Freitag, 4. September 2015

[Buchrezension] Der Manipulator - Mark Billingham

 
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"Er gilt als einer der gefährlichsten Serienkiller Englands. Niemand weiß, wie viele Menschen er tatsächlich umgebracht hat; niemand weiß, wo die Knochen seiner Opfer vergraben sind. Seit einigen Jahren sitzt Stuart Nicklin in einem Hochsicherheitsgefängnis. Bis er der Polizei einen Deal anbietet: Er führt sie an die Stätte seiner Untaten – unter einer Bedingung: Detective Inspector Tom Thorne, der ihn einst zu Fall brachte, muss das Unternehmen leiten. Thorne weiß, dass er zu einem Himmelfahrtskommando antritt, denn Nicklin ist ein Meister der psychologischen Manipulation. Auf einer einsamen walisischen Insel merken Thorne und sein Team schon bald, dass der Killer ein perfides Netzt spinnt, dem keiner entkommen kann ..."
Quelle




"Er hatte sie für Einbrecher gehalten."



Das Cover passt meiner Meinung nach recht gut zum Inhalt: Düstere Atmosphäre, wirkt alles sehr bedrohlich und verlassen. Perfekt.
Den deutschen Titel finde ich auch ausnahmsweise mal besser als den Originaltitel, da dieser doch schon ziemlich viel verrät. Wobei unserer ja nicht sonderlich einfallsreich ist.
Die Kapitel sind alle kurz bis mittellang.


Ja, der Klappentext klingt doch wirklich vielversprechend oder? Deshalb habe ich mich auch richtig auf das Buch gefreut. Endlich mal wieder ein vernünftiger Thriller ganz nach meinem Geschmack! Dachte ich..
Bereits der Einstieg in das Buch gestaltet sich als recht schwierig, vor allem, da ich so meine Probleme mit dem Schreibstil des Autors hatte. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie kam ich nicht so in das Buch rein und musste mehrere Passagen mehrmals lesen, bis ich den Inhalt dann endlich mal erfasst habe. Allerdings gewöhnt man sich nach etwa 100 Seiten daran und dann wird das Lesen auch einfacher. Trotzdem habe ich - gerade bei den vielen guten Kritiken von den ebenfalls guten Autoren und renommierten Zeitungen - etwas anderes erwartet, aber das zeigt ja mal wieder, dass man sich auf die Kritiken von öffentlichen Personen nicht so sehr verlassen kann. Jedenfalls war ich bereits in diesem Punkt etwas enttäuscht, denn auch hinterher, wenn man sich daran gewöhnt hat, ist der Schreibstil nicht sonderlich herausragend.
Des Weiteren erwartet man wegen des wirklich tollen Klappentextes ja auch eine richtig spannende Geschichte, die einem guten Psychothriller bzw. Thriller gleichkommt. Die Atmosphäre hat diesbezüglich nicht nur auf dem Cover gestimmt; auch die Insel, auf der das Ganze stattfindet, wirkt sehr dunkel und geheimnisvoll, noch dazu kommt, dass man dort wegen des fehlenden Handyempfangs keinen oder nur kaum Kontakt zur Außenwelt hat, was alles ja noch einmal eine Spur gruseliger macht. Dadurch sitzt einem die Bedrohung immerzu im Nacken, da man auch weiß, dass Nicklin sehr gefährlich und vor allem auch gerissen ist, und die Guten im Notfall keine Verstärkung rufen können. Wirklich Spannung in dem Sinne kommt allerdings nicht auf.

"Wir denken zwar, wir können es kontrollieren, wir stehen mir unserer Technik über allem, aber im Grunde haben wir nur die einfachsten Dinge im Griff."
(S. 391 - Nicklin zu Thorne) 

Vieles ist ziemlich vorhersehbar und oft kam es mir so vor, als hätten die da alle ein Brett vor dem Kopf oder ich bin einfach ein viel besserer Ermittler als die Polizisten im Buch, da man auf Vieles einfach schon 100 Seiten vor den Figuren kommt. Daraus kann selbstverständlich keine Spannung entstehen.
Die Figuren an sich sind ebenfalls nichts Besonderes. Über Thorne erfährt man einiges von seiner Vergangenheit, allerdings sind die Details den Vorgängerbänden vorenthalten, die jedoch nicht wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte. Thorne wirkt auf den Leser jedenfalls wie jeder andere 08/15 Ermittler, der gerne Country-Musik hört, auch, und man kann keine Beziehung zu ihm aufbauen.
Stuart Nicklin, der Psychopath, ist der einzige, der mir in diesem Buch wirklich gefallen hat. Die Figur ist, im Gegensatz zu allen anderen, sehr interessant und bringt ein wenig  Schwung in das Ganze. Aber eben nur ein wenig..
Naja, auch wenn während der ganzen Geschichte nicht wirklich etwas passiert und es einem so vorkommt, als fiele dem Autor nichts Gutes mehr ein, hofft man als Leser natürlich, dass zumindest das Ende dann herausragend wird und den ganzen Rest dann wieder wettmacht, erst recht, wenn der Klappentext so vielversprechend ist. So hofft man auch hier, dass das Manipulierende, von dem man aufgrund des Titels ausgeht, und der Psychothriller sich irgendwann doch erfüllt, allerdings wird man auch hier enttäuscht. Selbst das Ende ist sehr vorhersehbar und haut einen jetzt nicht unbedingt so vom Hocker.



Durchschnitt. Mehr ist das Buch nicht. Durchschnittliche Figuren, kaum Spannung und alles sehr vorhersehbar. Das ist alles ziemlich enttäuschend, da der Klappentext so viel versprochen hat.
2,5/5 Lesehasen.




http://www.randomhouse.de/Autor/Mark_Billingham/p58431.rhd
(c) Charlie Hopkinson
"Mark Billingham, geboren in Birmingham, ist als Autor von Drehbüchern und TV-Serien äußerst erfolgreich und wurde bereits mit dem "Royal Television Award" ausgezeichnet. Die Krimi-Serie um den eigenwilligen Detective Inspector Tom Thorne ist international ein großer Erfolg. Neben dem BCA-Award, dem Theakston's Award für den besten Krimi des Jahres und Nominierungen für den Gold Dagger wurde die Serie um Tom Thorne mit dem Sherlock Award für die beste Detektivfigur im britischen Kriminalroman ausgezeichnet. Sie wird außerdem derzeit von der BBC für das englische Fernsehen verfilmt. Mark Billingham lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in London."
Quelle



Vielen lieben Dank an

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥ 

 

GLG ♥

 

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