Freitag, 7. Februar 2014

[Buchrezension] Grabesstille - Tess Gerritsen

Originaltitel: The silent girl
Seiten: 448
Genre: Thriller
Teil einer Reihe? Ja, aber die Teile hängen nicht zusammen, nur die Beziehungen der Charaktere.
Verlag: Limes (gebundene Ausgabe)
blanvalet (Taschenbuch)

Erster Satz:

Den ganzen Tag schon beobachte ich das Mädchen.

Klappentext/Buchrückseite:

Jahraus, jahrein werden sie an den schrecklichen Tag erinnert, da in einem kleinen Restaurant in Chinatown ein Amokläufer ihre Angehörigen hinrichtete. Doch wer schreibt die Briefe, die besagen, dass der wahre Täter noch immer nicht gefasst sei? Erst als neunzehn Jahre später bei einer Stadtführung durch Boston die Leiche einer Frau gefunden wird, die mit einem antiken chinesischen Ritualschwert verstümmelt wurde, wird der alte Fall wiederaufgerollt. Und nicht immer haben Jane Rizzoli und Maura Isles bei den Ermittlungen das Gefühl, es mit einem leibhaftigen Gegner aus Fleisch und Blut zu tun zu haben...

Covergestaltung:

Auch das Cover finde ich nicht so schön, aber sie haben, wie gesagt, Wiedererkennungswert.

Meine Meinung:

Wie schon bei den anderen Gerritsen-Büchern, die ich gelesen habe, bin ich total begeistert.
Der Leser wird von der ersten Seite an gefesselt, und das hält auch wirklich bis zum Ende durch. Manchmal hat man das ja, dass ein Buch zuerst superspannend scheint, es aber immer langweiliger wird. Das ist hier jedoch nicht der Fall, es gibt keine Passagen, bei denen man will, dass die möglichst schnell vorbeigehen. Beim Lesen hab ich jedes einzelne Wort aufgesaugt und konnte nicht genug kriegen.
Das liegt zum Einen natürlich an dem hervorragenden Schreibstil Gerritsens, den ich jedes Mal einfach loben muss. Sie schreibt so schöne unkomplizierte Sätze, die man trotz der ganzen Fachsprache super versteht. Zudem sind die Sätze nie ineinander "verschachtelt", also relativ kurz, was einen das flüssige Lesen noch mehr vereinfacht.
Des Weiteren gefällt mir, wie in den anderen Büchern auch, dass man merkt, dass sie Ahnung von den Dingen hat, die sie schreibt. Sicher, sie war Ärztin, auf dem Gebiet muss sie Ahnung haben, aber auch die ganzen Dinge bezüglich der Polizeiarbeit kommen sehr authentisch rüber. Sie zeigt in Grabesstille ebenfalls, dass sie viel über chinesische Märchen weiß.
Das gefällt mir sehr gut, weil man einfach merkt, dass sie sich nicht alles sozusagen "aus den Fingern saugt", sondern auch recherchiert und realistisch erzählt.
Auch haben mir diesmal wieder die Charaktere gut gefallen, wobei der Fokus in diesem Buch mal auf Jane lag. Ich fand es interessant, auch etwas mehr über sie und ihre Familie zu erfahren, da die Bücher, die ich bis jetzt von der Reihe gelesen hab, hauptsächlich aus Mauras Sicht geschrieben waren.
Genauso erfährt man durch den Perspektivenwechsel auch wieder etwas über die Nebenfiguren.
Der Perspektivenwechsel ist ein Grund für die enorm hohe Spannung - man ist bei den Ermittlungen dabei, gleichzeitig erfährt man aber auch ein wenig von der anderen Handlung, bei der man zu Anfang nicht so gut einschätzen kann, ob sie "gut" oder "böse" ist. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, sonst würde ich zu viel verraten, aber ich glaube, ihr wisst, worauf ich hinaus will.
Ein weiterer Grund für die Spannung sind die vielen Wendungen, die Gerritsen einbaut. Wenn man gerade glaubt, etwas zu wissen, passiert etwas völlig Unerwartetes.
Das kommt relativ häufig in der Geschichte vor, weshalb die Spannungskurve, sobald sie sich ein bisschen gelegt hat, sofort wieder in die Höhe schießt. Dazu kommen noch einige "Actionszenen" und natürlich der Höhepunkt am Ende des Buches, der es - wie immer - in sich hat.

Fazit:

Grabesstille wird Tess Gerritsen mehr als nur gerecht - Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Hinzu kommen die tollen Charaktere, das medizinische Fachwissen und chinesische Märchen.
Kurz gesagt: Ein Must-Read!
5/5 Lesehasen



Über die Autorin:

(c) Derek Henthorn
So gekonnt wie Tess Gerritsen vereint niemand erzählerische Raffinesse mit medizinischer Detailgenauigkeit und psychologischer Glaubwürdigkeit der Figuren. Bevor sie mit dem Schreiben begann, war die Autorin selbst erfolgreiche Ärztin. Der internationale Durchbruch gelang ihr mir Die Chirurgin. Tess Gerritsen lebt mit ihrer Familie in Maine.

Quelle Text & Bild: http://www.randomhouse.de/Autor/Tess_Gerritsen/p57418.rhd


GLG ;***

PS: Ich weiß auch nicht, warum die Bilder immer so groß sind...

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