Mittwoch, 19. Juli 2017

[Buchrezension] Darum schütze, was du liebst - Lisa Unger

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Leseprobe
 "Als Lydia Strong von einer Urlaubsreise zurückkommt, wartet bereits ein neuer Fall auf die New Yorker Privatermittlerin. Aus Miami erreicht sie ein anonymer Hilferuf mit der Bitte, die seit Monaten vermisste 15-jährige Tatiana zu finden. Gemeinsam mit ihrem Partner Jeffrey Mark begibt sich Lydia in Florida auf Spurensuche und stößt bei der wohlhabenden Familie Tatianas auf eisernes Schweigen. Doch Lydia gibt nicht auf, denn das ungewisse Schicksal der Vermissten geht ihr sehr nahe. Und wie persönlich der Fall wirklich ist, zeigt sich, als ihre Nachforschungen bald darauf für sie selbst und alle, die sie liebt, zur Bedrohung werden ..."
Quelle


 "Die Stimme aus dem Rekorder klang dünn und blechern."

Das Buch ist Thriller-typisch aufgebaut: Düsteres Cover und ein paar Blumen, sodass das Ganze noch gruseliger aussieht. Ist nicht so, dass ich das Cover hässlich finde, aber besonders herausragend finde ich es auch nicht.
Gut finde ich allerdings, dass alle Bücher der Autorin aus dem Goldmann-Verlag gleich aufgebaut sind, sodass man sie alle wiedererkennen kann.
Der Titel ist erst einmal nichtssagend, macht aber neugierig auf den Inhalt. Im Nachhinein kann ich sagen, dass er wirklich gut gewählt ist.

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil der Lydia Strong-Reihe (was für ein ausschlaggebender Name). Den ersten Band habe ich nicht gelesen, aber dadurch habe ich dennoch kein Problem bekommen, in die Geschichte hineinzufinden. 

Wie es bei solchen Krimis oft der Fall ist, hängen die einzelnen Fälle nicht zusammen, lediglich die Figuren entwickeln sich weiter. Wenn man ein Fan ist, ist es schön, das mitzuverfolgen, aber für das Verständnis einer Geschichte ist dies nicht weiter wichtig. 

Also, sowohl der Titel als auch der Klappentext klingen ja zuerst sehr vielversprechend, aber wenn ich schon so anfange, könnt ihr euch denken, dass ich etwas enttäuscht wurde. 

Zwar ist eine Entführung für einen Thriller nicht unbedingt eine revolutionäre Idee, aber da es auf die Protagonistin bezogen persönlich wird, wie es im Klappentext steht, hat es mich doch schon sehr interessiert, da ich gerne Thriller lesen, in denen es für die Figuren persönlich wird. Wenn das Sinn macht... 

Ja, ich hatte also die Hoffnung, endlich mal einen Thriller zu lesen, der mich von vorne bis hinten fesselt, aber, wie gesagt, ich wurde leider enttäuscht. 

Um mal bei der Protagonistin anzufangen: Lydia Strong ist nicht unbedingt unsympathisch, allerdings hatte ich Schwierigkeiten dabei, ihre Handlungen nachzuvollziehen. In sie hineinversetzen konnte ich auch nicht wirklich. 

Dadurch nervt sie ein bisschen, und auch die Liebesgeschichte ist nicht besonders überzeugend (gibt es auch mal einen Thriller ohne?), was zum einen damit zusammenhängt, dass ich sie nicht nachvollziehen konnte, aber auch, weil sie teilweise sehr trocken erzählt wurde. Da weiß ich natürlich nicht, inwiefern dieser Teil im ersten Band behandelt wurde, vielleicht hätte ich das nicht so wahrgenommen, wenn ich den gelesen hätte. Trotzdem kommt mir die Liebesgeschichte etwas zu flach, entweder hätte die Autorin das besser ausbauen oder aber direkt weglassen sollen. So ist das eher nichts Halbes und nichts Ganzes. 

Der Fall selber entwickelt sich erst allmählich. Es kommen immer mehr scheinbar unzusammenhängende Details dazu, die wohl neue Fragen aufwerfen und Spannung erzeugen sollen. 

Auf mich wirkte das alles allerdings sehr vorhersehbar, ich wusste stets, was als nächstes passieren würde, die Autorin hat mit diesem Buch in meinen Augen nichts Neues oder Besonderes in die Thriller-Welt gesetzt. 

Obwohl ich also, um es milde auszudrücken, etwas gelangweilt war, habe ich bis zum Ende durchgelesen, in der Hoffnung, das würde mich umso mehr umhauen (hat man ja auch oft), allerdings war das genauso vorhersehbar wie der Rest des Buches. Auch das Ende hat mich also gar nicht überrascht. Zwischendurch sind zwar immer mal wieder einige kleine Spannungsmomente, die allerdings den Rest nicht aufwiegen, die deshalb meiner Meinung nach es nicht wert sind, sich durch den Rest zu lesen.

Alles in allem hatte ich also einen Thriller erhofft, der mich endlich mal wieder umhaut, aber ich wurde leider wieder enttäuscht. Nicht nur, dass ich mich nicht in die Protagonistin hineinversetzen konnte, ich wusste auch stets, was als nächstes kommen würde, sodass es für mich keinen einzigen Überraschungsmoment gab, nicht einmal zum Ende hin. 
1/5 Lesehasen.



"Lisa Unger, geboren in Connecticut, ist in den USA, England und Holland aufgewachsen und arbeitete in einem Verlag, bevor sie sich entschloss, selbst Schriftstellerin zu werden. Ihre Bücher sind »New York Times«-Bestseller und erscheinen in über 26 Ländern. Ihre Thriller-Serie um die New Yorker Ermittlerin Lydia Strong veröffentlichte Lisa Unger unter ihrem Mädchennamen Lisa Miscione. Zusammen mit ihrer Familie lebt Lisa Unger heute in Florida."


Vielen lieben Dank an
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥



GLG ♥♥♥

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