Schlechtes.
Die Protagonistin fand ich im Großteil des Buches ein wenig unsympathisch, da sie einfach kein Selbstvertrauen hat und sich selber immer schlechter macht, als sie eigentlich ist. Ich hielt Helen für einen
richtigen Jammerlappen. Am Ende aber hat sie dann doch angefangen, an sich zu glauben und gezeigt, dass sie was draufhat. Man merkt im Laufe der Handlung, dass ihr Selbstvertrauen immer mehr wächst.
Lucas mochte ich von Anfang an, obwohl er mir manchmal ein wenig suspekt vorkam. Auch die Nebenfiguren sind alle sehr sympathisch, besonders mag ich Helens beste Freundin Claire, die für ihre Körpergröße ein ziemlich loses Mundwerk hat, und somit das genaue Gegenteil zu Helen ist, den Rest der Delos und natürlich Helens Vater Jerry und Kate, die Mitbesitzerin von Jerrys Laden ist.
Auch toll fand ich, dass die Autorin zusätzlich zu der eigentlichen Handlung noch einzelne Nebenhandlungen ein wenig in den Vordergrund gerückt hat. So fiebert man nicht nur mit Helen mit, sondern verfolgt auch gespannt z.B. die ungewisse Beziehung zwischen Jerry und Kate.
Die Spannungskurve hält Angelini immer im Schwanken; die Geschichte hat hin und wieder ein paar Höhepunkte, das wirkliche Highlight kommt jedoch erst zum Schluss.


Fazit:
Ein gelungener Auftakt der "Göttlich"-Trilogie, und die Sache mit der griechischen Mythologie sorgt bei dem Ganzen noch einmal für eine angenehme Frische, da das ja nicht allzu häufig vorkommt.
Dennoch sollte man vorher über ein wenig Grundkenntnisse darüber verfügen, weil man die Geschichte sonst nicht versteht. Deshalb gibt´s auch einen Punkt abzug.