Sonntag, 15. November 2015

[Buchrezension] Die Nacht der Elemente 1 & 2: Mondtochter & Mondschwinge - Lia Haycraft

 
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Leseprobe Teil 1 & Teil 2



Teil 1:
"Als sich Lucija in den geheimnisvollen Sander verliebt, weiht er sie in ein Geheimnis ein: Sie ist eine Mondtochter. In wenigen Tagen wird sie in der Nacht der Elemente zu einer Arantai werden, einem Geschöpf der Nacht.

Sander will Lucija bei der Verwandlung begleiten, doch seine Vergangenheit holt sie beide ein. Plötzlich taucht die Schwester seiner ehemaligen Geliebten auf. Umbra will Rache für den Tod ihrer Schwester nehmen. Noch bevor sich Lucija verwandeln kann, gerät sie in die rachsüchtigen Fänge ihrer Widersacherin. Umbra versucht, Lucija heimtückisch auf ihre Seite zu ziehen, um Sanders Herz zu brechen, wie einst ihres zerbrach."

Teil 2:
"Kasumi,
ich brauche dich. Ich werde dir jemanden schicken, der dich zu mir bringt. Bald.
Deine Großmutter, Analyn

Kasumis Großmutter verschwand vor vielen Jahren, ohne eine Spur zu hinterlassen. Als sich der Tag ihres Verschwindens jährt, sucht Kasumi für ihren im Krankenhaus liegenden Großvater nach ihr. Sie lernt den charmanten Ivan kennen, ahnt jedoch nicht, dass er der Bote ist, von dem Analyn in ihrer rätselhaften Notiz sprach.
Ivans blaue Augen ziehen Kasumi sofort an, doch wie soll er ihr helfen, ihre Großmutter zu finden? Und warum kann angeblich nur sie Analyn retten?
Es beginnt die gefährlichste Zeit ihres Lebens, denn die Reise zu dem Ort Axikon, wo Analyn gefangen ist, birgt viele Hindernisse. Werden Ivan und Kasumi es schaffen, Analyn zu befreien?"
Quelle


Teil 1:
"Dicke Wolken hingen am Himmel."

Teil 2:
"Kasumi drückte die Klinke hinunter und hielt die Luft an, bevor sie die Tür öffnete und um die Ecke spähte."



Mir gefallen beide Cover wirklich unglaublich gut!
Die Kombination aus Rot und Schwarz verleiht dem Ganzen so etwas Mystisches, was bei einer Fantasy-Geschichte ja durchaus angemessen ist. ^^
Normalerweise mag ich Gesichter auf Covern ja nicht so unbedingt, weil sie den Rest des Bildes ziemlich oft zerstören, aber hier passen beide Gesichter meiner Meinung nach gut in den Kontext.
Die Kapitel sind in beiden Büchern kurz bis mittellang.



Vorweg:  Auch wenn beide Bücher zur gleichen Reihe gehören, kann man sie super unabhängig voneinander lesen. Dennoch würde ich empfehlen, sie in der Reihenfolge zu lesen, da man im ersten Teil doch nicht unerhebliche Hintergrundinformationen erhält, die im Folgeband zwar angeschnitten, jedoch nicht so ausführlich wie im ersten Band erklärt werden.

Teil 1:
Tja, um ehrlich zu sein, ist das erste, was mir spontan zu diesem Buch einfällt: "nett". Mehr leider nicht, aber auch nicht weniger.
Der Anfang ist eher schleppend. Man wird in das Geschehen hineingeführt und die Informationen, die man erhält, wirken erst sehr mystisch und teilweise auch seltsam; mir fiel es etwas schwer, mich auf die Welt einzulassen, da ich das Gefühl hatte, dass vieles nicht wirklich erklärt , sondern einfach gesagt wurde "So ist es".
Nach und nach dichtet sich dieser Nebel jedoch und man versteht um einiges mehr. Auch wenn sich das eben beschriebene Gefühl bei mir nie so richtig gelegt hat.

Zu dem schleppenden Anfang trägt allerdings auch der erst etwas holprige Schreibstil bei; die vielen kurzen Sätze lassen den Leser eher durch die Seiten stolpern statt flüssig lesen, doch auch das legt sich mit der Zeit, oder man gewöhnt sich zumindest daran.

Auch was die Spannung angeht, passt das Wort "nett" wohl am besten. Anfangs passiert, wie erwähnt, nicht sonderlich viel, was den Einstieg zusätzlich schwieriger macht. Dann jedoch kommt etwas Spannung auf, was einem das Lesen auch deutlich erleichtert. Das Ende ist dann allerdings eher wieder "nett"; das, was passiert, ist nicht besonders überraschend oder spektakulär, und die allerletzte Szene ist vielleicht ganz süß, wirkte auf mich jedoch sehr abrupt und auch etwas fingiert, konnte mich also nicht wirklich überzeugen.

Genauso die Figuren: Sie waren vielleicht ganz "nett", aber auch nichts Besonderes. Im Nachhinein muss ich sogar ehrlich sagen, dass ich mich kaum noch daran erinnere.
Was mich dabei jedoch maßgeblich gestört hat, war, dass ich immer sofort sagen konnte, was die Figuren als nächstes machen würden. Es ist einfach alles viel zu vorhersehbar, die Autorin hat keinerlei Plottwists eingebaut, bei denen ich jetzt sagen würde, die haben mich vom Hocker gehauen. Das ist dann wahrscheinlich auch der Grund, weshalb ich vom Ende jetzt nicht so begeistert bin, einfach, weil ich es schon lange erwartet habe.

Na ja, ich will natürlich nicht nur meckern. Die Idee, die hinter dem Buch steckt, ist mal etwas Neues.
Zwar erkennt man in der Geschichte einige Parallelen zu Werwölfen und Vampiren, wie bspw, das Gestaltwandeln, die Sonnenempfindlichkeit, die unglaubliche Schnelle und die Möglichkeit, Nahrung aufzunehmen, aber nicht dazu gezwungen zu sein (hat mich irgendwie an Edward und seine Freunde erinnert, die Szene mit der Hochzeitstorte im letzten Teil.. xD).
Allerdings hat die Autorin das alles mit einem neuen Aspekt verbunden, den vier "Elementen" Wasser, Feuer, Luft und Erde. Das fand ich ganz interessant und es ist ja auch mal erfrischend, etwas Neues zu lesen. ^^

Teil 2:
Ja, wie gesagt, man kann diese Teile hintereinander lesen, muss es aber nicht. Trotzdem würde ich es, wie ebenfalls schon gesagt, empfehlen, nicht nur des Verständnisses wegen, sondern auch weil man im Folgeband einige Figuren aus dem ersten Teil wiedersieht, was mich doch schon gefreut hat.

Wie ihr euch allerdings denken könnt, geht es hier hauptsächlich um neue Figuren - bzw. um Ivan, den man im ersten Teil ja schon des Öfteren trifft, aber auch eher nur am Rande, hier lernt man ihn dann besser kennen. Dabei ist mir auch aufgefallen, dass er sich, im Vergleich zum erten Teil, stark vom naiven jungen Mann, der auf mich sehr willensschwach wirkte, zu einem Selbstbewussteren, Reiferen entwickelt hat, zu jemandem, der weiß, was er will.
Aber auch die neuen Figuren gefallen mir besser, als die Charaktere aus dem ersten Teil, bspw. Raja. Zwar wirkt sie durch ihr Verhalten eher wie 12 als 19, aber abgesehen davon war sie für mich greifbarer als einige Figuren aus Mondtochter . Genauso wirkt die Beziehung zwischen Ivan und Kasumi realistischer und weniger konstruiert als die zwischen Lucija und Sander, sodass es dem Leser leichter fällt, sich im Buch zu verlieren, selbst, wenn gerade nicht groß etwas passiert.

Auch was die Spannung angeht, hat sich Mondschwinge  zu seinem Vorgänger um einiges verbessert, auch wenn ich immer noch den Großteil der Geschichte vorhergesehen habe.
Dennoch ist dieses Buch mehr als nur "nett", vor allem eben, weil mir die Charaktere besser gefallen haben, der Schreibstil ist auch nicht mehr so holprig und das Lesen fällt viel leichter.

Trotz allem habe ich auch hier etwas auszusetzen, was allerdings eher eine Kleinigkeit ist: Die ganze Zeit geht es um ein Geheimnis, das Kasumi versucht, herauszufinden. Als sie es dann jedoch tatsächlich lüftet, nimmt sie es sehr gelassen hin, was mich doch etwas verwundert hat, da es schon irgendwie die Welt, wie sie sie kannte, völlig verändert. Vielleicht liegt das nur daran, dass ich generell etwas dramatischer bin, aber ich hätte an ihrer Stelle etwas mehr Theater gemacht. xD



Ja, also, am ersten Teil habe ich so einiges auszusetzen, wie der sehr schleppende Einstieg, der durch fehlende Spannung, Informationen, die zu Wünschen übrig lassen, sowie einen etwas holprigen Schreibstil zustande kommt. Des Weiteren war die Handlung vorhersehbar und die Figuren sind auch nichts Besonderes. Müsste ich das Buch in einem Wort beschreiben, würde ich sagen: "nett".
2,5/5 Lesehasen.


Der zweite Teil hingegen hat mir um Längen besser gefallen, insbesondere was den Schreibstil und die Figuren angeht. Zwar wusste ich den Großteil des Plots ebenfalls immer schon vorher, allerdings fiel es mir leichter, in der Geschichte zu versinken.
Mondschwinge  kann man, vor allem auch, da es nicht so dick ist, also leicht zwischendurch oder im Urlaub lesen. Für ein besseres Verständnis und generell auch mehr Spaß würde ich dennoch den ersten Teil vorher empfehlen. ;)
3,5/5 Lesehasen.




http://www.bookshouse.de/autoren/Lia_Haycraft/"Lia Haycraft wurde 1980 in Norddeutschland geboren, wuchs dann jedoch in Portugal, England und schließlich Nordrhein-Westfalen auf. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie mitten im Bergischen Land.
Gern gelesen hat sie schon immer, die Leidenschaft, selbst zu schreiben, packte sie gnadenlos vor vier Jahren. Da begann sie mit ihrem ersten Roman, der "Mondtochter" in der "Nacht der Elemente"-Reihe. Veröffentlicht sind außerdem unter dem Pseudonym Eileen Raven Scott ihre Novelle "Feuerküsse" im Machandel Verlag und zwei Kurzgeschichten in einer Anthologie und einer Fantasyzeitschrift. Die meisten Geschichten spielen in England oder Köln.
Weitere Werke sind natürlich in Arbeit."
Quelle


Vielen lieben Dank an

Lia Haycraft

bookshouse.de

für die Bereitstellung dieser Rezensionsexemplare! ♥


GLG ♥♥♥ 


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