Sonntag, 24. Januar 2016

[Buchrezension] Vergiss nicht, dass wir uns lieben - Barbara Leciejewski

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"Eine Frau und ein Mann - beide ohne Gedächtnis, ein einsames Haus in einer paradiesischen Gegend und eine Liebe, die so groß wird, dass sie alle Fragen verdrängt. Das sind die Zutaten dieses außergewöhnlichen Liebesromans, der seine Leser auf eine emotionale Reise der besonderen Art mitnimmt. Gleichzeitig spannend und bewegend, wirkt er so noch lange nach und stellt die Frage "Was wird aus unserer Liebe, wenn wir von einem auf den anderen Moment die Erinnerung daran verloren haben?"

Was passiert mit uns und unserer Liebe, wenn wir von einem auf den anderen Tag ohne Gedächtnis erwachen? Wenn wir keine Erinnerung mehr an die eigene Identität und Vergangenheit haben und selbst den geliebtesten aller Menschen vergessen? Und wenn wir uns dann zum "ersten Mal" wieder in die Augen blicken?

Paula und Johannes, so werden sie sich im Laufe der Geschichte selbst nennen, widerfährt genau das. Orientierungslos und voller Verzweiflung treffen sie im einzigen Haus in einer menschenleeren aber wunderschönen Gegend am Meer aufeinander, mit Fragen, die keiner beantworten kann. Nur die unerklärliche Nähe, die sie zueinander fühlen, gibt ihnen Halt. Nach kurzer Zeit schon wird aus dieser Nähe eine tiefe Liebe, die alles verdrängt, was war oder was sein könnte. Sie genießen ihr Leben im Paradies. Doch eines Tages wird das Rätsel ihres seltsamen Schicksals gelöst, und danach bleibt nur noch eine einzige Frage: Wie stark ist die Macht der Liebe wirklich?!"
Quelle



"Wie war sie in diesen Wald geraten?"



Das Cover ist einfach nur traumhaft. Mittlerweile gibt es zwar ein anderes (Klick), aber das hier finde ich ehrlich gesagt nicht nur schöner, sondern auch passender, weil hier einfach ein Boot drauf ist, das im Buch auch eine Bedeutung hat, genauso wie der Mond.

Die Kapitel sind alle kurz bis mittellang.



Hm, ja, also eeeiiigentlich stehe ich ja gar nicht auf Lovestories, aber in letzter Zeit lese ich davon immer mehr.
Auch "Vergiss nicht, dass wir uns lieben" verspricht, eine wirklich schöne Geschichte zu sein.
Und klingt doch auch ein bisschen so wie der eine Film, in dem ein Paar einen Autounfall oder so hat und die Frau dann hinterher nicht mehr weiß, wer ihr Mann ist. So in etwa, ich habe den Film nicht gesehen und ich weiß auch grad nicht, wie der heißt, oder wer da mitspielt (ich glaube aber, Channing Tatum, oder??), aber vielleicht wisst ihr ja, welchen ich meine.
Jedenfalls finde ich solche Geschichten immer so schrecklich und traurig und schrecklich traurig, weshalb ich dieses Buch auch lesen musste.

So viel erst einmal dazu.

Leider muss ich sagen, dass ich mir von dem Buch leider, leider wohl zu viel erhofft hatte, denn direkt zu Anfang wirkt alles irgendwie nicht echt, sondern vielmehr so, als hätte die Autorin eine Idee gehabt, der jedoch der Anfang gefehlt hat und der dann erzwungen wurde, damit der Rest irgendwie dahin passt.
Schließlich sind beide Protagonisten irgendwie im Wald gelandet und haben keine Erinnerung mehr.

Der Anfang wirkt also sehr unglaubwürdig und konstruiert. Am Ende wird das zwar alles erklärt, jedoch ändert das ja nichts daran, dass man nicht so recht mit dem Buch warm wird.

Und nicht nur der Anfang erscheint sehr unecht, auch die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen den beiden wirkt extrem geplant und irgendwie nicht echt. Wenn ich ein Buch lese, möchte ich in eine andere Welt eintauchen und mich vollständig mit den Protagonisten identifizieren und mich in sie hineinversetzen.
Das funktioniert hier leider nicht, da ich immer wusste, dass ich lese und das dann auch nie so richtig glauben konnte, ganz zu schweigen davon, dass ich so gut wie gar nicht in der Geschichte versinken konnte.

Trotz allem will ich hier jetzt nicht nur meckern, denn man kann hin und wieder tatsächlich mit den Protagonisten mitfühlen. Es ist also nicht so, als würde ich die ganze Zeit nicht verstehen, was die da machen oder durchleben müssen. Das kann man sich schon teilweise vorstellen, es ist halt nur nicht so oft so, dass das geschieht.

Außerdem ist es, auch wenn es jetzt vielleicht so klingt, keine Tortur oder so, das Buch zu lesen. Ich hatte durchaus meinen Spaß und ab und zu war es auch mal spannend. Trotzdem hat mich "Vergiss nicht, dass wir uns lieben" nicht umgehauen.




Die Grundidee des Buches ist keineswegs eine schlechte, nur an der Umsetzung hapert´s ein bisschen: Die Geschichte und die Protagonisten wirken so gut wie das ganze Buch über sehr konstruiert und unglaubwürdig, wodurch man als Leser Schwierigkeiten hat, sich in der Geschichte zu verlieren. Und auch wenn es vielleicht manchmal Überwindung kostet, weiterzulesen, ist es ab und zu doch mal etwas spannend.
2/5 Lesehasen.




"Barbara Leciejewski schrieb ihren ersten Roman mit zwölf. Einen Liebesroman. Kitschig, naiv, etwa vierzig krakelige DIN A5 Blockseiten, kariert. Kariert war ihr immer lieber als liniert. Der Berufswunsch danach war klar: Schriftstellerin. Ebenso klar war: Das wird man nicht, das ist kein Beruf.
Also dann: Abitur, vom Land in die Großstadt München gezogen, studiert (Germanistik und Theaterwissenschaft), Jobs am Theater (Regieassistenzen, Statisterie, Bühnenkram), Magisterarbeit über Kriminalromane geschrieben, Synchroncutterin geworden, Familie gegründet. Karierte Blöcke gekauft ... da war doch was.
Man muss nicht Schriftstellerin sein, um zu schreiben, aber nur wenn man schreibt, kann man es werden.
Computer gekauft (das hilft), geschrieben, verworfen, die Festplatte zugemüllt, geschrieben, den zweiten Roman beendet ... Wurde auch Zeit!
Bisher haben drei Romane ihren Weg zu Verlagen gefunden. Nach wie vielen sich die Autorin Schriftstellerin nennen wird, ist ungewiss, gewiss ist nur: Sie schreibt weiter."
Quelle


Vielen lieben Dank an

http://www.feuerwerkeverlag.de/

Barbara Leciejewski

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥



GLG ♥♥♥

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