Sonntag, 24. Januar 2016

[Buchrezension] Die Ewigen (Trilogie) - Chriz Wagner

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"'Mein Name ist Simon. Ich lebe ewig. Solange ich zurückdenken kann, bin ich auf der Erde. Ich habe außergewöhnliche Dinge gelernt, auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage: Wer bin ich? Ich kann nicht sterben. Ich kann nicht lieben. Ich bin Simon.'"
Quelle



Mir gefallen alle Cover wirklich gut. 
Vor allem finde ich es toll, wie die Motive quasi mit der Farbe verschmelzen. Ist wirklich gut gelungen.
Ebenfalls gut finde ich es, wie der Titel in den Fokus fällt.
Die Titel selber passen auch zur jeweiligen Geschichte.





Also, diese drei eShorts sind zwar unabhängig voneinander, allerdings haben sie alle den gleichen Protagonisten mit einer Backstory und demnach auch einen zusammenhängenden Plot, weshalb ich eine gemeinsame Rezi verfasse.
Außerdem macht es natürlich auch mehr Sinn, die eShorts in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da man so die Zusammenhänge besser versteht, allerdings muss man das nicht, man würde auch prima alles verstehen, wenn man die Bücher durcheinander liest.

Was mir direkt zu Anfang aufgefallen ist, ist, dass alle drei Bücher super geschrieben sind, sodass man sie kinderleicht in einem Rutsch durchlesen kann. Die Sprache ist locker und leicht verständlich, sodass man die Bücher schön so für zwischendurch bspw. im Zug oder Flugzeug lesen kann.

Na ja, aber um ehrlich zu sein, sind die Bücher auch nicht mehr als das: Zeitvertreiber, wenn man nichts Besseres zu tun hat.
Man kann die Reihe durchaus als nett zu lesen beschreiben, allerdings war es das auch, da (auch wenn man sie in Einem durchliest) nicht groß Spannung aufkommt.
Natürlich wird es zwischendurch hin und wieder mal interessanter, aber auf den großen Showdown oder Ähnliches wartet man vergeblich; die Spannungskurve bleibt im Schnitt die ganze Zeit relativ konstant..

Dazu kommt, dass man keine wirkliche Bindung zu dem Protagonisten aufbauen kann, auch nicht über die drei Geschichten heraus, was eigentlich sehr schade ist, da er doch irgendwie sympathisch erscheint.
Trotzdem fehlt ihm die Tiefe, weshalb man sich nur schwer in ihn hineinversetzen kann. Wahrscheinlich ist das auch ein Grund dafür, dass sich kaum Spannung aufbaut.

In allen drei Geschichten geht es eigentlich nur um eines: Die Hintergrundgeschichte über die Herkunft bzw. die Existenz des Protagonisten. Diese wird zwar durchaus immer mal wieder beleuchtet, und auch eine Entwicklung ist beim Protagonisten zu erkennen, allerdings bleibt auch hier die Erzählung relativ oberflächlich, was selbstverständlich seinen Teil dazu beiträgt, dass man mit dem Protagonisten nicht warm wird.

Außerdem - und das hat mich wirklich sehr enttäuscht - wird das, worum es eigentlich geht (also quasi der Sinn der Bücher, wenn man so will) nie wirklich aufgelöst.
Es wird von einzelnen Abenteuern des Protagonisten (der übrigens Simon heißt, ich schreib hier die ganze Zeit Protagonist...) berichtet, die mir auch allesamt gut gefallen haben und auch wirklich nett aufgebaut waren - so hat mir vom Setting her bspw. besonders gut "Die Gärten von Rom" gefallen, während ich von "Der Bruderpakt" am liebsten den Plot mochte. Was jedoch fehlt, sind wirkliche Informationen zu der Frage, die sich Simon die ganze Zeit stellt.

Das Ende ist demnach extrem offen und ich wurde ziemlich überrumpelt, als die Reihe dann schon vorbei war, bevor mir Antworten auf die essentiellste Frage dabei gegeben wurden. Ich habe entweder eine wichtige Passage verpasst oder ich weiß immer noch nicht wirklich etwas über die Herkunft von Simon - man könnte sagen, der Sinn der Bücher wurde nicht erfüllt.
Abgesehen davon bleiben auch noch einige andere Fragen offen, die selbst für ein offenes Ende meiner Meinung nach zu viel des Guten sind.
Es wäre also schön, wenn dazu noch so etwas wie ein Sequel kommen würde, damit sich all dies (oder zumindest das mit der Existenz, ein bisschen offen darf ja noch) klärt.





Bei "Die Ewigen" handelt es sich um eine nette Reihe mit schönem Schreibstil und tollen Settings, die sich allerdings auch durch viel Oberflächlichkeit und ein extrem offenes und dadurch abruptes Ende auszeichnet.
Es ist also eine schöne Reihe für zwischendurch, bei der man jedoch nicht allzuviel Tiefgang (oder gar eine Auflösung) erwarten darf.
3/5 Lesehasen.


 

"Mystery ist sein Genre. Er liebt unfassbare Geschichten mit einem Hauch Unerklärlichem.
[...]
Sein erstes Werk war der Mysterythriller »Social Network - Die Bibliothek des Schicksals«. Wer sich traut, kommt beim Lesen dieses Romans seinem eigenen Schicksal einen unheimlichen Schritt näher.

Chriz lebt mit seinen drei bezaubernden Mädchen in der Nähe von München.
Schreiben ist lügen mit Erlaubnis. Wie Chriz zum Schreiben kam ist ein Mysterium. Aber eins ist sicher: Während Du diese Zeilen liest, ist die nächste Lüge schon in Arbeit ...
"
Quelle


Vielen lieben Dank an

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Chriz Wagner

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


GLG ♥♥♥


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