Mittwoch, 13. Juli 2016

[Buchrezension] Kai & Annabell: Von dir verzaubert - Veronika Mauel

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"**Verliebt und verloren**

Sie gehen schon seit Jahren auf dieselbe Schule und haben noch nie miteinander gesprochen: Annabell, die behütete Arzttochter, und Kai, der jede Nacht mit seiner Gang um die Häuser zieht. Doch was sie voneinander trennt, ist letztendlich, was sie verbindet. Während Annabell ihre wahre Familiengeschichte hinter einer Sonnenbrille versteckt, verbirgt Kai sein Leben hinter einem abgewetzten Punk-Look und einer Null-Bock-Einstellung. Dass ihn gerade die blonde Schulschönheit um Hilfe bitten würde, hätte er sich niemals träumen lassen. So wenig wie Annabell jemals geglaubt hätte, dass sie gerade beim Bad Boy der Stadt Zuflucht finden würde. Wie sehr sie einander brauchen, merken sie jedoch erst, als sich die ganze Welt gegen sie stellt…"
Quelle





"Ein Tag wie viele andere auch, ein Morgen wie ein Dutzend andere."



Mmmjaa.. Ich bin ja persönlich nicht so ein Fan von diesen Covern. Also hübsch ist es nicht. Und ich hab mir Annabell und Kai auch ganz anders vorgestellt.
Der Titel ist meiner Meinung nach auch recht kitschig.
Die Kapitel sind alle kurz bis mittellang.





Wie die meisten von euch wissen, ist das ja eigentlich gar nicht mein Genre, aber nicht selten lese ich doch Liebesromane, so auch hier.
Anfangs hat sich "Kai & Annabell" auch wirklich vielversprechend angehört.

Annabell ist eine sehr sympathische und relativ vielschichtige Protagonistin, deren Vater ein riesiges A****loch ist. Er schlägt sie bei jeder Gelegenheit grün und blau, und nach außen hin gibt er den netten Arzt und Super-Vater. Das schlimmste dabei war meiner Meinung nach jedoch die Mutter, die dabeistand und nichts weiter gemacht hat, als Annabell die Schuld in die Schuhe zu schieben. So nach dem Motto: "Mach, was er von dir erwartet, sonst musst du dich nicht wundern, wenn er dich schlägt!". Waah, was hat mich das aufgeregt..! -.-'

Kai hingegen ist anscheinend das totale Gegenteil von Annabell: Er ist nicht beliebt und kommt aus ärmeren Verhältnissen. Sein Elternhaus ist jedoch ebenso ätzend wie ihres: Seine alkoholische Mutter scheint sich kaum für ihn zu interessieren und verbietet ihm scheinbar grundlos den Kontakt mit Annabell.

So gesehen sind beide Protagonisten also recht klischeehaft gehalten - sie ist das reiche Mädchen, das ihre privaten Probleme hinter einer Fassade versteckt; er ist der Bad Boy, der wegen seiner alkoholischen Mutter mit einer Gang auf der Straße lebt, und beide, so grundverschieden wie sie zuerst auch scheinen, zieht es zueinander hin.
Trotzdem müssen Klischees natürlich nicht gleich schlecht sein, wenn sie gut gemacht sind.
Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, ist, wie die Autorin geschickt Gewalt an Jugendlichen durch ihre Eltern und wie diese damit umgehen, veranschaulicht: Annabell widerfährt körperliche Gewalt, und Kai wird ignoriert, was selbstverständlich auch eine nicht zu missachtende Form von psychischer Gewalt ist.

Die sich entwickelnde Beziehung zwischen den beiden ist schön mit anzusehen, jedoch kommen Kai und Annabell recht schnell dahinter, dass sie beide irgendeine Verbindung zueinander haben.
Welche das ist, ist meiner Meinung nach sehr offensichtlich, ich wusste es bereits nach einigen Seiten. Das Ende ist dann auch ziemlich enttäuschend und gar nicht überraschend, da man das vermutlich in jeder Seifen-Oper schon einmal gesehen hat. Es macht nicht wirklich neugierig auf den Folgeband, den ich wohl auch nicht lesen werde.

Dadurch, dass man also schon weiß, wie das Buch ausgeht, fehlt es einem an Motivation, das Buch weiterzulesen, was mitunter auch sehr mühsam ist. Es kommt einfach keine Spannung mehr auf, was recht schade ist, da so natürlich auch die Lovestory darunter leidet.
"Kai & Annabell" fehlt es eindeutig an unvorhersehbaren Plottwists, die die Spannung in die Höhe treiben würden.

Der Schreibstil ist in Ordnung und leicht zu lesen, allerdings auch nichts Besonderes, das einem lange im Gedächtnis bleibt.





"Kai & Annabell" hätte durchaus eine schöne Geschichte werden können, da beide Figruen wirklich Potenzial haben. Dies wird allerdings durch die extrem ausgelutschte und einfallslose Idee ihrer Verbindung stark geschmälert.
2,5/5 Lesehasen.





https://www.carlsen.de/urheber/veronika-mauel/71504"Veronika Mauel wuchs in einer Kleinstadt in der schönen Oberpfalz auf. Bereits als Jugendliche schrieb sie selbst erfundene Geschichten. Auch während und nach ihrer Ausbildung zur Erzieherin begeisterte sie mit ihren Erzählungen ihre Schützlinge im Kindergarten."
Quelle






Vielen lieben Dank an

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥



GLG ;***


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