Mittwoch, 30. Juli 2014

[Buchrezension] Teufelsmord - Tanja Noy

Seiten: 380
Genre: Thriller
Teil einer Reihe? Nein.
Empfohlenes Alter: ab 14/16 ?
ISBN: 9783956490293
Preis: € 9,99
Verlag: Mira Taschenbuch
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Erster Satz:

"Sicher, dass sie hier entlanggelaufen ist?

Klappentext/Buchrückseite:

"Der Teufel ist auf dem Weg zu Ihnen, Frau Wagner."

Über 20 Jahre sind vergangen, seit drei grausame Morde in Julia Wagners niedersächsischer Heimat als "Teufelsmorde" Schlagzeilen machten. Doch jetzt taucht eine nach gleichem Muster zugerichtete Leiche auf. Eine Jugendfreundin Julias gesteht die Tat, bevor sie sich das Leben nimmt. Von der Unschuld ihrer Freundin überzeugt, beginnt Julia eigene Nachforschungen in einer verschworenen Dorfgemeinschaft, von der sie nie ein Teil war und die alle und alles von "draußen" als Bedrohung betrachtet. Während ihrer lebensgefährlichen Suche nach Antworten macht sie sich mächtige Feinde und erfährt dabei unfassbare Dinge über ihre eigene Vergangenheit.

Buchgestaltung:

Das Cover ist relativ schlicht gehalten.
Man sieht vordergründig den Autorennamen und den Titel, rechts an der Seite sieht man die Hälfte einer Teufelsabbildung.
Ich kann nicht viel dazu sagen, außer dass es den Inhalt nicht verfehlt hat.
Ein Thriller sollte meiner Meinung nach kein Cover mit viel Schnickschnack haben, und das hat es hier auch nicht.
Der Titel passt insofern, dass sich alles, was in diesem Buch passiert, im Grunde um die Teufelsmorde in der Vergangenheit dreht.

Meine Meinung:

Zuerst verwirrt einen das Buch etwas, da zwischen verschiedenen Personen hin und her gesprungen wird, und das, was da passiert, steht nicht groß im Zusammenhang zueinander. Das Einzige, was man weiß - oder wohl eher vermutet -, ist, dass die Personen und deren Handlungen wichtig sein müssen.
Trotzdem muss ich sagen, dass man als Leser durch die Verwirrung nicht abgehängt wird, eher im Gegenteil: Die vielen Fragen, die in den ersten paar Kapiteln aufgeworfen werden, fesseln einen sofort ans Buch, da man natürlich wissen möchte, was es damit auf sich hat. Die Spannung steigert sich dadurch enorm.
Das ändert sich auch nicht, als Julia nach Wittenrode kommt. Ihre Vergangenheit wirft zusätzlich noch einmal Fragen auf und insgesamt weiß man nicht mehr als Julia selbst.
Diese ständige Ungewissheit verleitet den Leser dazu jeden zu misstrauen und die Morde irgendwann jedem Dorfbewohner anzuhängen.
Deren Leben scheinen nämlich alle miteinander verwoben zu sein, und alle haben irgendwie Dreck am stecken. 
Das alles wird jedoch erst ganz am Ende aufgeklärt und zwischendurch wird der Leser immer wieder auf eine falsche Fährte gesetzt, was die Spannungskurve immer weiter ansteigen lässt. Noch dazu kommen viele unerwartete Wendungen. 
Man denkt oft, man weiß jetzt mit Sicherheit, wer der Mörder ist, nur um dann festzustellen, dass man doch total daneben liegt. Das liegt, wie schon gesagt, daran, dass jeder in diesem Dorf irgendwie eine dunkle Vergangenheit hat.
Insgesamt kann man sich die Handlungen in diesem Buch wie ein großes Puzzle vorstellen, dass zuerst unmöglich zu lösen scheint, je mehr Teile man jedoch aneinander gefügt hat, desto klarer wird alles, und man glaubt schließlich zu wissen, wie das Buch ausgeht. 
Dennoch schlägt das Ende ein wie eine Bombe.
Man sieht also am Anfang des Buches nichts als ein wirres Durcheinander, wenn man das Rätsel mithilfe von Julias Ermittlungen jedoch gelöst hat, ergibt alles einen Sinn und die Geschichte ist authentisch und in sich schlüssig.
Das Buch hat ein offenes Ende, das meiner Meinung nach aber gut passt; alle wichtigen Fragen wurden geklärt. 
Neben diesem schönen kleinen Psychospielchen, bei dem die Bedrohung einem ständig im Nacken liegt, punktet Teufelsmord aber auch mit einem tollen Schreibstil ohne komplizierte Begriffe oder Sätze, der leicht zu lesen ist.
Auch die Figuren sind facettenreich, und jede einzelne ist für sich ein kleines Rätsel, das es zu lösen gilt.

Fazit:

Ein toller Thriller! Mehr gibt es da nicht zu sagen!
Auch wenn viele das Ende bemängeln, finde ich, dass alles an diesem Buch passt, das Ende mit eingeschlossen. Normalerweise bin ich auch kein Fan von offenen Enden, hier macht es mir jedoch nichts aus, da es hier - wie schon oft genug erwähnt :D - passt.
Das "Psychospielchen", wie ich es gerade genannt habe, ist von vorne bis hinten packend.
Für allzu schwache Nerven ist dieses Buch jedoch vermutlich nicht, da die Teufelsmorde nicht gerade schonungslos beschrieben werden. ;)
5/5 Lesehasen.


Über die Autorin:

Tanja Noy fing schon früh an zu schreiben und behielt diese Leidenschaft bis heute bei. Nach einem Koffer voller kleiner Geschichten entstand die Liebe zum Thriller, der sie bis heute treu geblieben ist. Sie liebt und lebt die rockige Seite des Lebens. Mal straight, laut und ziemlich schnell, mal leise und mit wenig Tempo, aber immer mit E-Gitarre und Schlagzeug. Darauf legt sie Wert.
Quelle Vita: Buch

Vielen Dank an

für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


GLG ;***

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