Samstag, 5. Juli 2014

[Buchrezension] Als Gott schlief - Jennifer B. Wind

Seiten: (ca.) 403
Genre: Thriller
Teil einer Reihe? Nein.
ISBN: 9783955204945
Preis: € 6,99
Verlag: dotbooks

Erster Satz:

Rot auf Weiß.

Lieblingszitat:

 Du kannst ihn tausendmal unter den Teppich oder das Sofa kehren, irgendwann kommt er wieder hervor und ist schlimmer denn je. (Markus Birkhof zu Thomas Neumann - Pos. 2928 auf Kindle Fire)

Inhalt:

München und Wien: Eine Serie brutaler Morde an katholischen Geistlichen schockiert die Öffentlichkeit. Die Opfer werden auf grausame Weise gefoltert und getötet. Am Tatort werden mysteriöse Hinweise gefunden, die jedoch niemand entschlüsseln kann. Kriminalbeamtin Jutta Stern und ihr Partner Thomas Neumann stehen vor einem Rätsel. Was hat die Opfer verbunden? Was treibt den Mörder an? Bei ihren Ermittlungen stößt Jutta auf eine Mauer aus Angst und Schweigen - doch dann entdeckt sie eine Spur. die weit in die Vergangenheit zurückreicht...

Eine junge Kriminalbeamtin, ein sadistischer Mörder und eine schreckliche Wahrheit...
Quelle: eBook

Buchgestaltung:

Ich denke, das Cover passt ganz gut zum Inhalt; man sieht ein Kruzifix, das als einziges beleuchtet ist, der Rest ist schwarz. Das Rote oben und rechts soll wahrscheinlich Blut sein, was bei Thrillern ja immer gut ist.
Der Titel passt auch super zum Inhalt, da es um Geistliche als Opfer geht. Wie gut der Titel jedoch wirklich passt, merkt man erst gegen Ende.

Meine Meinung:

Zuerst hatte ich ein bisschen "Angst", dieses Buch zu lesen, da das letzte Buch, das ich aus diesem Verlag gelesen habe, meiner Meinung nach ein totaler Reinfall war. Weil der Verlag aber nicht so viel dafür kann, hab ich ihm noch eine Chance gegeben und mich für Als Gott schlief beworben.
Man wird direkt in einen Rückblick hineingeworfen, den man erst nach einigem Lesen komplett versteht.
Dieser Rückblick ist gehört nicht wirklich zur Haupthandlung, sondern eher zur Vorgeschichte von Jutta Stern. Wenn die Autorin ein weiteres Buch schreibt, in dem die Kommissarin ermittelt, würde ich mir wünschen, dass diese Geschichte ein wenig vertieft wird (sozusagen als Nebenhandlung), da man hier einiges Oberflächliches über sie erfährt, jedoch nicht wirklich weiß, was das alles soll. 
Wenn jedoch kein weiteres Buch mit der Kommissarin vorgesehen ist, ist dieser Teil ziemlich unnötig und dient vermutlich nur, um zu strecken.
Ansonsten hab ich eigentlich nicht viel über Als Gott schlief auszusetzen.
Die Figuren sind alle recht authentisch, wenn auch vielleicht etwas mainstream; Stern ist die handelnde Polizistin und Neumann ist das Genie, wenn ihr wisst, was ich meine.
Das ändert allerdings nichts daran, dass beide schon sympathisch sind.
Neumann nicht zuletzt deswegen, weil er in manchen Hinsichten Reid aus Criminal Minds sehr ähnlich sieht (interessanter Zufall, wenn man bedenkt, dass ich die Serie in letzter Zeit ziemlich suchte... o.o) . Gut für die Autorin, dass das an einer Stelle auch erwähnt wird, sonst würde ich das wohl eher als Minuspunkt sehen (weil wegen abkupfern und so). ;)
Mir hat auch gut gefallen, dass so ca. im letzten Drittel des Buches, oder sogar schon ein bisschen eher, plötzlich aus der Sicht einer Rebecca erzählt wird. Zuerst erscheint das nicht so besonders, weil öfters mal die Sichtweise gewechselt wird, aber da das im Jahr 1977 geschieht, ist man neugierig, was es mit dem Mädchen wohl auf sich hat.
Dadurch wird die ohnehin schon recht hohe Spannung noch einmal gesteigert, die am Ende ihren Höhepunkt findet. Dort erfährt man die Geschichte von Rebecca, die sich nach und nach entfaltet und zum Schluss sogar richtig grausam wird, und die Ermittlungen, die im Laufe der Handlung immer wirrer wird, entwirrt sich.
Hinzu kommt der luftig-leichte Schreibstil Winds, der es noch einmal einfacher macht, das Buch zu lesen. ;)

Fazit:

Ein spannendes Buch, das besonders zum Ende hin nichts für schwache Nerven ist.
Einen Punkt Abzug, da ich nicht so recht weiß, was die Vorgeschichte der Kommissarin mit der Handlung zu tun haben soll. Falls jedoch ein weiterer Teil mit Stern erscheint, ist die Kritik hinfällig. ;)


Über die Autorin:

(c) Jennifer B. Wind
Jennifer B. Wind wurde 1973 in Leoben geboren und wuchs in Wien auf. Sie absolvierte eine Klavier-, Gesangs- und Schauspielausbildung und arbeitete viele Jahre als Flugbegleiterin. Sie schreibt bereits seit ihrer Jugend und veröffentlichte bisher zahlreiche Krimis und Kurzgeschichten. Jennifer B. Wind ist Mitglied im Krimiautorinnen-Netzwerk "Mörderische Schwestern" und führt den Blog "Lies und (p)lausch" auf mywoman.at. Heute lebt sie mit ihrer Familie in der Nähe von Wien.


Vielen lieben Dank an


für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥


GLG ;***

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