Sonntag, 31. Mai 2015

[Buchrezension] Bird Box: Schließe deine Augen - Josh Malerman

Originaltitel: Bird Box
Seiten: 320
Genre: Thriller
Teil einer Reihe? Nein.
ISBN: 978-3-7645-3121-8
Preis: €19,99
Verlag: Penhaligon
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Lieblingszitat:

Ich bin immer davon ausgegangen, dass uns unsere eigene Dummheit ins Grab bringt. (Don - S. 133)

Erster Satz: 

Malorie steht in der Küche und überlegt.

Inhalt:

Ich sehe was, das du nicht siehst - und es ist tödlich...

Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen aus aller Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von vier Wänden und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet …

Aufmachung:

Mir gefällt das Cover super. Bedrohlich und dunkel, genau wie ein Thriller aussehen sollte. Außerdem finde ich das toll, dass im Schutzumschlag so ein "Guckloch", durch das man die Vögel auf dem eigentlichen Cover sehen kann. Sieht super aus!
Und der Titel passt auch. Man merkt aber erst hinterher, wie wahnsinnig der wirklich passt. ;)

Meine Meinung:

Endlich mal wieder ein Buch, das meine Erwartungen sogar noch übertroffen hat!
Ehrlich, "Bird Box" ist einfach WAAAAAHNSINN!!!
Zuerst einmal finde ich das super, wie immer zwischen der Vergangenheit und Gegenwart hin und her gesprungen wird. Das erkennt man ziemlich schnell daran, dass die Gegenwart im Präsens und die Vergangenheit im Perfekt geschrieben ist. 
Jedenfalls wird durch diese Zeitsprünge das Ganze so extrem spannend, da man zwar weiß, dass irgendetwas passiert sein muss, man aber verdammt noch mal bis zum Ende nie wirklich weiß, WAS da denn jetzt passiert ist. 
Aber nicht nur das macht "Bird Box" zum absoluten Inbegriff eines Pageturners, auch die Vorstellung, dass man nichts sehen darf, obwohl man ja doch eigentlich auf das Sehen angewiesen ist, treibt den Leser in den Wahnsinn.
Man weiß nie wirklich, wie die Außenwelt aussieht, da die Protagonistin dies auch nicht weiß, und gemeinsam mit ihr stellt man sich dann natürlich das Schlimmste vor.
Allgemein hat es mir hier besonders gefallen, wie der Autor mit der Unwissenheit des Lesers spielt. Er wirft ihm hin und wieder kleinste Brotkrumen an Informationen hin, die der Leser dann natürlich begierig aufpickt, ihn dann aber noch unwissender als vorher zurücklassen, und das hält natürlich am Buch.
"Bird Box" ist also von vorne bis hinten durchgehend spannend - obwohl ich jeden Tag erst um fünf zu Hause bin und dann noch Hausaufgaben machen muss und somit kaum Freizeit habe, hatte ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durch, was, denke ich mal, viel darüber aussagt, wie spannend es wirklich ist.
Dabei finde ich auch Malermans Idee unserer Zukunft interessant: Wir werden quasi von Wesen "zerstört", die die Menschheit bis dato noch gar nicht gesehen hat. Ist mal was Neues und absolut wahnsinnig umgesetzt, der Autor spielt nämlich hier mit der Angst des Lesers, nichts sehen zu können. Dunkelheit gehört zu unseren Urängsten, aber hier müssen die Menschen in der Dunkelheit leben, um überhaupt ÜBERleben zu können.
Man kann sich als Leser super in Malorie hineinversetzen, die sich nicht nur selber vor ihrer Außenwelt schützen muss, sondern auch noch zwei Kleinkinder, was das Ganze natürlich doppelt spannend macht. Und nur so nebenbei: Die Art, wie sie die beiden Kinder erzieht, oder vielmehr erziehen muss, ist fast genauso erschreckend.
Malorie ist ein starker Charakter, der sich zwangsläufig von einer unsicheren Frau zu einer selbstbewussten und starken Persönlichkeit entwickelt. Trotzdem bemerkt der Leser, dass sie, obwohl sie die Umstände enorm verändert haben, immer noch eine mitfühlende Person ist, die sich um ihre Mitmenschen sorgt und versucht, ihnen eine Stütze zu sein. 
Dies sieht man - abgesehen von den Kindern - besonders an Tom, den ich persönlich von allen Hausbewohnern am meisten mochte...

Fazit:

Ein wahnsinnig guter Thriller, der vom ersten bis zum letzten Buchstaben durchgehend packt.
Malerman beschreibt eine neue Zukunftsvision so dermaßen überzeugend, dass man sich richtig in die Protagonistin, die zudem ein sympathischer Charakter ist, hineinversetzen kann.
Alles in allem kann man nur sagen, dass "Bird Box" ein wahnsinniges Must-Read ist.
Einfach Wahnsinn.
5/5 wahnsinnige Lesehasen.


(c) Doug Coombe

Über den Autor:

Josh Malerman ist ein großer Fan von Gruselliteratur und zählt mehr als 500 Horrorfilme zu seinen Favoriten. Er schrieb zunächst Gedichte und Kurzgeschichten, doch seine professionelle Karriere startete er mit Songtexten, bevor er sich ganz seinem Debüt Bird Box widmete. Josh Malerman ist Sänger und Chef der gefeierten Indie-Band The High Strung, mit der er bereits zweimal in Guantanamo Bay aufgetreten ist. Er lebt heute mit seiner Verlobten in Royal Oak, Michigan.

Vielen lieben Dank an


für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥

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