Donnerstag, 14. Juli 2016

[Buchrezension] Das barmherzige Fallbeil - Fred Vargas

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"Innerhalb weniger Tage werden die Leichen einer Mathematiklehrerin und eines reichen Schlossherrn in Paris entdeckt, die vermeintlich Selbstmord begangen haben. Die brutale Szenerie alarmiert zwar die Polizei, doch es scheint keine Verbindung zu geben. Bis Jean-Baptiste Adamsberg auf unauffällige Zeichnungen an beiden Tatorten aufmerksam wird. Kurz darauf stellt sich heraus, dass die Lehrerin vor ihrem Tod dem labilen Sohn des zweiten Toten geschrieben hat. Der Brief führt Adamsberg auf die Spuren einer verhängnisvollen Reise nach Island, die zehn Jahre zuvor stattfand – und von der zwei Personen nicht zurückkamen. Sowie in die Untiefen einer Geheimgesellschaft, die sich Robespierre und der Terrorherrschaft während der Französischen Revolution verschrieben hat. Weitere Menschen sterben, und für Adamsberg beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit und einen ebenso wandelbaren wie unbarmherzigen Mörder …"
Quelle




"Nur noch zwanzig Meter, zwanzig kleine Meter bis zum Briefkasten, sie hatte es sich leichter vorgestellt."



Also, Krimis sind nicht unbedingt die Bücher, die einen besonders auffälligen Platz in meinen Regalen bekommen, da ich die Cover nicht immer soo hübsch finde.. :D
Aber in diesem Genre spielt das Cover ja auch weniger eine Rolle als bspw. bei Jugendbüchern oder Fantasy.
Na ja, aber mir gefällt hier die Farbgebung ganz gut. Ist nicht das typische rot-wie-Blut, aber es sieht trotzdem geheimnisvoll aus und durch das Gold auch etwas antik, was auch zum Inhalt passt.
Der Titel ist ja zuerst einmal eine Antithese und macht so an sich wenig Sinn, aber wenn man das Buch liest, passt er wie die Faust aufs Auge, gefällt mir gut.

Die Kapitel sind alle mittellang.





Joa, der Einstieg in "Das barmherzige Fallbeil" fiel mir etwas schwer, da ich die vielen französischen Namen etwas schwer anzugewöhnen fand; für mich klangen die alle gleich. Aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich kein Französisch kann und deshalb die Namen immer nur mehr oder weniger überflogen habe.
Trotzdem denke ich, dass auch jemand, der Französisch spricht, schnell durcheinander kommt, da hier doch sehr viele Namen in relativ kurzer Zeit auftauchen.

Direkt zu Anfang hat man abgesehen davon auch wegen anderen Dingen nicht wirklich eine Ahnung, was eigentlich gerade passiert. Das ist allerdings keineswegs schlecht, denn so wird man ja ans Buch gehalten.
Es kommen sofort viele Fragen auf und man tappt mindestens so sehr im Dunkeln, wie die Ermittler, wenn nicht sogar noch mehr.
Dazu kommt dann, dass sich mit der Zeit aus einem Plot zwei und dann sogar drei entwickeln, sodass alles noch viel verwirrender wird, was auch erst einmal überhaupt nicht nachlässt.

Aber auch das ist alles andere als schlecht, da man so als Leser keinen blassen Schimmer hat, wie das Buch denn ausgehen könnte. Das ist gerade für jemanden wie mich, der sonst immer schon hundert Seiten vorher weiß, wie alles endet, wirklich mal eine erfrischende Abwechslung. Denn wenn ich einen Krimi bzw. Thriller lese, möchte ich natürlich mit raten können, ohne sofort das Ergebnis zu wissen, und das ist hier definitiv möglich.
Ich weiß nicht, wie viele Lösungsmöglichkeiten ich beim Lesen hatte, die ich allesamt nach ein paar Seiten bereits wieder verworfen habe, da neues aufgedeckt wurde, was nicht zu meinen Theorien passte.
Erst nach der Auflösung nachdem alle Plots zusammengelaufen sind, macht alles einen Sinn. Gibt also einen dicken Pluspunkt!

Abgesehen von den Namen, die für mich nicht nur am Anfang schwer zu merken gewesen sind, ist das Buch durch den angenehmen Schreibstil dennoch leicht zu lesen.



Zwar fällt es einem vorerst schwer, in der Geschichte Fuß zu fassen, vor allem, wenn französische Namen nicht gewohnt ist, und da die vielen Plots anfangs auch extrem verwirrend sind. Lässt man sich jedoch darauf ein, bleibt es bis zum Schluss interessant.
Und ich habe endlich mal wieder einen Krimi gelesen, bei dem ich nicht sofort wusste, wie er ausgeht!
4,5/5 Lesehasen.






http://www.randomhouse.de/Autor/Fred-Vargas/p579154.rhd
© Benjamin Decoin/Visual Photo Press Agency
"Fred Vargas, geboren 1957, ist ausgebildete Archäologin und hat Geschichte studiert. Sie interessierte sich anfänglich für die Frühgeschichte, bis sie ihre Leidenschaft für das Mittelalter entdeckte. Fred Vargas ist heute die bedeutendste französische Kriminalautorin mit internationalem Renommee. 2004 erhielt sie für Fliehe weit und schnell den Deutschen Krimipreis, 2012 den Europäischen Krimipreis für ihr Gesamtwerk."




Vielen lieben Dank an

bloggdeinbuch.de
randomhouse.de/limes

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥




GLG ♥♥♥

 

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