Donnerstag, 1. August 2013

[Buchrezension] Godspeed: Die Reise beginnt - Beth Revis


Originaltitel: Across the Universe
Autor: Beth Revis
Seiten: 445
Genre: Science Fiction / Dystopie
Verlag: Dressler

Klappentext / Buchrückseite:
Die 17-jährige Amy ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der Godspeed. Sie hat alles zurückgelassen - ihren Freund, ihre beste Freundin, ihr komplettes bisheriges Leben - um mit ihren Eltern am Projekt Arche teilzunehmen. Amy und ihre Eltern sollen am Ende ihrer Reise zu einem neuen Planeten wieder erweckt werden - 300 Jahre in der Zukunft. Aber 50 Jahre vor der geplanten Landung wird Amys Kühlkasten mysteriöserweise abgeschaltet und sie wird gewaltsam zurück ins Leben gerissen. Hat jemand versucht, Amy umzubringen?
Von nun an ist Amy in einer Welt gefangen, die ihr vollkommen fremd ist. Alle Passagiere der Godspeed folgen gehorsam dem tyrannischen und Furcht einflößenden Anführer. Alle - bis auf den jungen rebellischen Junior, der vom ersten Moment an von Amy fasziniert ist. Irgendwie fühlt sich Amy zu Junior hingezogen. Aber kann sie einem Jungen vertrauen, dem sein Leben lang der Blick hinter die kalten Metallwände verborgen blieb? Amy weiß nur, dass ihr und Junior nicht mehr viel Zeit bleibt, den schrecklichen Geheimnissen der Godspeed auf die Spur zu kommen.

Meine Meinung:
Ich bin immer noch völlig fertig...
Beth Revis hat mit "Godspeed: Die Reise beginnt" eine Welt geschaffen, die einen schockiert bis zum Gehtnichtmehr, man sich aber trotzdem nicht losreißen kann, wenn man einmal angefangen hat zu lesen.
Allein schon wie das Buch anfängt, ist ziemlich gruselig. Da wird beschrieben, wie Amy eingefroren wird, und das mit so einer "Liebe" zum Detail, dass einem fast schon schlecht wird.
Aber nicht nur das ist grausam. Auch wie die Menschen auf dem Schiff behandelt werden, ist einfach nur schrecklich.
Allerdings hat mich das auf eine seltsame Art und Weise gar nicht gestört, im Gegenteil, diese Grausamkeit, die Revis nur Überdeutlich herüberbringt, besonders im letzten Drittel des Buches, bewirkt, dass einen das Buch nie wieder loslässt, und man es am liebsten in Einem durchlesen möchte. Was ich auch getan hätte, wenn ich nicht schlafen müsste.
Eigentlich passiert in dem Buch nicht ganz so viel Action, bis auf einige Szenen, meistens wird "nur" erzählt.
Allerdings entstehen im Laufe der Handlung immer mehr Intrigen, wodurch die Spannung enorm aufgebaut wird. Durch diese zwar wenigen, aber dennoch recht spannenden "Actionszenen" wird diese Spannung noch ein wenig gepusht.
Das hält dann bis zum Ende an, mal mehr, mal weniger, und dann wird es von dem Finale noch einmal leicht übertrumpft, bis alles wieder abzuebben scheint. Allerdings entsteht selbst am Ende noch eine "Intrige", die dann aber wiederum auch aufgelöst wird. Dennoch lässt ein ziemlich fieser Cliffhanger die Spannung zum zweiten Teil offen.
Dieser "Zickzack-Effekt" war der Grund, warum ich nach dem Lesen so fertig war, und erstmal ein wenig runterkommen musste, da die Autorin das so genial hinbekommen hat, dass man keinen Moment vorhersehen konnte.
Aber natürlich ist nicht nur das so toll an dem Buch. Auch die Figuren sind wunderbar.
Amy ist die perfekte Protagonistin, da man sich super in sie hineinversetzen kann. Sie ist alleine unter hunderten von Mensschen, die sie so noch nie gesehen hat, und wird somit von allen natürlich als Freak behandelt. Zudem versteht sie nicht, wieso alle blindlings dem "Ältesten" gehorchen, und das tun, was sie eben tun. Die Menschen, die Amy für normal hält, gelten in dieser Gesellschaft als verrückt. Wer würde in so einer Situation nicht auch am liebsten gegen die Wand rennen? Allerdings zeigt Amy Stärke. Sie findet trotz Allem einige Freunde, mit denen sie sich verbündet und ihre Eltern zu beschützen versucht und das Geheimnis des Schiffes lüften will.
Junior, der andere Protagonist, ist von Anfang an von Amy fasziniert, was man auch sehr deutlich merkt. Deswegen will er ihr helfen, wo er auch kann. Hin und wieder ist er sich aber nicht sicher, ob er dem "Ältesten" auch gehorchen soll, oder nicht. Das und seine Unwissenheit in einigen Dingen lässt ihn jünger erscheinen, als er eigentlich ist.
In "Godspeed" gibt es ebenfalls Figuren, bei denen man nicht weiß, ob man ihnen vertrauen kann, z. B. dem Doc. Eigentlich kommt es so rüber, dass er Amy und Junior helfen will, aber er tut es meistens doch nicht, da er wahrscheinlich zu viel Angst vor dem "Ältesten" hat.
Auch entwickeln sich einige Figuren sehr stark, was ich aber nicht weiter erläutere, da sonst die Spannung weg wäre. ;)
Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin lässt sich das Buch einfach lesen.

Fazit:
Ein mehr als nur gelungener Auftakt zur Godspeed-Trilogie, dessen Fortsetzungen ich unbedingt lesen werde.
Ein absolutes Muss für alle Dystopie- und Nervenkitzel-Fans.
Auch hier keine Kritik und 5/5 Lesehasen.



Weitere Teile:
       
2.: "Die Suche"
3.: "Die Ankunft"

Wer von euch hat auch schon den ersten oder mehrere Teile der "Godspeed"-Trilogie gelesen? Wart ihr genauso gefesselt wie ich? 
Oder mögt ihr gar keine Dystopien bzw. Science Fiction?
Hinterlasst eure Eindrücke doch in den Kommentaren!

GLG ;***

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